Die Sache ist ja die, dass es so viele Sachen sind.

Thema: Blicke

Was ist das Gute an der Angst?

Kanal

Noch einmal das Gespräch zwischen Christoph Schlingensief und Katrin Bauerfeind gehört. „Die Angst ist das, was einen fragt: Wer bist du? Angst ist eine Produktivkraft, weil sie zwingt einen ja permanent doch zu Reaktionen, die einem auch fremd sind, aber sie stellt die Frage im Kern, wovor hast du gerade so Angst, und wenn du über dich Bescheid wüsstest, dann hättest du das nicht“, sagte er.
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Als ich noch schnell ein Päckchen Kaffee kaufen gehe, bevor D. zu Besuch kommt, steht an der Ecke dieses Paar, es ist einer der ersten Tage im Jahr, in Berlin sind die meistens so kalt, dass allen die Finger einfrieren beim Schreiben ihrer Listen an Vorsätzen, jedenfalls tragen sie beide Wollmützen, die große Frau und der kleinere Mann und während man die Beobachtung so aufschreibt, fällt einem wieder auf, wie dämlich diese Zuschreibung ist, Paar, vielleicht waren sie gar kein Liebespaar, sondern ein Geschwisterpaar oder Freunde, jedenfalls standen diese beiden Menschen da in einer innigen Umarmung, sie größer, er kleiner, und sie weinte und er weinte, und sie hielten sich fest und eigentlich wollte man auf der Stelle stehenbleiben, um ihnen nicht zu nahe zu kommen, oder eben direkt hingehen und sie von außen umarmen, aber meistens sind die eigenen Arme dafür sowieso zu kurz, und meistens ist meistens gar nicht oft, sondern nur manchmal, aber diese manchen Male fühlt sich die eigene Unzulänglichkeit so riesig an, dass man denkt, diese Situationen gebe es ganz häufig. Ist nicht so. Manchmal weinen eben zwei fremde Leute an einer Straßenecke.
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Es ist schwierig den Tannenbaum rauszuwerfen, ich stelle es mir zumindest schwierig vor, denn noch habe ich das nicht gemacht, im letzten Jahr stand er auch bis in den Januar hinein, und auch der jetzige bleibt noch kurz, einfach weil es gut ist, so eine leuchtende und grüne Ecke im Zimmer zu haben, man stöpselt die Lichter ein und schon ist alles wieder ruhig wie diese Tage. Und den Baum rausschmeißen würde bedeuten, dass die Ecke wieder leer und die Tage wieder lauter sind und es ist nicht immer etwas Schlechtes zu zaudern. An Weihnachten erzähle Opa davon, wie er jedes Jahr den großen Baum der Familie bis in den Sommer stehen ließ. Mein Onkel berichtete später, das sei ein einziges Mal passiert, die Nadeln seien im Februar schon komplett runter gewesen, aber den Baum habe Opa stehenlassen, direkt vor dem großen Ofen wie ein Skelett beim Arzt. Heute sagt er, das sei Absicht gewesen, mehr wissen wir nicht. Den Kindern war es peinlich.
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Nachts am Kanal hoppeln zwei Häschen über den unberührten Schnee, die Lichter der Notaufnahme des Urban-Krankenhauses spiegeln sich blau und grün auf dem dünnen Eis, alles ist ganz still, man hört nur das Schnurpsen der Schuhe im Schnee, die Hasen hört man nicht.
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Vor dem Café steht ein Häuschen aus Holz und auf Rädern und wirklich jeder zweite Mensch schaut durch das schmale Fenster ins Innere hinein. Am Fenster klebt ein Zettel mit den Zeiten für Besichtigungen und einer E-Mail-Adresse, die Menschen, die an so einem Sonntag im Schnee am Kanal unterwegs sind scheinen ein Interesse für Häuser auf Rädern zu teilen, sie kommen miteinander ins Gespräch, sie lachen, machen Fotos vom Haus und von sich und von sich mit dem Haus. Es steht da seit dem Sommer, ein dünnes schwarzes Kabel verbindet es mit dem Wohnhaus daneben, 100 Euro Miete würde es kosten, steht auch noch auf dem Zettel.
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R. fragt, ob das die eigene Wahrnehmung sei, dass nun ständig etwas passiere. Nicht einmal das Politische weiter weg, sondern vor allem Krankheit und Tod so nah an einem dran. Oder ob das schon immer so war. Vermutlich spielt genau das gar keine Rolle. Wir leben seit ein paar Jahren damit und finden es immer noch genauso scheiße.

Lynx

Weiss

Am ersten Tag des neuen Jahres sitzen wir im Gasthaus des kleinen Ortes direkt neben der Fleischerei. Oben auf dem Vordach der Fleischerei steht ein Plastikschwein, darunter ein Weihnachtsmann, zwei drei Tafeln davor, die Angebote werden nicht weniger. Wir sind die ersten Gäste im Gasthof, an den auch ein kleines Hotel angeschlossen ist. Die Bedienung sieht müde aus, aber ihre Nägel glitzern noch golden. Alle Tische sind gedeckt, die Tischkärtchen sagen, es gibt Sauerbraten. Es läuft der lokale Radiosender, draußen steht die Sonne tief über der Elbe, darüber ein Raureifschimmer. Im Ort auf dem kleinen Platz steht einer von diesen kleinen Kästen, in denen normalerweise sakrale Gegenstände vor dem Wetter geschützt und ausgestellt werden. Hier wartet stattdessen eine kleine, einäugige Plastikkatze hinter Glas. Wir essen hausgemachten Apfelstrudel, der Cappuccino kommt nicht mehr aus der Tüte und der zweite Gastraum füllt sich langsam. Am Tisch in der Mitte sitzt nun ein älteres Paar, beide tragen rote Pullover in der Farbe der Tischdecke und Servietten, sie mit Fönfrisur und einem Blick, als würde sie am liebsten alles und jeden hier kurz und klein schlagen, er vergnügt mit einem Hauch von Hans Guck-in-die-Luft, manchmal pfeift er zur Musik, sie sprechen nicht miteinander. Ihre Beschäftigung besteht aus dem beständigen Herumschauen und dem Wühlen in einem der zwei Rucksäcke. Das andere Paar, das nun in unserem Raum in der Ecke mit zwei Hunden Platz genommen hat, spricht immer erst mit der Bedienung, wenn sie direkt am Tisch steht, obwohl sie sich nur einen Meter weiter an der Kasse aufhält. „Könnten Sie mal kommen?“, fragen Sie jedes Mal, erst dann fragen sie nach der Karte, geben ihre Bestellung auf oder verlangen die Rechnung.

Ich steige gerade die Treppen hinauf, der Schnee ist frisch gefallen, da sehe ich ihn neben mir sitzen. Auf seinem Häuschen im Gehege. Einem Gehege, zu dem man nur mit einem alten Fahrstuhl kommt. Auch am zweiten Tag des Jahres steht in diesem Fahrstuhl ein älterer Herr im Wollpullover mit einer Brille und kassiert. Die Fahrkarte für den Fahrstuhl kauft man in der Fahrerkabine, er sammelt die Münzen mit zittrigen Händen aus der Münzhaltevorrichtung, im Aufzug ist es warm. Der Motor wurde Anfang der 2000er Jahre errichtet. Als wir oben sind, können wir nur den Anfang der Elbe erkennen, der Rest verschwimmt im Schnee. Jedenfalls steige ich diese Treppen hinauf, der Schnee knirscht und dann kotzt sich der erste Luchs meines Lebens die Seele aus dem Leib.

In der kleinen Bäckerei, die uns auch immer die Brötchen in den Briefkasten geworfen hat morgens, sitzt ein Paar mit Kind, beide schon etwas älter, das Kind vielleicht sieben Jahre alt. Die Mutter trinkt ihre dritte heiße Schokolade mit Eierlikör, währenddessen schaut sie mit dem Kind einen Flyer mit Kunstfiguren an. Gemeinsam zählen sie die Hände der aus Stein gemeißelten Frauen. Sobald sie alle Hände gefunden haben, beginnen sie von vorn. Der Vater bestellt sich nach einem Stück Kuchen noch mit Käse überbackene Kroketten, dann fragt die Mutter das Mädchen, ob sie nicht heute mal beim Vater schlafen wolle, sie würde dann ins Kinderbett ziehen. „Nein, das geht nicht“, sagt er, „ich brauche dich zum Einschlafen.“ Die Diskussion ist beendet, eine Lampe des Schwippbogens ist kaputt.

Auf dem Weg zur Autobahn fahren wir an einem Schild vorbei. Wildvogelschutzgebiet. Jemand hat es in Pink groß mit dem Wort “Lüge“ übersprüht.

Die neunundvierzigste Woche Jahr #4

Sky Sky

Die Stadt atmet ein und aus, deswegen hängt der Dunst über ihr, als kumuliere sich in dieser Wolke auch der Atem aller, die am Sonntag herumgehen und denken “ Bald. Bald Weihnachten. Bald Silvester. Bald Bonus. Bald ein Abkommen. Bald Erlösung. Bald liegen. Bald neue Vorsätze. Bald Gehaltserhöhung. Bald wird’s schlimmer. Bald wieder Licht. Bald ein neuer Bundespräsident in Österreich. Bald Ravioli. Bald Urlaub. Bald ein Kilo weniger. Bald Schnauze halten. Bald eine Katastrophe in Italien. Bald nicht mehr denken. Bald dran glauben. Bald atmen. Bald drei Minuten für mich. Bald nicht mehr hier lang müssen. Bald duschen. Bald essen. Bald vielleicht Bescheid wissen. Bald was anderes“. Jemand hat das Geländer unter der erneut grau angestrichen, das in ein paar Tagen wieder weiß gesprenkelt sein wird wegen der Tauben. Man kann der Spree bis auf den Grund schauen gerade, weil sie steht und friert, die schwimmende rosa Plastiktüte kann da auch nichts machen. Ich weiß noch, als der Schwan eines Sommers mit über die Ampel ging. Bei Rot erst mit den Wartenden stand, und alle, die noch nicht gehen durften, sind völlig ausgeflippt, aber haben sich zusammengerissen, um den Schwan nicht zu erschrecken. Jedenfalls stand er da bei der Bibliothek an der Ampel, als wäre er einer von ihnen und dann ging er bei Grün mit ihnen hinüber und als er sich zur U-Bahn aufmachte, haben es die Menschen nicht mehr ausgehalten und sich ihm in den Weg gestellt, damit er die kleine Treppe zum Wasser hinunter watschelt oder fliegt oder was weiß ich, aber der U-Bahn-Tunnel war nun wirklich zu viel des Guten. Der Schwan schien erst ein bisschen irritiert und versuchte an den Menschen vorbei zu gehen, so sehr ein Schwan gehen kann, er watschelte so rum und sprang dann von der Brücke, flog ein Stück, etwas ungelenk und landete dann im Wasser und die Menschen oben haben applaudiert. Mehr sich selbst als dem Tier. So ist das ja meistens. Jetzt liegen vollgereifte Blätterhaufen im Rinnstein, die Menschen reiben sich in der U-Bahn die Hände warm. In der Nacht gab es überfrierende Nässe, die nun schimmert, als habe sich jemand auf der Kreuzung vertan. Dann läuten die Glocken, das Licht rutscht beiseite, die Kinder wollen nochmal aufs Trampolin, jemand seufzt und geht mit, muss ja einer mit immer. Die Bahn verschwindet zwischen den Häusern. Eine Straße weiter steht ein Mann in einem Gyros-Menü-Kostüm und verteilt Zettel. Als wir wieder aus dem Haus kommen, steht ein anderer dort. Auch im Kostüm. Sie frieren, man sieht ihnen das an, sogar den Zetteln sieht man das an. Er denkt auch: Bald. Und: Vielleicht.

It isn’t the same, don’t give it a name.

Die neunundvierzigste Woche Jahr #3

Marmor

A. sitzt auf dem Dach des Autos, das Auto steht auf der Brücke und Anne steht in dem Kleid wie in einem Raum, den sie schon lange kennt. Ihre Haare wehen so, dass man sie begreift, aber ihr nicht in die Augen sehen kann, das macht sie immer, wenn sie neu ist auf einer Brücke oder anderen Orten, von denen man einen Ausblick hat. Es ist einer von diesen Tagen, an denen einem abends nicht kalt und nicht warm ist und Temperatur nur so eine kleine Rolle spielt wie der Atem, solange er funktioniert, einer von diesen Tagen, an denen Wetter so an einem dran passiert, dass die Grenzen verschwimmen und man ganz darin aufgeht ohne aus der Form zu fallen. Einer von diesen Tagen, an denen man die Hand aus dem Fenster streckt, an dem man fahren kann, wohin man will und niemand sagt Nein oder Aber oder von Irrtum spricht. Einer von den Tagen, an denen es keinen Irrtum gibt, sondern jede Bewegung richtig ist und jedes Licht und wenn das Licht fertig ist mit dem Tag, dann ist auch das genau richtig und man hört nur noch den Stoff ihres Kleides und weiß, aus welcher Richtung der Wind kommt, weil man den Zigarettenrauch riechen kann. Einer dieser Tage, an denen ein Ausblick genug ist und wir nicht mehr wollen als solange sitzen zu bleiben, bis das Licht wiederkommt, weil es ja gesagt hat, es müsse nur mal eben etwas erledigen, es wird kommen und das ist einer dieser Tage, an denen man sich darauf verlassen kann, an denen stimmt, was gesagt wird ganz gleich, ob es morgen noch gültig ist. Auch dieser Tag wird wiederkommen, er muss nur kurz etwas besorgen, glaub mir, wir warten hier, du hast doch Feuer und Blättchen und nein danke ich rauche nicht, aber du bist versorgt und ich bin okay und damit halten wir es auf diesem Geländer noch eine Weile aus; eine ganze Zeit.

Nachts auf dem Weg nach Hause ist der Schriftsteller weg und stattdessen sitzen uns zwei ältere Herren gegenüber, der eine hat diese Abstand zwischen den beiden Schneidezähnen, den man bei Fotomodels und Teenagern immer gut findet. Er ist jetzt älter, vielleicht Mitte 50, man muss zweimal hinsehen, um sich zu erinnern: Ach, diese Zahnlücke, die geht auch später nicht weg. Und man kann nicht sagen, ob die beiden betrunken sind oder auch nur angetrunken, oder ob sie immer so reden, so nebeneinander her. „Mit dem Auto weiß ich auch immer nicht so Bescheid. “ ““ „Naja, Hauptsache U-Bahn.“ – „Ich bin da einfach absolut unentschlossen, man weiß nie, woran man ist.“ ““ „Im Moment ist es einfach nur teuer.“ ““ „Und wird auch nicht billiger werden.“ – „Früher hätte man gesagt, kauf ich und jetzt hätte man es für das Doppelte verkaufen können.“ ““ „Ja, das geht nicht mehr. “ ““ „Das geht schon lange nicht mehr.“ Sie könnten über alles sprechen. Konservengemüse. Die große Liebe. Anlageberatung. Das Sterben. Fermentation.

„Sie schaut nach Flügen für den Januar. Oder nach Flügeln.“

„Körner machen fett“ steht an der Hauswand kurz hinter der großen Kreuzung. Die Sonne scheint über den Platz und alle Menschen auf der einen Straßenseite verziehen das Gesicht. Auf der anderen Straßenseite läuft niemand. Alle versuchen einander zu erkennen, einer bleibt stehen, schließt die Augen und wird von allen überholt. Die Düsenjäger spielen Käsekästchen am Himmel.

Die neunundvierzigste Woche Jahr #2

Sky

Gestern war ein Tag mit Wind. Berlin fühlt sich an manchen Ecken dann kurz an wie Hamburg. Oder vielleicht nicht wie Hamburg, aber wie ein paar Meter näher am Meer. Wenn man dann nachts durch Berlin läuft, auf den Straßen liegen vom Himmel gefallene Seeigel, kriegt einen wieder das Aliengefühl, wenn man nicht aufpasst, in dem sich alle bekannten Straßennahmen, Erinnerungen und Zugehörigkeiten auflösen und man nur noch Steine und Bäume sieht, ein Paar fremder Füße, kalte Hände und Taxifahrer, die selbst nicht wissen, wo es eigentlich langgeht.

Heute ist der Himmel wieder blau wie noch nie und dieses Mal trifft er beinahe die Farbe des Hauses, an dem ich so oft vorbeikomme. Eigentlich müsste man rausfahren, so richtig raus über den Rand hinaus dorthin, wo man sich erschreckt, wenn man noch andere Menschen trifft und sich dann doch grüßt mit gesenktem Blick und einem kurzen Lächeln. Man müsste dorthin fahren, wo es zu dieser Jahreszeit ohne hochgeschlagene Kragen nicht geht und wo man die ganze Zeit blinzeln muss, weil das Licht so blendet, wenn keine Häuser im Weg stehen oder nur solche, in denen niemand mehr wohnt.

Der Herr mit Hut und Ledertasche in der U1. So habe ich mir früher immer Schriftsteller vorgestellt. Auch das Schriftstellersein. Man umgibt sich mit Dingen aus Leder, macht ausladende Handbewegungen und beim Denken fasst man sich selbst ins Gesicht oder ans Papier. Und dann setzt man sich hin und seufzt und schreibt so, dass es ein Geräusch macht. Aber das ist dann auch das einzige Geräusch nach dem Seufzen. Das des Stiftes auf Papier, oder eben Tippen. Der Rest der Welt verschwindet. Dachte ich. Inzwischen habe ich festgestellt, dass diese Momente so rar sind, in denen das Hirn es schafft, die Welt komplett liegenzulassen, dass man sich dafür auch keinen Hut kaufen braucht. Wie die Sache mit dem schalltoten Raum. In dem man nichts hört außer sich selbst. Und dann eventuell verrückt wird, wenn man zu lange darin bleibt. Weil man das noch nie erlebt hat, vollständig von dem, was einen sonst permanent umgibt, so viel und so pausenlos, dass man es nicht mehr wahrnimmt, also von dem Offensichtlichen und dem großen Rest, nun wirklich von all dem getrennt zu sein.

Es ist wieder die Jahreszeit, in der man die Unsolved von Karate herausholt. Wenn man das dann fünfmal die Woche tut, ist Saison. „Still something sings within the vein, as I forget to fail, I forget to complain. And how much will the Leitmotiv sway to compensate for our fallow-yet-vigorous play on the century’s take on the lived-but-yet-named? Hold out, because this moon is twice as good when you see through a year of nights what you thought you understood.“

Die neunundvierzigste Woche Jahr #1

Wolke

Die erste Woche des Dezembers wird anders sein. Wir haben uns vorgenommen, eine Woche lang jeden Tag zu bloggen. Das heißt, zu schreiben. Das heißt, zu formulieren. Das heißt, Worte zu finden. Auch das kann man üben. Der Comiczeichner Fil sagte neulich in einem Interview, das er mal dieses Buch gelesen hatte, in dem proklamiert wird, dass man gut wird in etwas, dem man 1000 Stunden widmet. Er habe das dann mit Yoga versucht. Nach acht Jahren Hampelei sei er nun an einem Punkt, an dem er sagen könne, er ist ganz gut darin geworden. Wir versuchen also einfach zu machen, wieder in den Tritt zu kommen. Erst einmal für eine Woche.

Vor kurzem auch „Der Trafikant“ von Seethaler nochmal gelesen. Meistens abends im Bett. Ein schlechter Ort, um alle Parallelen zur heutigen Zeit zu markieren. Und dennoch: „Es war eine Ahnung, die da zwischen den vielen Druckbuchstaben herausraschelte, eine kleine Ahnung von den Möglichkeiten der Welt.“ Der Professor sagt auch, als Franz vor seiner Tür auf ihn wartete ohne zu läuten: „Manchmal muss man Menschen eben stören, wenn man sie erreichen will!“

Weiterhin höre ich regelmäßig den Podcast „Note To Self“ mit Manoush Zomorodi, die immer wieder die Einflüsse von Technologie und Digitalem auf den Menschen und sein Inneres beleuchtet. Was haben wir, was machen wir damit, wo gehen wir? Die neueste Folge beschäftigt sich mit Tech Under Trump.

Das spätabendliche Kochen ist etwas, das den Kopf ausschaltet. Ich bin froh, das gefunden zu haben. Weil es das Schreiben ausgleicht, die Bewegung im Kopf. Wenn du ein Rezept hast, dich daran orientierst, aber die Dinge nach deiner Facon umsetzen kannst. Immer mal wieder einen Blick auf den Zettel werfen, dann einfach machen, nachspüren, ob es hinhaut unter deinen Bedingungen, immer mal nachsehen und dann wieder selber machen, verändern, umsetzen. Lebensmittel in die Hände nehmen, schneiden, riechen, schmecken, die Dinge ihren Gang gehen lassen. Manchmal fühlt es sich an wie dieses Gefühl nach dem Kino oder dem Theater, wenn man aus zwei Stunden Dunkelheit zurück auf die Straße geht, wo sich alles bewegt und man meint, jemand habe genau diese Abläufe geschrieben, alles sei noch immer Teil eines Drehbuchs, das auf einer Bühne stattfindet, die nur man selbst betrachten kann. Als passiere alles aus einem bestimmten Grund. Geschärfte Wahrnehmung. Fokusverschiebung. Sowieso Textur. Immer und immer wieder. Könnte man auch mal die Politik drauf untersuchen. Wie sich politisches Miteinander zusammensetzt, an welchen Stellen es klumpt, zu viel Luft drin ist, etwas außer Plan stockt und wo es eben funktioniert.

Die siebenundvierzigste Woche Jahr

soccer

Das Unternehmen von Sophia Amoruso hat Insolvenz angemeldet. Während sie in ihrem Podcast immer wieder mit Frauen über Erfolgsgeschichten spricht, frage ich mich, wann sie selbst über diesen Fall des Scheitern sprechen wird. Ob sie es überhaupt tun wird. Sie fragt die Frauen in ihrem Format immer nach ihrem ersten Job, ihren Strategien, darüber, wie sie mit ihren Angestellten umgehen, was ihnen wichtig ist. Dabei wird es häufig plattitüdig, manchmal aber eben auch nicht. Über Fehler oder etwas, das schiefgeht, spricht sie selten. Es wäre schön, wenn sich das nun ändern würde. Es täte gut, wenn es mehr Umgebungen gäbe, in denen realistisch über Strategien gesprochen würde, die zum Tragen kommen, wenn etwas auseinander fällt. Wenn etwas wirklich nicht klappt. Wenn Vorstellungen, Erwartungen oder Träume zerplatzen. Wie man mit eigenen Fehlern umgeht. Was mit Kritik passiert. Wo man all das hinlegt danach. Wie man das durchwalkt. Und ob überhaupt. Bis jetzt geht es häufig, wenn überhaupt über das Scheitern von Frauen gesprochen wird, immer nur über das Scheitern als Chance. Da passiert dann nach der Katastrophe etwas ganz Tolles, am Ende haben immer alle ganz viel gelernt und würden ihr Leben nie wieder anders haben wollen. Von der Frustration dazwischen, dem Breakdown, von dem Gefühl wirklich nicht zu wissen, wie es weitergeht, von der Situation einer Insolvenz, die niemand in der Umgebung mit viel Geld retten kann, davon wird selten erzählt. Und ich möchte all die Geschichten nicht aus Sensationslust hören, sondern weil ich glaube, dass es trotzdem wichtig ist, diejenigen zu hören, denen das passiert. Nicht immer nur über sie zu reden, sondern mit ihnen. Selbst das Gefühl zu haben, sich dazu äußern und öffnen zu können. Denn auch in den sehr schicken, aber doch sehr regelmäßigen Podcasts von Amoruso erkannte ich nach einer gewissen Anzahl Parallelen, tauchten bestimmte Situationen immer wieder bei mehreren Frauen auf, die unterschiedlich damit umgegangen sind, wurden die Gespräche allein aus ihrer Anzahl heraus zu einer Art Lexikon. Nun eignen sich Katastrophen so selten als prima vermarktbare Anleitung. Aber vielleicht ist genau das ein Punkt, den man nun ändern könnte. Nicht um des Profits Willen, sondern weil es noch keiner so richtig macht und alle immer so drumherum eiern.


Mit anderen Menschen mal wieder über das Schreiben sprechen. Für wen macht das macht, wann, wer welche Routinen hat. Allein das Lesen der anderen Erzählungen macht wieder Lust, sich dann doch freizuschaufeln. Ein paar Minuten im Tag, ein paar Worte im Kopf. Was die letzten Wochen alle gemein haben, so anstrengend und laut dieses Jahr auch war, nun laufen ein paar Fäden und Menschen zusammen, die Gespräche beginnen jetzt im kollektiven Zittern. Aber auch hier beobachte ich, dass die meisten in ihrem Schreck so sehr in sich selbst verharren, ist das so eine Großstadtgeschichte? Dass wir vergessen haben, wie es geht, andere Menschen zu sehen? Uns in Vereinen und Parteien mit Leuten auseinanderzusetzen, die wir so schlecht aushalten können wie die anderen Eltern beim Elternabend? Dass wir es hier so leicht haben, Menschen zu finden, die so sind wie wir, und deswegen den Luxus haben, einfach weggehen zu können und nicht zuhören zu müssen?


Dann die Eisenbahn sehen und das Lied für A. und dann fällt einem alles aus dem Gesicht. Wenn nicht jetzt, wann denn sonst. „Es ist so einfach wie Räuberleiter“. Wie sich auf dem Hof vom Astra nun mehr und mehr Jahre übereinander stapeln, all diese Sommer und Winter und all diese Lieder mit den Menschen darin, nur dass man niemals von der Seite wird draufschauen können und sie alle unterscheiden, sondern sich alles vermischt die ganze Zeit. Das hört ja nicht auf. Auf dem Weg nach Hause ist aber die Brücke noch da, nur die Lichter sind verrutscht, die nahen und die in der Ferne. Wie im Kaleidoskop, das jemand um ein paar Millimeter gedreht hat.

Die sechsundvierzigste Woche Jahr

Baum

Eine kleine Maus frühstückte in einer angebrochenen Käsepackung auf dem Gehweg. Gern hätte ich ihr ermutigend den Kopf getätschelt, weil sie zitterte vor Angst, schließlich flogen an ihr ständig riesige Füße vorbei, und doch einfach sitzen blieb und weiter mampfte. Das mit dem Tätscheln habe ich dann aber gelassen, man bekommt doch so leicht Schluckauf beim Essen, und die Niedlichkeit einer kleinen Maus mit Schluckauf in einer Käsepackung auf dem Gehweg würde ja sowieso niemand aushalten.


Trump. Es war so ein Morgen wie bei vielen anderen Menschen, als die Eilmeldung das erste war, das ich von der Welt außerhalb des Zimmers mitbekam. Und dann das Sprechen über die Situation. Die einen wütend, traurig, die anderen sprachlos, zickig, erschüttert. Aber auch das wieder nur Reaktionen im engen Raum. Es sind ja noch so viele Räume übrig. Es ist seltsam zu sagen, ich rechnete damit. Genauer eher, wenn ich sage, ich ahnte, dass sich die anderen Menschen wieder zu Wort melden. Dass das Schwelende einen Ausdruck bekommt. Aber jetzt gibt es einen Beweis für das Grundgefühl, für den dunklen Ton, den man schon eine Weile hören konnte. Hierzulande auf RTLII, in den Vorräumen der großen Kinos, in der U8, der U6, bei Netto und Lidl, aber auch der Sauna, hören Sie mal hin, auch dort, wo zerquetschte Frucht einen Zehner kostet, hören Sie da mal hin, wo man es sich leisten kann. Man spricht von Angst ums Vermögen, jetzt wo doch all die Geflüchteten ins Land kommen. Man spricht von Angst vor dem Bürgerkrieg auch hier schon, hören Sie mal hin. Und wir fragen uns in all den Tagen nach der Wahl, wo und an welcher Stelle genau wohl Ehrenämter ansetzen. Wie viele davon eigentlich herumliegen und nicht angezogen werden. Und wie sich Gesellschaft dann ja eben doch aus den einzelnen zusammensetzt, die sich immer vorkommen, als wären sie zu wenig, als würden sie nicht genügen, und dabei vergessen, dass es jedem so geht. Während sich das Einzelne und jeder Schritt in der Masse dann wieder addieren. All die kleinen Handgriffe, Schritte, Minuten, die man hergibt für etwas, für das man nicht sofort eine direkte Belohnung bekommt. Wir müssen uns dieses Hündchen-Ding abtrainieren. Wieder mehr Dinge tun, für die wir nicht beklatscht werden. Und wir müssen anderen davon erzählen, Angebote machen, immer wieder darüber nachdenken und vor allem sprechen. Auch mit jenen, die vielleicht nicht zustimmen. Mit denen wir nicht befreundet wären. Diskutieren ohne einander sofort den Mund zu verbieten. Unterschiede aushalten. Ich glaube gesellschaftlich noch immer an die vielen Säcke Reis, die eventuell doch nicht umfallen, wenn sich ein anderer Sack daneben stellt.


Auch noch ein Gedanke aus den Tagen danach: die Dankbarkeit für meine persönlichen Role Models. Die ich erst spät fand, aber schon früh suchte. Von der Wichtigkeit weiterzumachen, nachdem auch die meisten Frauen in meinem Umfeld viel entsetzter waren vom Ergebnis der Wahl oder es zumindest offen zeigten als die Männer, wenn der Zynismus sie nicht schon überrollt hatte. Im neuen Jahr werde ich diese Abendessen veranstalten. Frauen, die sich austauschen und neue Frauen hinzu holen. Mit anderen Hintergründen, Erfahrungen, Wünschen und Problemen. Weil wir nicht aufhören sollten, füreinander da zu sein, uns auszutauschen, unseren Dunstkreis zu erweitern. Wer Interesse hat, mehr zu erfahren und/oder dabei zu sein, kann sich gern melden. Auch eine Liste mit Institutionen in Berlin, bei denen man sich engagieren kann für Jugendliche, Kinder oder geflüchtete Menschen, gerade in den Bezirken Kreuzberg und Neukölln, leite ich gerne weiter.

Die fünfundvierzigste Woche Jahr

Neukölln

In der großen Brauerei, die jetzt ein Museum wird, kann man einen Film sehen, der 1000 Jahre lang sein soll. Eventuell sein wird. Ein digitaler Nachbau des Olympiastadions wird nach den aktuellen Berliner Wetterdaten von einem Algorithmus zerfressen. Nach und nach. Ein digitaler Bau wird von echtem Wetter digital abgetragen Stück für Stück und man kann ihm dabei zusehen, soweit die eigene Wahrnehmung eben reicht. Das wird nie genug sein, aber genau so ist es erdacht. Auf dem Balkon draußen, nachdem wir Pflastersteine aus Gips und gemalte Flachbildschirme angeschaut haben, fällt mein Blick wieder auf den Fernsehturm und die Stadt leuchtet orange und ich werde dieses Blickes niemals müde sein. Weiter unten tragen vier junge Frauen lachend einen riesigen Buchstaben aus einer Lagerhalle heraus und lassen ihn beinahe fallen, es ist ein C. Auf den Platz davor werden wohl in naher Zukunft Bäume gepflanzt.


Der Montag ist der erste Tag, an dem es stockfinster ist, als ich aus dem Büro komme. Wenn man im Bus steht, sieht man nicht mehr, wo man hinfährt, man muss sich jetzt erst wieder an diese Karten aus Lichtern gewöhnen, die Orientierung neu einstellen, damit man weiß, die Kurve kommt nach dem großen roten Fleck und wenn es dreimal gelb geflackert hat, muss man aussteigen. Man könnte ja auch laufen, man wird auch wieder laufen, aber jeder Weg hat seine Zeit und jeder Tag seinen Weg.


Dieser eine Tag vor sechs Monaten, kurz nachdem ich einfach damit begonnen hatte, vor allem wieder im Jetzt zu leben, nicht mehr im Irgendwann oder im Früher, das ist mir zu häufig passiert in der Vergangenheit. Einige Wochen zuvor hatte ich Lösungsmittel gekauft und großflächig aufgetragen auf bestimmte Sätze und Situationen und alle möglichen Gewichte an diversen Stellen. Wie so eine Comicfigur bin ich rumgelaufen in einem raschelnden Maleranzug und habe mit einem Eimer in der Hand alles angepinselt und mich kurz danach in die Mitte des Raumes gesetzt, zweifelnd und vor allem erschöpft und am nächsten Morgen aber war alles gut, so gut wie lange nicht und dann war alles wieder leichter. Manchmal muss man Dinge tun und sich danach einfach ausruhen und dann ist’s okay. Das Prinzip war eine ganze Weile kaputt, aber zu diesem Zeitpunkt ist es zurückgerutscht in seine Form, in seine Bewegung. Manchmal braucht es Zeit, und ich lernte diese eine Form von Geduld auch erst in den letzten Jahren. Jedenfalls bin ich an dieser Straßenecke dann gestolpert und erst habe ich mich ziemlich erschreckt und jetzt ist es vermutlich das Beste, was mir seit langem passiert ist.


Der Mittwoch war mit dem Sonntag das einzige Sonnenlicht seit langem und ich bin dann morgens gelaufen ins Büro, die Luft war so kalt, ich hatte beinahe vergessen, wie sich das anfühlt, im Laufe der letzten Monate, den diesjährigen Sommer habe ich als so schön lang in Erinnerung, dass der ganze kalte Rest erst jetzt vom Gehirn wieder hervorgeholt wurde, das ist in Ordnung, die Wangen waren rot danach, jetzt quetscht man wieder Handcremetuben und unterhält sich über verschiedenfarbige Fussel.


Ich mache mir seit langem mal wieder Gedanken über Kinderbücher. Sollte man mehr tun. Sich überlegen, was man gut fand, und ob das immer noch Sinn macht oder nicht und was man eigentlich vorlesen und vertreten kann. Ich höre immer noch das Klackern der alten Gasheizung, wenn ich an Astrid Lindgren denke, und ich hatte dieses eine Buch, „Ferien auf Saltkrokan“, auf dem das Foto von dem Mädchen mit den Zöpfen und diesem dicken Hund aufgezogen war. Als ich es bekam, roch es druckfrisch nach Plastik und Farbe und ich dachte damals, so würde es auf Saltkrokan riechen, also ganz anders als zuhause, und später ritzte ich mich mal mit dem Fingernagel aus Versehen einen Kratzer in den Himmel, eine Delle, ich ärgerte mich lange darüber, der Duft aber verging schnell. Ich hatte Angst vor den grauen Männern bei Momo. Ich liebte die Steinbeißer von Michael Ende. Und ich liebte Franz von Christine Nöstlinger, der wegen seiner blonden Locken immer für ein Mädchen gehalten wurde, ich mit meinen kurzen Haaren häufig für einen Jungen. Was ich nicht mehr kann, ist die Bücher einzelnen Jahren zuzuordnen, sie verbinden sich alle zu einem Gefühl, ich weiß noch, wie ich immer in die Bibliothek rannte, um Kassetten und Bücher zu holen, schnell auch selbständig und allein und wie ich zuhause alle Schätze aus dem Rucksack holte und vor mir aufbaute, als wollte ich jederzeit sehen, was nun eine Woche halten musste. Das, und Cornflakesmilch.

Die zweiundvierzigste Woche Jahr

Mallorca

In diesen Tagen ist Freundschaft so wichtig wie selten. Die Freundschaft zu diesen Menschen, vor allem zu den Frauen meines Lebens. Als dieser eine schlimme, schwarze Anruf kam letzte Woche, wurden mir die weggerutschten Füße von den Frauen um mich wieder neu montiert, sie zittern noch, aber die rutschen nicht weg, weil daneben andere Füße stehen. Die von denen, die mir am nächsten sind. Die von denen, die mich seit Jahren kennen oder noch gar nicht so lange, aber dafür sehr gut. Die von denen, mit denen ich mich streiten kann, ohne kaputt zu gehen. Von denen, um die ich mich sorge ohne in Panik zu verfallen. Von denen, neben denen ich sein kann, wenn die Umstände besonders beschissen oder besonders wundervoll sind, in jedem Fall extrem und so, dass man nicht jeden aushält nah an sich. Ich habe gesehen, wie viel mehr Zeit ich eigentlich bräuchte, um noch mehr zu erfahren von ihnen, und gleichzeitig haben wir alle nicht so dramatisch viel davon und treffen uns in diesem Verständnis. Freunde als selbstgewählte Familie ohne Zwänge. Freunde als selbstgewählte Lieben. Freunde als Lieblingsraum, dem man sich widmen muss, weil er sonst Staub ansetzt oder man ihm entwächst. Freunde als Wachstumsschub, wenn man es hinbekommt, sich nebeneinander zu entwickeln, zu stützen und zu schützen, ohne sich einzuschränken, zu verletzen, zu entblößen. Und es gibt dieses eine Lied von der höchsten Eisenbahn, in der sie singen, dass echte Freunde sagen „Geh, wenn du willst, es ist egal, wo du bist, ich warte auf dich“, bei dem ich direkt beim ersten Mal hören sofort wusste, wen ich meine damit, wen ich hoffentlich für immer meinen werde damit und dass das nicht einfach weggeht und sollte es dennoch irgendwann aufhören, dann wird ihr Platz in all dieser Zeit glänzen, da bin ich mir sicher, diese Zeit wird nicht anlaufen, dafür war und sind diese Verbindungen zu sehr, wie sie eben sind. Denn gerade hier schaut man nicht auf alles, nicht zu sehr auf Verfehlungen, man nimmt sich so und arbeitet nicht mit Beton, niemals mit Beton. Wir stellen die Füße nebeneinander und das genügt, das genügt jederzeit. Ihr seid mir immer genug.