Haftnotiz
Nicht nur ein weißes T-Shirt anziehen, wenn man zum Abendessen rausgeht, alle Regenschirme verbummelt hat und Regen angekündigt ist. Dann auch kein Eis mit Schokosoße zum Abendbrot essen. Führt zu Verklebungen aller Art.
Designfrage
Wo gibt es halbwegs schöne Verlängerungskabel samt Steckdose? Ich bin es leid, diese tausend hässlichen Kästen mit abertausend verschiedenfarbigen Steckern und Kabel im Zimmer rumliegen zu haben. Gibt es da schon eine Lösung, die dazu auch noch bezahlbar ist und die das ganze Gewurschtel irgendwie versteckt?
Liz hat es verfasst, und zwar am 2. August 2007 um genau 20:28
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Es grenzt nahezu an Perversion, sich abends nach diesem ganzen Krankenhausmist auch noch eine Ärzte-Serie anzuschauen. Mit masochistischem Beigeschmack (auch was den Trailer angeht) könnte man aber auch so tun, als hätte dies nun wirklich gar nichts mit der Realität zu tun, sei allein fiktional und das ganze Blut sowieso nur schmückendes Beiwerk. (Da geht es um die zwischenmenschlichen Beziehungen, Mann!) Womit sich die Schleife zur Realität aber wieder geschlossen hätte. Und man bleibt in der Materie. Gähn.
Überlege aber gerade, wie der Trailer zu meinem Leben aussehen würde. Jedenfalls würden in ihm keine Wimpernzangen und nackten Füße auf Krankenhausbetten vorkommen.
Was müsste in den Vorspann eines Lebens? Und welche Namen würden im Abspann erwähnt? Was wären die Cliffhanger und wer fliegt raus bzw. darf bis zur nächsten Staffel bleiben?
Liz hat es verfasst, und zwar am 27. Juli 2007 um genau 10:35
Kategorie : Fragen | 1 Kommentare

Wie kommt es, dass selbst Männer, die so alt sind wie meine Mutter, ihre Freundinnen immer noch “Mädchen” nennen? Meine Mutter ist nicht “alt”, jedoch ist ihr Alter eine Art magische Grenze für mich. Erreicht jemand mit seinem Alter das meiner Mama verrutschen für einen Moment die Perspektiven und ich komme nicht drum herum, wenn auch nur kurz, einmal zu denken: “Ach, der könnte ja mein Vater sein”.
Zurück ins Boot. Ich kenne ja doch ein paar Männer in diesem Alter, beruflich oder wir sind befreundet oder wir kennen uns hier und da oder ich lese ihre Blogs. Und wenn Männer verliebt sind, erzählen sie das entgegen jeglicher Vorurteile meistens doch sehr gerne. Nun sind die Frauen, in die sich diese Männer dann verlieben, oft ein paar Jahre älter als ich (oder eben nicht) und werden trotzdem immer noch mit dem Begriff “Mädchen” tituliert, wohingegen ich kaum eine meiner Freundinnen mal sagen höre: “Och, ich besuch nachher meinen Jungen“. Da heißt es “Mann”, komme, was wolle, auch wenn das Wesen sich absolut nicht wie einer verhält.
Dass ich den Begriff “Mädchen” für mich selbst und - haha - Frauen in meinem Alter hin und wieder gebrauche, kann ich irgendwie noch nachvollziehen. Aber wenn ein Mitdreißiger seine Mitdreißiger-Freundin Mädchen nennt, verstehe ich das nicht. Ist das die Sehnsucht nach der ewigen Jugend an der eigenen langsam schrumplig werdenden Seite? Warum sagen die wenigstens heutzutage: “Ich geh nachher noch zu meiner Frau“, wo es doch so schön klingt, wenn frau “Mann” sagt.
Da wollt ihr, dass unsereiner erwachsen wird und dann nennt ihr einen bis zum Verrecken “Mädchen”. Das kann doch nich gutgehen, Jungs. Werden wir so genannt, verhalten wir uns wie welche. Bums aus.
Liz hat es verfasst, und zwar am 2. Juli 2007 um genau 9:20
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Man könnte meinen, Urlaub machen sei ganz einfach mit ein bisschen Zeit und ein bisschen Geld. Könnte man meinen, meint man aber nicht. Bevor man Urlaub macht, muss man Urlaub nämlich planen und wenn man dann erst einmal den gutgemeinten Rat befolgt, eine dieser Bewertungsseiten von Urlaubszielen anzusehen, kann man damit nicht mehr aufhören. Jegliches in Frage kommende Ziel wird eingegeben und wurde mit Garantie schon von hundert Leuten besprochen, mal in gründlicher, mal in weniger gründlicher Ausführlichkeit. Auf jeden Fall hat immer irgendjemand Schimmelpilze oder riesige Baustellen direkt neben dem Strand photographiert und so sehr man sich auch denkt, dass da doch eigentlich nur Idioten was in so Datenbanken schreiben und sich die Arbeit machen, dass doch da bestimmt nur Leute ihren Senf ablassen, denen es dort nicht gefallen hat, so sehr nagen diese Bewertungsbögen dann doch an einem, wenn man kurz davor ist, auf den Buchungsbutton zu klicken.
Und bevor ich jetzt ins Bett gehe mit Falten auf der Stirn und Kopfschmerzen, möchte ich doch nichts unversucht lassen und folgende Suchmeldung hinhängen:
Einmal Sonne bitte, möglichst nah am Meer, möglichst günstig, all inklusive, nicht zu viele Rentner, nicht zu viele Kinder, ohne Anschläge und Baustellen, ohne Schimmelpilze und Poolbeschallung.
Vielleicht sollte ich einfach da bleiben und Ferien wie letztes Jahr einfach auf´s nächste Jahr verschieben.
Liz hat es verfasst, und zwar am 8. Mai 2007 um genau 23:04
Kategorie : Fragen | 10 Kommentare
“Trauen sich die Leute in Deutschland nicht zu bloggen, weil sie Angst haben, dass man ihnen das irgendwann um die Ohren haut?”
So und ähnlich klangen gestern abend einige Äußerungen, als es im Gespräch zwischen Jörn Morisse, David Pfeifer, Sebastian Sooth und Holm Friebe darum ging, warum sich in den deutschen Blogs im Vergleich zu Amerika so wenig politisches tut. Gut, der eine oder andere möchte jetzt vielleicht Zahlen hören oder Beweise vorgelegt bekommen, aber dem will ich gleich damit entgegen treten, dass es sich mit diesem Beitrag hier auch wieder nur um eine subjektive Beobachtung meinerseits, einen kurzen Gedankengang handelt, der mich dann aber doch länger beschäftigte, als ich angenommen hatte. Und vielleicht könnte ich alles durchforsten und mir ein anderes Bild machen, vielleicht bin ich in diesem Bereich nicht so wissensgeschwängert, dass ich dazu allgemeingültige Aussagen treffen kann, und genau deswegen geht es hier um eine 0815-Bewertung, einen Eindruck, um Alltagsnuancen. Gut. Worum geht´s nochmal?
Ach ja. Haben die Deutschen Angst davor, dass man sie auf ihre Meinung ansprechen könnte, falls sie diese bloggen? Haben sie Angst vor Konfrontation und womöglichen Gegenpositionen, die nicht in die “Eigentlich will ich doch von möglichst vielen Leuten gemocht werden”-Attitüde passen? Oder sucht man sich hier andere Medien und Artikulationsformen, um sich politisch zu äußern? Und wo fängt die politische Schreibe in Blogs überhaupt an? Bei Reflexionen über Einkäufe, Liebesleben, dem Liebesleben der Freunde oder öffentlichen Personen? Oder erst bei der aktiven Diskussion von gesellschaftlichen Missständen? Weil sich ja politische Meinungen in Blogs doch eher seltener finden als die Auflistungen von Lieblingsliedern, Sexualpartnern oder Lieblingsgetränken.
Will man hierzulande vielleicht gar nicht seine Gedanken zu gesellschaftlichen Umständen im Internet stehen haben oder ist es lediglich zu mühsam, politische Meinung so zu verpacken, dass nicht nach zwei Sätzen weggeklickt wird? Will man sich einfach nicht mehr rechtfertigen müssen und schreibt deswegen Dinge, die keine tiefgreifende, womöglich theoretisch und komplex angehauchte Hintergrunddiskussion per Kommentar nach sich ziehen? Interessiert mich das eigentlich gar nicht so, weil es mich nicht konkret berührt jeden Tag, sondern die Dinge, die äußerungswürdig und wichtig sind für mich, nun einmal doch andere Dinge sind?
“Würde ihnen das überhaupt jemand um die Ohren hauen?” und würde das jemand lesen?
Liz hat es verfasst, und zwar am 26. April 2007 um genau 13:37
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… Kettenmails habe ich noch nie weitergeschickt, eigentlich müsste ich längst dreimal vom Auto überfahren, mit Pech überschüttet worden und siebeneinhalb mal von herabfliegenden Flugzeugtoiletten erschlagen worden sein. Da dies bisher aber noch nicht passiert ist, der nicht ausgesprochene aber doch gefühlte Neuanfang seine besten Klamotten angezogen hat und nun fein herausgeputzt durch die Gegend strahlt, fang ich doch mal ein Stöckchen. Ungezwungene Freiwilligkeit ist ja doch die Mutter der Quatschmachkiste. Sie sehen, ich habe eindeutig zuviel Lackdampf und Staub eingeatmet in den letzten Tagen. Wird aber alles wieder. Versprochen. Die Sonne tut ihr übriges.
Von Herrn Glatzopatzo erhielt ich also diesen Zuwurf und schmeiße damit samt Anlauf weiter an Lu und Katinka. Ach ja, es geht um Flüssignahrung. Komisches Thema, aber muss ja auch mal sein.
Morgens?
Irgendwann zwischen zwei und drei Uhr gelegentlich ein Schlückchen Wasserflascheninhalt von neben dem Bett. Variiert jedoch stark. Ansonsten dringend Kaffee zum Frühstück. Bei mehr Zeit gerne auch Orange-Mango aus der knubbeligen Plastikflasche.
Mittags?
Nichts besonderes. Was so über den Weg läuft. Ich trinke eh zu wenig, sagt mein Gewissen.
Abends?
Herrjee. Hat man so Einzelgetränke für die Tageszeiten? Ich nicht. Gerne Tee, Wasser, Saft, Kaffee nicht. Ich sehe gerade, die Nachtgetränke folgen noch.
Sport?
Eindeutig Wasser oder Apfelschorle. Isostar geht mal gar nicht.
Bester Longdrink?
Ich bin da nich so kategorisch. Und auch nicht sonderlich geübt. Vorschlägen gegenüber aber absolut aufgeschlossen.
Bestes Bier?
Augustiner! Mädchenbier, spitzen Etikett und mittlerweile auch immer öfter in Berlin gesehen. Die Bayern können was. Hin und wieder. Zur Abwechslung dann auch Tegernseer oder Tannenzäpfle.
Bester Wodka?
Siehe Longdrink. Meine Geschmacksnerven sind da nicht so wählerisch bzw. ich kann mit geschlossenen Augen ja nicht einmal fettarme von normaler Milch unterscheiden.
Cocktailtime!
Ich wiederhole mich. Aber bei dem Wort muss ich immer an Gareth Kenan aus The Office denken.
Bestes Wässerchen?
Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht meinen Lokalpatriotenhut auf dem Kopf hätte.
Essen gehen?
Immer wieder gern. Morgen?
Sterbebett?
Rund! (Was hat diese Frage hier zu suchen?)
Rot oder Weiß?
Abhängig von Tagesform und nachfolgendem Aktivitätenplan.
So. Das zum Thema Getränke für heute. Ich hab Durst.
Liz hat es verfasst, und zwar am 4. April 2007 um genau 10:31
Kategorie : Fragen | 0 Kommentare

Gibt es eine hinreichende Erklärung dafür, warum Bauarbeiter um viertel nach sieben am Montagmorgen beginnen, den Putz des Nachbarhauses mit Bohrmaschinen oder sonstigem Gerät abzuklöppeln? Warum von viertel nach sieben bis meistens genau zu der Uhrzeit, zu der man dann wirklich aufstehen muss? Warum sitzen sie dann lustig grinsend und völlig unbeschäftigt auf dem Bürgersteig herum? Warum machen sie erst dann die stillen Arbeiten?
Gerne wird ja auch samstags um zehn nach sieben angefangen. Is man schneller fertig, was?!
Die Frage dabei ist ja außerdem, was macht man dann, wenn das eigene Zimmer vibriert, die Nachbarin dazu noch ihre Bummsmusik auspackt, weil sie von den Bohrern wohl auch was mitbekommen hat, außer schlecht gelaunt aufzustehen, immer wieder mit bösen Blicken den Balkon zu taxieren, auf den man sich ja eigentlich stellen und rumbrüllen könnte, das dann aber doch wieder zu lassen, in die Küche zu schlurfen, Kaffee zu machen, die Zeitung zu holen und dann mit dem Blick in den Hof den Tag herbei zu beten, an dem dieser bescheuerte Putz endgültig Geschichte ist.
Zusatzfrage: Sind diese Planen an den Gerüsten dazu da, dass die Bauarbeiter nicht nass werden, falls es mal regnet, oder damit keine Steine auf die Autos bzw. Fußgänger fallen?
Liz hat es verfasst, und zwar am 26. Februar 2007 um genau 11:31
Kategorie : Berlin, Fragen | 3 Kommentare
Bald wird es noch leichter, unverbindlich zu sein. Wenn die Welt über solche Telefone kommuniziert, wie das Unternehmen Apfel es im Juni auf den amerikanischen Markt schmeißen will. Internet überall, Breitbandschießmichtot und immer die Möglichkeit, in der letzten Sekunde abzusagen. Man macht dann keine Verabredungen mehr aus, wozu sich noch festlegen, wenn man doch jeweils fünf Minuten vorher entscheiden kann, ob man nun Lust drauf hat oder nicht und die Alternativen dazu in der Hosentasche parat liegen? Warum dann noch im Voraus planen, wenn sich die Zukunft so dermaßen auflöst, dass sich ihre Weite nicht absehen und das Jetzt komplett verzerren lässt, dass man nicht mehr weiß, wo man eben noch war und sich der nächste Schritt in zig Richtungen setzen lassen könnte. Die eigene Entscheidung bekommt Sekundenstärke und büßt Durchhaltevermögen ein. Wer Angst hat, kann ja mal eben noch umbuchen. Wem der Bock fehlt, der dreht sich einfach um.
Den jetzigen Handys sei das Obsttelefon um mehrere Jahre voraus, sagt man mir. „Weiß ich doch“, denke ich, „aber will ich das?“ Die Person am anderen Ende meint, dass man ja auch einfach mal zuhause klingeln könnte, wenn man in der Gegend sei, das sei doch auch prima. Für den Besuchten eine spontane Freude, für den Besuch sehr bequem. Genau, bequem. So haben wir´s doch gern. Wozu sich noch anmelden oder ankündigen, wozu noch Pläne schmieden und Kalender basteln? Optimierungswahn nennen es die einen, Egoismus die anderen. Weil dazu ein bisschen Zuverlässigkeit gehört, sich hinzusetzen und zu gucken, was wie passt und ob das dem anderen auch genehm ist. Und Kompromissfähigkeit. Und die könnte sich mal eben reichlich einfach verabschieden bei soviel Non-Stop-Verfügbarkeit und Spontanangebot. Das Telefon wird sich rasanter verkaufen als das weiße Musikabspielgerät zu seiner Hochzeit, prognostiziert Herr Jordan. Was wohl aber auch nicht an den Fähigkeiten sondern einzig und allein an der Marke liegen kann. Trotzdem wird mir schon jetzt ganz schwindelig.
Als ich klein war, hatten wir eine Rolle mit weißem Papier an der Wohnungstür hängen. An einer Strippe daneben baumelte ein Bleistift und jeder, der spontan vorbeikam ohne uns anzutreffen, konnte eine Nachricht hinterlassen. Telefonate waren Luxus und wurden eh abgehört. Aber wir hatten fast jeden Tag etwas zu lesen beim Heimkommen. Ost-E-Mail. Auch ohne Tasten. Wie das neue Telefon mit dem Apfel drauf. Da hat schon jemand reingebissen. Sauer?
Liz hat es verfasst, und zwar am 9. Januar 2007 um genau 23:55
Kategorie : Fragen | 6 Kommentare
Eine Frage:
Warum sind eigentlich so wenig Frauen in den Blogcharts vertreten?
Eine Antwort:
Liz hat es verfasst, und zwar am 20. Oktober 2006 um genau 20:07
Kategorie : Fragen | 19 Kommentare
Schmetterlingsreisen hatte geladen. Das letzte Wiesn-Wochenende inklusive Karohemd und Bierkrughut. Für alle ledigen und verheirateten Männer zum Sondertarif. Im Preis ebenso inbegriffen: Logopädische Übungen (”Launige Lümmel lallen lustiger“) und motorische Anweisungen (”Hand an den Krug, Bein auf die Bank, Bauch auf den Tisch“). Die, die nicht per Reisebus anreisten, hatten ihre Gewinne vom letzten Jahr an den Rückspiegeln baumeln. Kleines, orangefarbenes Gewürm taumelte vor gierigen Sabbermündern, neben denen entweder genervt dreinschauende Mitvierzigerweibchen saßen oder kreischendes Dirndlchen aufgeregt flatterte.
(Fazit: Autobahn überlebt)
Meine drei Bodyguards schlugen mit ihren bierkruggroßen Fäusten eine Schneise in die Menschenmasse, damit ich mich ungehindert fortbewegen konnte. Als Motivation hatte ich zehntausend Hostessen in extra knappem Kleidchen bestellt, Kotztüten und Bierkanülen hielten diese versteckt, aber jederzeit startbereit. Auch testeten die Herren das Fahrgerät auf Nebenwirkungen sowie jegliches Getränk auf Genießbarkeit. Kollektiv blinzelten wir in die grellen Lichter, verklebten uns die Gaumen mit allerlei Mandelklebkandierungsgedöns und spülten ordentlich nach. Gehen Sie auch mal, achten Sie nicht auf die Männer, die nicht einmal zu Kindern sondern zu Tieren werden. Achten Sie nicht auf die dämlichen Kopfbedeckungen in allen Größen, auf die verrutschten Strümpfe und die entgleisten Gesichtszüge. Ignorieren Sie die schlauen Sprüche von allen Seiten und drehen Sie an den Amplituden des Gesangs mit Hilfe ihres Verstandes. Lassen Sie sich nicht beeindrucken von den Heldentaten aka Hammerhauen und Free Fall. Und kaufen Sie eine Fliegenklatsche, Sie werden sie brauchen.
(Fazit: Wiesn überlebt)
Es hatte sich zurückgegelt, was nur zurückzugelen ging. Den Kragen hoch (das muss da unten so, habe ich gelernt), die Schuhe geschrubbt und eins zwei drei tüff tüff den Selbstbräuner aufgesprüht. Hier tummelte sich, was weiß, wie Körpertuning geht. Die Männer nicht unter zwanzig, die Mädchen nicht drüber, dafür aber alles Models aka OC California. Und wir haben wieder was gelernt:
Regel Nr 1) Sehen Sie keinem Mann länger als zwei Sekunden in die Augen. Sonst ist dies eine Einladung zu Körperkontakt.
Nr 2) Sehen Sie auch keinem Mann nur einen Tick länger als zwei Sekunden auch nur irgendwoanders hin. Außer Sie wollen Körperkontakt.
Nr 3) Bewegen Sie sich nicht. Es sei denn, Sie wollen sofortigen Körperkontakt.
Nr 4) Stehen Sie nicht am Gang. Dies gilt als Einladung zu Körperkontakt.
Nr 5) Setzen Sie sich nicht. Dies gilt als Einladung zu Körperkontakt.
Nr 6) Tritt Ihnen jemand auf den Fuß, ignorieren Sie ihn. Sonst ist dies eine Einladung zu Körperkontakt.
Nr 7) Gehen Sie niemals mit Single-Männern dahin. Denn diese werden dort einziehen wollen.
Nr 8) Eigentlich ist es egal, welche Haarfarbe Sie als Frau haben. Trotzdem sind irgendwie alle blond und langhaarig. So sollten Sie also auch herumlaufen, wenn Sie nicht auffallen wollen.
Nr 9) Tragen Sie Ihre Chucks wie High Heels von Manolo Blahnik. Das Publikum wird es Ihnen glauben. Denn es hat noch nie Chucks gesehen.
Nr 10) Im Club telefonieren ist total hip.
Nr 11) Atmen Sie auf. Sie werden nie dazu gehören. Deswegen können Sie sich dort auch so köstlich amüsieren. Für unsereiner wird es im Gegensatz zu den Stammgästen nie langweilig sein, an der Bar zu stehen und einfach nur zu gucken. Sehen Sie das als Privileg.
Nr 12) Schämen Sie sich zur Wiesnzeit nicht, wenn Ihnen jemand einen Heliumballon in Form weiblicher Körperteile oder Alkoholika schenkt. Es ist nur nett gemeint. Form und Farbe spielt keine Rolle mehr nach 10 Uhr morgens.
(Fazit: P1 überlebt)
Ich mache sowas ja sonst nicht. Aber Abenteuer sind gut für den Lebenslauf und das Selbstwertgefühl. Wieder was geschafft, gell? Wieder überlebt, nich? Nach soviel Anstrengung bezüglich Abgrenzung und Überlebenstraining sind die Muckis im Kopp wieder gestählt und wir können uns beruhigt in das Berlin zurückziehen, in dem einen zum Glück jeder in Ruhe lässt.
Davor aber nochmal alle zusammen: “I´m a survivor, I´m not gonna give up, I´m not gonna stop, I´m gonna work harder…“
(Das hab ich übrigens auch im P1 gelernt…)
Liz hat es verfasst, und zwar am 3. Oktober 2006 um genau 2:34
Kategorie : Fragen | 17 Kommentare