Auf Fluren

Liz hat es verfasst, und zwar am 8. Juni 2008 um genau 13:53
Kategorie : Fragen, Fundstücke | 2 Kommentare

 Kameratipp anyone?

Es hatte sich angekündigt, sie keuchte schon ein wenig, hustete hier und da oder nahm die Umwelt nicht mehr richtig wahr. Aber sie hielt sich tapfer auf den Beinen, murrte nicht, versteckte die kleinen Wehwehchen. Sowas hält aber nur, wenn man nicht unachtsam ist. Beim Auspacken der Tasche segelte meine Kamera heute jedoch gen Boden und segnete damit das Zeitliche. Vier Jahre Problemlosigkeit und innige Beziehung auf einen Schlag radikal beendet.

Und Sie sind nun herzlich eingeladen zu empfehlen, zu fachsimpeln, zu klugscheißern und besser zu wissen, wenn es um mein Zukunftsgerät geht. Spenden sind auch nicht verboten. Digital und im studentischen Kostenrahmen sollte sie sein, gerne mit schnellem Auslöser und gut in der Hand liegend. Erwarten Sie aber nicht, dass ich das arme Ding von heute auf morgen und quasi sofort ersetze, ein bisschen Trauerzeit muss schon sein.

Liz hat es verfasst, und zwar am 26. Mai 2008 um genau 22:27
Kategorie : Fragen | 14 Kommentare

 Sometimes you get up and bake a cake or something. Sometimes you stay in bed.

Bist du halb voll oder halb leer? Wie viel legst du auf den Tisch? Was hast du noch auf der Hand? Und soll das jetzt immer so weitergehen? Gleichst du ab? Wo inseln deine Kompromisse? Und was suchst du mit der Hand im Schlaf, an deren Bewegung du dich morgens nicht mehr erinnern kannst? Hast du ein schlechtes Gewissen? Wen siehst du in der Spiegelung des Schaufensters? Erkennst du dich noch wieder? Und nach Hause kommst du wann? Wie viele Strähnen Haar passen zwischen Daumen und Zeigefinger? Wer pustet dir gegen den Schweiß? Und wen vergisst du nie mehr? Singst du am Morgen und weißt, dass jemand dich hört? Wo hörst du auf und wo fängst du an? Welche dieser Strophen ist noch frei von Assoziation? Und was wünschst du dir für übermorgen? Bereust du die Länge deiner Schritte? Welcher Kopf passt gut unter deinen Arm und welche Füße stoßen sich nicht an deinen? Hast du es alleine versucht? Und kaufst du immer wieder leere Fotoalben? Wen rufst du an morgens um drei und an wen denkst du in dem Moment des Auflegens? Kannst du noch schreien? Machst du dir vorher einen Plan? Bist du ein bisschen von allem, von was am meisten? Öffnest du erst das Fenster oder putzt du dir erst die Zähne? Gleichst du den Takt deines Atems an? Und wie riechst du im Nacken am Morgen? Gehst du gleich über Los? Was lässt du dir nicht anmerken? Und wirst du dich auch noch in fünfzig Jahren erinnern, wie es sich angehört hat, wenn wir gleichzeitig gelacht haben zwischen all dem Rauschen einer Telefonleitung? Von was wirst du erzählen? Und wo machst du Pausen? Was lässt du aus? Was denkst du dir dazu? Wirst du dir das irgendwann alles selbst glauben, die Ebenen vermischen, dich so erinnern, wie es nie war, aber hätte sein sollen? Um welche Uhrzeit wachst du auf, um dich zu wundern, dass ich noch nicht da bin?

Liz hat es verfasst, und zwar am 23. Mai 2008 um genau 10:29
Kategorie : Fragen | 10 Kommentare

 Wer hat einen Tisch breit Platz?

Meine Damen und Herren, bis Ende August muss ich einen Haufen Papier mit Zeugs vollgeschrieben haben, dringend und von höchster Relevanz für meine Zukunft. Da ich mich von meinem geliebten Zuhause schnell ablenken lasse, bin ich nun auf der Suche nach einem Büroplatz in Berlin ab gerne sofort oder Juni, bevorzugt Friedrichshain, Prenzlauer Berg oder nahes Kreuzberg. Bezahlbarkeit im studentischen Rahmen wäre die zweite Voraussetzung. Ich bin kinder- und tierlieb, rauche nicht, kann schreiben ohne jedes Wort vor mich hin sagen zu müssen, Internet wäre praktisch, Telefon nicht so unbedingt nötig, dennoch bin ich für gemeinsame Pausen immer zu haben, Süßigkeiten finde ich auch gut. Kopfstand mache ich keinen, dafür lese ich auch mal das eine oder andere Korrektur, wenn Not am Mann ist und meine Arbeitsmoral entwickelt sich am prächtigsten, wenn sie andere Menschlein um sich herum auch arbeiten sieht. Diese Sache mit der Arbeit in Cafés ist mir zu ausgenudelt, ich hätt dann doch lieber einen festen Arbeitsplatz, den ich nicht vollkrümeln muss, um ihn zu legitimieren. Einen Schreibtisch kann ich zur Not auch mitbringen.

Wer damit etwas anzufangen weiß, kann mir einfach eine Mail schreiben. Und wer sogar noch zwei Plätze frei hat, dem bringe ich noch jemanden mit. Denn Carmi sucht sowas auch. Dieses Gesuch steht zur weiteren Verlinkung, Verwertung und Verbreitung absolut frei. Ich bedanke mich höflichst im Voraus. Sie tun mir und meiner Zukunft damit einen großen Gefallen.

Liz hat es verfasst, und zwar am 20. Mai 2008 um genau 17:43
Kategorie : Fragen | 13 Kommentare

 The taxi is waiting.

Manchmal hat man einen Flug gebucht, als man noch gar nicht wusste, dass der Zeitpunkt des Fluges ein sehr guter ist. Man wusste noch nichts vom Stillstand, der einen rasend machen kann, wenn er sich hinzieht, wenn es eben nicht nur eine Pause sondern irgendetwas anderes ist, für das man noch kein Wort gefunden hat. Und wenn man dann ein kleines Blatt Papier in der Tasche hat, das einem für eine Woche eine andere Welt, ganz viel Input, wundervolle Gespräche und Menschen verspricht, dann grenzt das nahezu an perfektes Timing.

Ich verlasse diese Stadt also für ein paar Tage in eine andere. Und frage nun, ob ein paar der Geheimtipps für London auch nicht mehr ganz so geheim gehalten werden könnten. Ich habe die Lomo dabei und eine Woche Zeit, ich habe ein Glitzerkleid und die abgerockten Stiefel, ich habe eine Bleibe und ein bisschen Zeit. Für Hinweise und Tipps jeglicher Art und in diversen Entzückungsgraden London betreffend bin ich wahrhaftig aufgeschlossen.

Liz hat es verfasst, und zwar am 21. Februar 2008 um genau 11:16
Kategorie : Fragen | 15 Kommentare

 Nobody displayed as sender.

Ich würde persönlich und breit grinsend Danke sagen, wenn ich wüsste, wer sich da jetzt ins Fäustchen lacht. Also unpersönlich und trotzdem breit grinsend: Danke. Sehr.

Liz hat es verfasst, und zwar am 14. Februar 2008 um genau 18:20
Kategorie : Fragen | 2 Kommentare

 Dienstagsaufreger

Ich frage mich, wo dieser arrogante Typ seine achso großen Mengen Zeit hernimmt, um zigtausend Bücher zu lesen, mir fallen ja beim Lesen abends im Bett nach einer Seite schon die Augen zu. Vom Lesen in der Bahn aufgrund von Handyklingeltönen ausprobierenden Kiddies, überfüllten Zügen wegen Streik oder gitarrespielenden Hmmmrummstatamusikern fang ich gar nicht erst an, da hilft nur Mucke an und rausgucken. Luft anhalten und abtauchen. Und zwischendurch ist leider (!) nicht immer genug Zeit, um sich mal in Ruhe zum Lesen hinzusetzen.

Jedenfalls wüsste ich doch gern, wo Mr. Superstudent dazu auch noch die Überzeugung aufgegabelt hat, so abfällig über seine Kommilitonen zu sprechen: “So lange es keine Studenten gibt, die bereitwillig den Hintern herhalten, um sich mal kräftig zum Lernen animieren zu lassen - so lange wird wohl die eigentliche Elite auf sich warten lassen“. Fein. Und was ist, wenn man gar nicht Elite sein will? Nicht jeder geht auf die Uni, um in jedem Fach seine Eins vor´m Komma zu haben, einige Leute arbeiten oder suhlen sich in ihrem Studienfach eben nicht so wie in einer heißen Badewanne, haben andere Leidenschaften. Und dann gibt es noch die, die keine Lust haben, sich auf diverse Sinnlosdiskussionen einzulassen, welche meistens zu nichts führen außer stickiger Luft und Ergbnislosigkeit, die sich ans Ende von anderthalb Stunden gesellt, deren Inhalt lediglich die Profilierung einzelner Universitätsschwafler ist, die sonst keine Hobbies haben.

Werter Herr Röhlig, geh mal schön den Weg durch dein Studium, aber lass doch bitte gern die anderen Leuten mit deinen Belehrungen in Frieden. Universität als Ort der Toleranz, holladiho, und jedem das Seine. Vielleicht könntest Du, wenn Du schon soviel Zeit in der Uni und der Bibliothek verbringst, auch gleich mal die Gelder suchen, die angeblich in die Lehre fließen. Zur Belohnung würde ich Dir eine Bienenbrille schenken. Macht sich super, wenn man im Sommer aus der Uni kommt und einem die echte, wahrhaftige Sonne ins Gesicht scheint. Dann braucht man sich nicht mehr die Hand über die Stirn halten, sondern kann sie dazu benutzen, in Ruhe ein Buch auszupacken.

Liz hat es verfasst, und zwar am 4. Dezember 2007 um genau 16:11
Kategorie : Fragen | 18 Kommentare

 Was soll man sonst sagen?

http://www.mevme.com/lizblog

Ich schob die Kinokarte von “Du bist nicht allein” zwischen die Seiten eines Buches mit einer Geschichte über zwei Menschen und Krebs und hielt es für Kitsch, Abgedroschenheit oder einen dieser Begriffe, der einem in den Sinn kommt, wenn durch Zufall Phrasen aufeinandertreffen, die man in Filmen immer hört oder auf schlechten Zeitungen liest. Die man manchmal nicht mehr wahrnimmt, wenn sie dann doch mal so gemeint sind. Nur so und nicht anders. Ohne den ganzen, sich mit der Zeit gut eingelebten Konnotationskram, ohne die Häufigkeit, in der einem solche Dinge um die Ohren ballern, ohne dass sie einen selbst betreffen, ohne die Leichtigkeit, die auch das Wort “Freund” in der heutigen Zeit so liebgewonnen hat, dass einem ganz schlecht werden kann.

Wie sich sowas abnutzt, merkt man erst, wenn man es selbst mal sagt, weil es dafür keine anderen Worte gibt und eigentlich auch keine anderen Worte braucht. Wozu groß rumschwallen, wenn die Dinge einfach und simpel auf den Punkt gebracht werden können? Wenn einem dann nicht geglaubt wird, man es sich selber kaum glauben kann, weil es so platt gewalzt wurde von der Verwendung so vieler Idioten, will man eigentlich lieber gar nichts sagen. Und hoffen, dass man es auch nicht sagen muss. Dass es gewusst wird. Für den Notfall lasse ich die Kinokarte jedoch zwischen irgendwelchen Seiten. Ich muss mir ja nicht merken zwischen welchen. Gegenüber sitzt ein junger Mann, die Bahn hält am Bersarinplatz. Er hat es auch gesehen und lächelt.

Liz hat es verfasst, und zwar am 2. Oktober 2007 um genau 13:25
Kategorie : Fragen | 2 Kommentare

 Dreifache Satzzeichen und so

Werte Mitarbeiter von frazr.de,

schon schade, dass ihr angeblich eine Plattform für Blogs eröffnen wollt, aber dann eure studentischen Mitarbeiter losschickt, um in hochgradig unprofessionellen E-Mails Blogger zu fragen, wie man denn E-Mails an andere Blogger verfasst, damit die nicht gleich im Spam-Filter landen. Sehe ich so aus, als würde ich jemandem helfen, der erst einmal hinter jeden Satz zwei Ausrufezeichen setzt und in etwa folgendes schreibt:

“ich arbeite hier in berlin für Frazr Internet (frazr.de) und würde diversen Bloggern gerne ein Mail senden und erklären, dass wenn sie sich (kostenlos) registrieren und ihren Account nach dem Blog nennen in der Google Page Rank steigen!! Für sie eine ideale und unkomplzierte suchmaschinenoptimierung und für uns mehr user!! würde da gerne ein Mail damit herum senden, möcht aber natürlich nicht, dass das sofort als spam abgestempelt wird, denn es ist echt intressant für die blogger! kannst du mir vielleicht irgendwelche tips geben bzw. weiterhelfen??
wäre wirklich toll!!”


Keine Ahnung haben, Hauptsache dabei. Juchhei.
Und nein, diese Mail war kein maschinengenerierter Spam, da sitzt tatsächlich ein Menschlein dahinter, dass auf eine etwas polternde Antwort wirklich zurückschreibt: “würd dich das gar nciht reizen?? ich meine, dass es ja kostenlos ist und nur im schlechtesten fall mehr user für dich bringt?”.

Ja, mich würde das gar nicht reizen.

Liz hat es verfasst, und zwar am 3. August 2007 um genau 15:59
Kategorie : Fragen | 9 Kommentare

 

Haftnotiz
Nicht nur ein weißes T-Shirt anziehen, wenn man zum Abendessen rausgeht, alle Regenschirme verbummelt hat und Regen angekündigt ist. Dann auch kein Eis mit Schokosoße zum Abendbrot essen. Führt zu Verklebungen aller Art.

Designfrage
Wo gibt es halbwegs schöne Verlängerungskabel samt Steckdose? Ich bin es leid, diese tausend hässlichen Kästen mit abertausend verschiedenfarbigen Steckern und Kabel im Zimmer rumliegen zu haben. Gibt es da schon eine Lösung, die dazu auch noch bezahlbar ist und die das ganze Gewurschtel irgendwie versteckt?

Liz hat es verfasst, und zwar am 2. August 2007 um genau 20:28
Kategorie : Fragen | 5 Kommentare


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