Die Sache ist ja die, dass es so viele Sachen sind.

Thema: Fragen

What do we do when nobody’s watching? #3


We hide underwater.


We buy cake and try to suck it through heart shaped straws.


We dance procumbently.


We try to imitate our younger days heroes’ voices.


We teach our pets some bearish manners.


We survive every crash cause we are the storm ourselves.

Was es herauszufinden gilt.

Hast du dir gemerkt, was passiert ist zwischen den Jahren? Hast du in dieser Sekunde zwischen den Sekunden irgendetwas gedacht? Irgendetwas verpasst? Irgendetwas bereut? Einen Schritt gemacht? Wirst du die Dinge, die du dir vornimmst, oben auf den Stapel legen, um dich in der Nacht zu erschrecken, wenn er umfällt? Weißt du noch? Winkst du morgen? Winkst du innen drin? Hast du überhaupt je einmal gewunken? Also mit den Wimpern, meine ich? Wer steht am Balkon, wenn ich nicht mehr da bin? Und bist du Herr deiner Sturzbäche? Gehst du zu früh und kommst du zu spät? Klirren die Finger in deinen Taschen? Wer hat letzte Nacht neben dir gelacht? Wirst du dich komisch fühlen am Ende dieser Reise? Und machst du Kreuze auf dem Plan an den Stationen, an denen du schon einmal jemanden geküsst hast? Streichst du dir mit den Füßen über den Spann des jeweils anderen, obwohl es nicht kalt ist? Was passiert, wenn du die Augen zumachst? Gibt’s dich noch morgen? Wieviel ist schon da? Gab es dich gestern? Und wo bist du jetzt? Wirst du dich in einem halben Jahr noch erinnern, welcher Joghurt der richtige war? Wie stehst du zu Haltbarkeitsdaten? Eine Schüssel voll Cornflakes oder tausend Saturnringe? Schaffst du das allein? Wie weit muss ich springen? Wie weit reichst du nach innen? Wer ruft dich zum Aufwachen an? Und fragst du im Taxi den Fahrer, ob er die Musik ausmachen kann? Wann gehst du zu Fuß? Lachst du über lustige Namen im Abspann? Tut dir etwas weh? Wer hat dir Autofahren beigebracht? Was ist dein Highscore? Was war am Tag deiner Geburt am anderen Ende der Stadt? Und wen nimmst du mit?

Attended parking lot.

I know that you don’t have much space left in your heart but - may I park my bobby car right next to your myocardium?

What do you do when nobody’s watching? #2


> I exercise myself in doing the vulcan salute with both hands.


> I argue with my roomie.


> I remember Van Gogh.


> I do countdowns with my hands and feet.


> I catch stars and eat them alive.


> I blame it all on Mr. Soprano and Mr. Cosby.


> I phone home.

(And I still wonder what you do when nobody’s watching.)

What do you do when nobody’s watching?


> Hum songs that do not heighten my artsy fartsy indie coolness score.
> Imagine what I would look like if I were a racoon, penguin or lemur.


> Dabble in telekinesis.
> Hunt gummi bears.


> Check if the shoe fairy came by.
> Sleep.

(And sometimes wonder what Katinka, Sue, Malte, Herm & Nilz do when nobody’s watching…)

And where in the world are you now?

Ein Meer aus Regenschirmen und irgendwie das konfuse Gefühl, dass da jemand beim Aufstellen der Leinwände nicht so richtig nachgedacht hat, immer wieder Ellbogen und erstaunlich wenig sich in ihren Regenmänteln umarmende oder gar lächelnde Menschen. Mehr Stirnfalten, Dialekte und sprachliche Vielfalt, eher schimpfend als feiernd, ab und an Sektkorken in einer Pfütze. Das Schieben und Recken und Strecken, Absperrungen und kein Tanz, auch nicht in den kleinen Seen. Es hätte auch ein Weihnachtsmarkt sein können, ein Jahrmarkt, eine gewöhnliche Event-Sause. Manchmal blinkte hier und da ein bemalter Dominomauerstein auf, das ZDF hat extra Jacken bedrucken lassen (”Mauerfall 2009″) und der Rest wollte gucken, nur gucken, aber irgendwie hat sich niemand angeguckt sondern alle immer nur nach vorn oder irgendwohin, wo vorn sein sollte, aber eben nichts gesehen. Wenn man sich im Getümmel dann mal andersrum dreht und den Leuten in die bekapuzten Gesichter schaut - das ist dann der Hauch von Gänsehaut, eine Ahnung vom Gefühl, das ich damals verschlafen hab.

Wie sie da so rumstanden, aneinander relativ uninteressiert und wahrscheinlich auch froh, wenn der eine oder andere nicht da gewesen wäre, um besser sehen zu können, also die Lichter und den Staatsbesuch, der da immer so allein an seinem Rednerpult stand und außen rum soviel Platz, wo sonst nirgendwo entspannt Platz war. Und das Wahrzeichen durfte man auch nur von Weitem angucken, das haben Wahrzeichen so an sich. Lieber nicht anfassen, sonst platzt es vermutlich oder fällt in sich zusammen.

Warum das eigentlich kein Feiertag sei, hat H. gefragt. Und ich hab an die Reichspogromnacht gedacht und war etwas erleichtert, dass der Regierende Bürgermeister das in seiner Rede nicht unter den Tisch fallen ließ. Und wenn man nicht aufpasste, wurde man ganz schnell neben die Rodelbahn geschoben und vor den Lautsprecher mit den Apres-Ski-Hits. Darüber zwei Ladies in Abendgarderobe für H&M, ein bisschen Glitzer Glitzer. Dahinter eine Meute und Regenschirme und kaum Gesichter und irgendwie ein befremdliches Gefühl mit der Frage, was so ein Fest haben sollte. Was es braucht und was nicht.

Und in der Nacht dann die Dokumentationen im Fernsehen, der Abgleich von Früher mit Heute, die Distanz, das Gefühl von knapp daneben und die gleichzeitige Erleichterung, dass man bei der Wende erst fünf Jahre alt war. Aber die hier und da beklemmende Ahnung, dass da noch etwas schlummert, dass man auch mit der Lasershow den Nagel nicht auf den Kopf getroffen hat, bleibt bis zum Morgen. Alle fragen, wo man damals war. Und ich frag mich, wo ihr jetzt alle seid. Angekommen, weitergelaufen, stehengeblieben.

Vor den Leinwänden legten so viele den Kopf in den Nacken. Und ich war mir sicher: “Schleudertrauma. Ganz klar.”

(Und ob sich die Herkunft am Regenschirmmuster erkennen lässt.)

What I’m gonna miss #3

So sehr mir Friedrichshain mit seiner kaltschlabberigen Schnauze manchmal auf die Nerven geht. So sehr mich die kultivierte Abgefucktheit manchmal ankotzt. So sehr liebe ich auch das demonstrative Grün, das hier von allen Fensterbänken tropft. Sich an grüne Wände zu lehnen macht einen Unterschied. Und das ganze Land bräuchte hier und da ein bisschen mehr Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost.

- Photos (c) Nicolas Arnold -

Das war die Sonntagsansprache. Weitermachen. Mit ein bisschen Rabatz, bitte. Damit die nächsten vier Jahre uns nicht die Laune versauen. Zusammen für eine randalöse Zukunft: Augen auf und durch.

And breathe into telephones is not everyone’s idea of love…

(Wer das geschrieben hat, fragte sich auch Katinka heute.)

“Wie kommen eigentlich die Löcher in den Käse?”

…fragte das Kind auf der Schallplatte damals in betont quäkiger, absolut nervtötender Stimmlage. Ich frage lautlos und in das weite Internetz hinein: “Was hat der Osterhase eigentlich mit Ostern zu tun und wieso schleppt er Eier durch die Vorgärten dieser Welt?” (Und jetzt kommt mir nicht mit dem Wikipedia-Link, den kenn ich schon.)

Aber was auch immer er damit zu tun hat, ich wünsche einen fulminanten Sonntag und einen noch fulminanteren Montag, denn freie Montage sind eine feine Sache. Mit oder ohne Hasen.

Wanderlust

Bobby & Blumm als großartigster Wintersoundtrack in letztem und diesem Jahr. Und als Fernwehakkumulator.