Die Sache ist ja die, dass es so viele Sachen sind.

Thema: Moi

We sleep in our clothes and wait for winter to leave.

Hello spring. It’s me - Lisa. I’m ready. I promise. I fixed everything that needed to be fixed. And I bought a new dress. So… could you come over and catch me, please?

Retrospektive: Februar 2010.

Gesehen
Up In The Air
Cloudy with a chance of meatballs
Plastic Planet

Festgestellt
Dass man von Hustensaft durchaus betrunken werden kann.
Es gibt Hasen in meinem Bezirk.
Ich habe Ähnlichkeit mit einem Kurzkopfgleitbeutler. Also manchmal.

Gehört
Basses Basses (SDNMT).
Joanna Newsom.
Mumford & Sons.
Gisbert zu Knyphausen.

Gemacht
Social Media Week in Berlin.
Krank gewesen.
Valentinstag zelebriert und beschlossen, dass von nun an sonntags immer Valentinstag ist. Oder zumindest oft.
Das erste Paar Kopfhörer in diesem Jahr geschrottet.
Eine Gorillamaske aufgehabt.
Im Stehen ausgerutscht.
Eine Stunde in der Sonne auf der Fensterbank gesessen.
Eine Taschenuhr gekauft.
Neuen Organspendeausweis ausgedruckt und ins Portemonaie getan.

Gelacht
Mit Arnie.
Ja.

Gelesen
Die erste Hälfte von “Paper Towns” von John Green.
Die Artikel und Beiträge in Blogs oder wo auch immer, die sich auf das Buch beziehen, die tollen E-Mails, die von Menschen kamen, die das Buch gelesen haben.

Gedacht
Danke für alles.

Eine Stunde Sonnenlicht.

Und hier ist ab heute alles ein bisschen anders und neu. Anders und neu, weil auch alles drumrum ein bisschen anders und neu ist, denn das Buch steht ab heute in den Läden. Ich bin ja dafür, dass alle, die es erkennen oder irgendwo liegen sehen, kleine bunte Zettel mit Notizen zwischen die Seiten legen für diejenigen, die es dann vielleicht später einmal durchblättern, und die dann vielleicht auch einen Zettel hinterlassen. Bunte Miniseiten zwischen weißen Nichtganzsominiseiten, das wär was.

Es klingelt an der Tür.

Zuerst ist es gefräßiger Krankenbesuch, der einem alle Kekse wegisst, weil man selbst dazu gerade nicht in der Lage ist.

Und danach ist es der Briefträger, der einen auf Englisch fragt, ob man denn aus England käme, der Name sei so toll und überhaupt habe das ja etwas königliches, im neunten Stock zu wohnen und so große Pakete zu bekommen. Dann drückte er mir das Paket in die Hand und wünschte mir einen schönen Tag, “your majesty”. Und jetzt sitze ich da und traue mich nicht, die Bücher auszupacken, weil ich sie wahrscheinlich vollniese.

How to look like your shirt print. Today: Cookie Monster.

Nichts von einer kleinen Melancholie.

Ich habe schon öfter Texte über’s das Zuhausegefühl geschrieben, das Wiederkommen aus dem Urlaub, die Rückkehr von innerer geistiger Abwesenheit. Das hat alles zugenommen, die Sicht auf dieses Gefühl, sie hat ihren Horizont verbreitert, weil ich jetzt woanders lebe, den Wohnort gewechselt habe und ein bisschen wechselt man ja auch das Drumherum, weil man schaut, wer da so wohnt, und das Alte mehr und einen anderen Aufwand bedeutet als früher.

Und dann sitze ich im Zug, bekomme im Großraumabteil kostenlos einmal Röntgen und Grippeimpfung ohne Pieken, denke eine Sekunde an die, die ich in den nächsten Tagen treffen werde, und spüre den Faden, der mich mit dieser Stadt verbindet, wie eine Brandwunde. Berlin ist die Tätowierung, mit der ich schon geboren wurde, und ich werde sie nie bereuen. Und das Gefühl jetzt hat nichts mit einer kleinen Melancholie zu tun, das ist das breite Grinsen, wenn man weiß, dass man sich nicht verliert. Egal, was und wie viel und wer kommt. Mir genügen schon Bruchstücke an Erinnerung und alles baut sich wieder auf, die alten Fassaden, das Klirren der Saftflaschen, die hohe Stufe vor dem Konsum, ich weiß, wo ich eine halbe Stunde mit der Gitarre stand, weil ich wissen wollte, wie das ist für all die Straßensänger. Und ich weiß, wie das Haus gegenüber aussah, als ich verkündete, jetzt aufzuhören, weil man Kindern ja eh nichts geben würde, da könne ich nichts dafür, das wäre eine Einstellungssache von Erwachsenen. Ich kann dir sagen, wie viele Supermärkte schon auf der Ecke standen, an der du jetzt dein Büro vermutest. Ich weiß noch von dem Geruch des ersten Spielzeugladens meines Lebens, der war im Westen, ich weiß den Weg zum Spielplatz mit dem Trampolin aus dem Kopf, auch wenn es ihn nicht mehr gibt, den Weg, meine ich. Auch wenn die Stadt den Mauerstreifen an Hotelbauer verkauft, auch wenn irgendwann der Fernsehturm umfällt. Ich weiß ihn noch, und die Farben der Eiskugeln im Café, das sich dreht. Wo man klingeln musste, wenn man zu spät nach Hause kam, das Geräusch vom Parkett, der Stein, an dem ich mir das Nasenbein angebrochen habe, wurde längst verbaut, aber ich seh ihn jedes Mal in grauem Schimmer auf dem Weg zur Autobahn. Das geht nicht weg.

How to look like your shirt print. Today: X-Men.

“Mutants are not the ones mankind should fear.” (Dr. Jean Grey)

Retrospektive: Januar 2010.

(Photo by Malte Müller)

Gesehen.
Die dritte Staffel der Bill Cosby Show.
Schnee & Nebel, so weit das Auge reicht.
Mich selbst im glasigen Schwimmbaddach.
Das endgültige Buchcover.
Hook.
Malcolm mittendrin (”Ein Opossum hat mich in die Freiheit geführt!”).

Gelernt.
Ich bin jetzt doch ein Bauchschmerztyp. Früher war ich eher der Kopfschmerztyp.
Es ist ein Auf und Ab, es hält dich auf Trab.
Sei dir nie sicher, jemand, der dir was bedeutet, kommt schneller ins Krankenhaus, als du zwinkern kannst.
I believe in erste Person Plural. And it’s worth it.
Cppprr.

Gedacht.
Ich bin gar kein Einzelkind, ich habe einen Pulloverling!
Nicht du, nicht jetzt.
Menschen sind kompliziert. Vor allem andere Menschen.
Im Schein des Straßenbahnfahrplanhalters siehst du aus wie jemand, den ich nicht vergessen möchte.
We won’t die of passion. We will die of people who cannot understand.

Gehört.
Everything Counts (Depeche Mode).
Day Out (Everything Is Made In China).
Pardon (Ja, Panik).
The Places You’ve Come To Fear The Most (Dashboard Confessional).
Slow Show (The National).
Changing Colors (Great Lake Swimmers).
Napoleon Solo (At The Drive In).
Robocop (Kanye West).

Gemacht.
Besuch gehabt.
Nach Wien gefahren und quasi ein zweites Mal Silvester gefeiert.
Sehr viel Kuchen gegessen.
Kuchen gebacken.
Klamotten mit Tieren drauf gekauft.
Ja gesagt.
Hände gehalten.
Zum 1. Mal in meinem Leben etwas gewonnen.
Getanzt.

Gewundert.
Warum in die dritte Staffel der Bill Cosby Show alte Folgen eingebaut sind. Die Logik ist sehr verkehrt und macht einen etwas wirr.
Über Wiens Art im Winter mit Tageszeiten umzugehen.

Gelacht.
Über tolle Post aus Leipzig, München und Berlin (mal 2).
“Baby, you’re a full time job.”
Diese Blicke der Pärchen, die Rotwein und Chilischokolade kaufen, während man selbst das Transportband mit Götterspeise vollpackt.

Gelesen.
Looking for Alaska (John Green, zum 2. Mal).
Atemschaukel (Herta Müller).

The Owlsen Twins, well, I mean, Quadruplets.

How to look like your shirt print. Today: The Owl.