Wasserwürste

Es gibt Dinge, zu denen man nix sagen kann. Nur den Kopf schütteln. Nur traurig sein, dass gerade keine Leute drin sitzen, die das Ding wirklich benutzen. Die man dann anschauen und sich merken könnte. Für später. Man begegnet sich ja immer zweimal und so.

Liz hat es verfasst, und zwar am 31. Juli 2008 um genau 19:32
Kategorie : Fundstücke | 3 Kommentare

 Ich bin verliebt.

Wir haben uns angesehen und nichts gesagt. Er stand dort und ich konnte nicht weitergehen. Der Zufall will, dass wir im selben Haus die Nachmittage verbringen. Und nun treffen wir uns jede volle Stunde draußen im Flur, wir können gar nichts sagen, so gut finden wir uns. Natürlich ist er vergeben, das passiert mir ja nicht das erste Mal. Aber gucken wird man wohl dürfen.

Liz hat es verfasst, und zwar am 10. Juli 2008 um genau 20:55
Kategorie : Fundstücke | 8 Kommentare

 Bayerisches Tongefüge

Ich bin wohl nicht die Einzige, die wissen möchte, wer eigentlich genau diesen neuen CSU-Wahlkampfsong singt. Die Leitungen der CSU-Pressestelle sind schon den halben Morgen belegt. Ich wüsste ich doch gern, wie Barbie & Ken aussehen, die diesen unsäglichen Text singen, dessen Melodie in manchen Kreisen doch Hitpotential entwickeln könnte. Und mehr noch: wieviel sie dafür bekommen haben.

Das ist bei uns so Brauch und darauf bilden wir uns was ein“. Dann geht mal ans Telefon.

Liz hat es verfasst, und zwar am 7. Juli 2008 um genau 11:04
Kategorie : Fundstücke | 3 Kommentare

 Virenmaler

D. meint, so sieht mein Sommergrippevirus aus. Und steckt ihn mir prompt (aber mit liebevoller Rückseite) in den Briefkasten. Jetzt sitzt er hier und macht sich breit und nimmt jede Stunde neue Formen an. Für weitere Bebilderungen dieses idiotischen Dingsbums benutzen sie bitte meine Mailbox oder meinen Briefkasten. Für das schönste Bild gibt es einen Hustenbonbon und eine Schale Obstsalat gratis. Hatschi.

Liz hat es verfasst, und zwar am 4. Juli 2008 um genau 17:23
Kategorie : Fundstücke | 2 Kommentare

 3 Dosen Kopfschütteln

Man soll ja nicht einschlafen, wenn man auf der Frankfurter im Stau steht. Deswegen hat die Stadt hübsch ein paar saisonale Rätsel hingestellt. Wer mir sagt, was das ist, wird Held des Tages. Gilt aber nur, wenn gleich eine Bedienungsanleitung dazu geliefert wird.

New Yorker verkauft übrigens gerade Deutschlandröcke im Sonderangebot und bei Lidl gibt es Fußballeier.

Liz hat es verfasst, und zwar am 11. Juni 2008 um genau 23:03
Kategorie : Berlin, Fundstücke | 3 Kommentare

 Auf Fluren

Liz hat es verfasst, und zwar am 8. Juni 2008 um genau 13:53
Kategorie : Fragen, Fundstücke | 2 Kommentare

 Ich muss es wissen, ich war da.

Wenn man nicht aufpasst, sondern sich auf Vermittlungsportale von Ferienwohnungen verlässt, obwohl man eigentlich einfach nur Zelthitze und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten eines Festivals vermeiden will, kann es passieren, dass man durch Zufall an einem Ort landet, den man nicht mehr vergisst. Man steht dann mit einem Kaltgetränk im Staub, im Hintergrund dröhnt es, die Sonne brennt, die Nase rotzt, aber eigentlich hat man nur das Bedürfnis den Menschen drumherum, von dem Ort zu erzählen, von dem man gerade kommt und den man sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen konnte: dem Märcheneum von Neustrelitz.

Was im Internet und vor allen Dingen im Nachhinein irgendwie niedlich, ein bisschen albern und nach einem Haus Spleen aussieht, ist eigentlich ein seltsam riechendes, staubiges, eigenes Universum, das einen das Gruseln lehrt, wenn man nachts und dazu noch betrunken von einem Festival kommt, sich durch Seidenbettwäsche mit riesigen goldenen Herzen, Schweinebrettchen, elefantöse Klobürstenhalter und Stapel von Märchenbüchern wühlen muss, um das Bett zu finden, in dem man versinkt, wenn man sich nicht an den Kunst- und/oder Echthaarzöpfen festhält oder in die Spindeln greift, die wirklich über den Betten und Sofas hängen. Wer keine Blümchen oder rotschwarze Seide mag, bekommt Tiger in Frottee.

Taumelt man dann nachts noch in Richtung Bad, was eigentlich mehr eine durch eine lose Schiebetür getrennte Nische des Flurs ist, aber eine Whirldusche besitzt, muss man aufpassen, nicht in die in quasi jeder Ecke der Zimmer und in jedem Schrank befindlichen Kostüme zu stolpern. Es gibt Haarreifen mit diversen Tierohrensorten, es gibt Brautkleider und Hexenhüte, man möchte sie gar nicht anfassen, so unheimlich wirkt dieser wild zusammen geworfene (istdaseigentlichnoch) Kitsch. Und wenn man dann noch beginnt, in einem der vielen Märchenbücher zu lesen, in deren Geschichten dumme Jungen den Rindviechern die Augen ausstechen und auf das Gretchen werfen, weil sie das mit dem “schöne Blicke zuwerfen” nicht ganz verstanden haben, hört der Spaß auf und wird zu einem von Gänsehaut begleiteten Schauer, der einem permanent auf dem verschwitzten Rücken klebt, solange man sich in dieser Unterkunft befindet.

Wir waren einfach nicht vorbereitet auf an die Wand gepinnte Schokoladenverpackungen und Werbeseiten aus Zeitschriften, deren Gemeinsamkeit wir erst nach kollektivem Starren ausmachen konnten, wir hatten doch keine Ahnung von dieser Spieluhr mit bunten Tieren, die sich zwischendurch einfach mal von selbst an- und wieder ausschaltet. Wir haben es halbwegs unbeschadet überstanden, das ist nicht einmal frei erfunden. Denn weil wir nicht gestorben sind, leben wir noch heute.

Liz hat es verfasst, und zwar am 1. Juni 2008 um genau 23:05
Kategorie : Fundstücke | 0 Kommentare

 Weihnachtscontent: All you need is time.



Und natürlich den kleinen Zeitungsschnipsel, den meine Uroma damals ausgeschnitten hat und der ordentlich in Klarsichtfolie verpackt hinten im Backbuch liegt. Ich werde ihn im neuen Jahr rahmen lassen, weil er an den Kanten schon ausfranst, weil man ihn gar nicht anfassen möchte aus Angst, er könne jeden Moment zerfallen oder sich unter dem Gewicht des drauf fallenden Mehls auflösen. Die Speisestärke hieß damals noch Weizenin. Und das Gebäck nur “Braune Kugeln”, das wir Enkel und Urenkel jedoch “Schokoli” tauften, während wir die weichen Krümel mit der Zunge an unsere Gaumen drückten und das Weich förmlich darauf zerging. Passt besser. Und auf dem Bild fehlt der Puderzucker.

Liz hat es verfasst, und zwar am 16. Dezember 2007 um genau 12:47
Kategorie : Fundstücke | 5 Kommentare

 

Die Häufigkeit, mit denen mich dieses Gefühl beschleicht, das F.L. hier so wunderbar beschreibt, lässt mich zuweilen stutzen, sodass ich mit der Stutzerei aus dem beschriebenen Zustand eigentlich nur noch rumstehe und mich wundere.

Liz hat es verfasst, und zwar am 11. Dezember 2007 um genau 12:02
Kategorie : Fundstücke | 0 Kommentare

 Der Neue

Ein kantiges Gesicht hat er, so wie ich es mag. Aalglatt ist was anderes. Er weiß sich zu benehmen, liegt mir zwar zu, aber nicht unter den Füßen. Er strahlt mich an, aber blendet nicht. Er schreit nicht, aber macht klar, was er will. Er muckt nicht, aber hat seine eigene Ordnung. Er ist organisiert, aber nicht unterwürfig. Und Wege eröffnet er mir, die mit dem alten nicht einmal phantasiert worden wären. Was da alles möglich ist, wage ich kaum zu probieren. Dunkler Typ, schneidige Figur, eigensinnig und mit Elan bei der Sache. Wir lernen uns kennen, wir finden uns gut, wir verstehen uns.

Er soll bleiben, er soll sehen, wie es sich mit mir so lebt, er soll mitkommen und mit mir reisen, er soll hören, was ich ihm zu sagen habe und sehen, was ich schreiben muss. Staub und Getränke mag er nicht, damit muss ich leben, Krümel findet er abscheulich und manchmal braucht er ein bisschen Zeit für sich zum Auftanken. Aber ich war mit dem Alten so kompromisserprobt, dass das hier Ferien sind. Die Erinnerungen modifizieren wir noch, ein bisschen was von früher nehmen wir mit, das macht man ja so. Aber ansonsten sind wir frisch verliebt, absolut euphorisch und intensivst bei der Sache, ein ziemlich gutes Team zu werden. Und dieses zuverlässige Charaktergesicht interessiert es überhaupt nicht, wieviele Wirsehenallegleichaus-Stylos um ihn herum turteln. Und mich auch nicht.

Denn: Er hat auch wieder eine N-Taste.

Liz hat es verfasst, und zwar am 16. Oktober 2007 um genau 10:27
Kategorie : Fundstücke | 9 Kommentare


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