Trip down memory lane.

Da, wo heute das St. Oberholz heute ist, war früher ein Burger King. Ich bin dort in der Nähe aufgewachsen und musste die U8 nehmen, um zu meiner Schule zu kommen. Jeden Morgen. Nach der Schule sind wir manchmal gemeinsam ausgestiegen, wir Mädchen, und zu Burger King gegangen. Wir haben uns dort an Plastiktische gesetzt, wo jetzt Sofakissen herumliegen, dort auf der Ecke, wo man direkt auf den Platz schaut, dort saßen wir und manchmal rollten ein paar Bälle aus dem Bällebad zu uns herüber. Es gab damals oft dieses Angebot, dass man zwei Burger für den Preis von einem bekommt, wir fanden das gut und haben dort meistens viel länger gesessen, als die Burger reichten. Ich beschwere mich nicht über den Wandel, der dort am Rosenthaler Platz geschieht, sondern sehe zu, und ich mag es, was Rafael Horzon dazu sagt: “Und dass alles so bleibt wie es ist, kann niemand im Ernst wollen, denn dann wären wir ja logischerweise immer noch in der Steinzeit. Man muss aufhören, den alten Zeiten hinterherzutrauern.“.
Die Dinge verändern sich immer, du kannst dir die Beine nicht in den Bauch stehen in der Hoffnung, dass alles so bleibt, wie es ist, denn dann wirst du sehen, dass deine Beine schon einen Bauch weiter sind, so ist das, die Dinge wachsen, gehen, chamäleonisieren sich, tragen Make-Up und wischen es wieder ab. Denn auch die Dinge bekommen Falten, lassen sich aufspritzen und verlieren an Substanz, manches festigt sich. So wie die Erinnerungen, die niemand wegbaggern kann, die nichts zu tun haben mit Restaurierung und Fake-Stuck und neu gekauften Dielen, gelifteten Fassaden. Ich bin dort zur Schule gefahren jeden Morgen und ich werde dort immer zur Schule gefahren sein, komme die Veränderung, wie sie will.
Ansgar vom St.Oberholz hat mir einige Fragen gestellt und ich habe sie beantwortet.































