Das kleine, aber feine Festival mit dem komischen Namen “Mamallapuram” und einer wohltätigen Idee muss Mails und Homepagenews zufolge von Storkow nach Friedland umziehen. Die Macher sagen, es habe Kommunikationsschwierigkeiten gegeben, aus der örtlichen Tageszeitung hätten sie erfahren, dass ein Sicherheitsgutachten nicht genügt habe und die Stadt deswegen nun komplett blockiert. Nach anfänglichen Zweifeln und dem Gedanken, BARRA HEAD, THE LOVEKEVINS, BODI BILL, PAUL DIMMER BAND, LEANDER, DELBO, PEER, THE AIM OF DESIGN IS TO DEFINE SPACE, THIMO SANDER, KYTE, MIKROFISCH, LICHTER, MIO MYO, SO SO MODERN, NORMAN PALM und THE DANCE INC. komplett abzusagen, hat sich jetzt eine neue Möglichkeit aufgetan. Das kleine Städtchen Friedland stellt für das Wochenende vom 8./9. August seine Burg zur Verfügung. Ich find das ja sehr nett.
Liz hat es verfasst, und zwar am 10. Juli 2008 um genau 7:41
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“[…] This person suddenly feels the need to check her post office box. It is an old habit, and even if everything is going to be terrific from now on, this person still wants mail. This person says she´ll be right back and everyone this person has ever known says, Fine, take your time. This person gets in her car and drives to the post office and opens the box and there is nothing. Even though it is a Tuesday, which is famously a good day for mail. This person is so disappointed, this person gets back in the car and, having forgotten about the picnic, drives home and checks the voice mail and there are no messages, just the old one about “passing the test” and “life being better”. There are no e-mails, either, probably because everyone is at the picnic. This person realizes that staying home means blowing off everyone this person has ever known. But the desire to stay in is very strong. This person wants to run a bath and then read in bed. […]”
(Aus “No one belongs here more than you” von Miranda July, Scribener 2007)
Liz hat es verfasst, und zwar am 30. Juni 2008 um genau 22:53
Kategorie : Lektüre | 3 Kommentare
…wenn die Sonne rauskommt, sobald man am Meer steht. Und der Bachmannpreis an die Richtigen geht.
Liz hat es verfasst, und zwar am 29. Juni 2008 um genau 14:50
Kategorie : Lektüre | 1 Kommentare
Wir sollten alle viel öfter Wolke hören. Viel mehr rote Sprudellimonade trinken. Viel öfter Blumen gießen. Dem Rätsel der Staubflusen auf den Grund gehen. Rausfahren. Wir sollten viel mehr Eis mit den Fingern essen, bevor es runterfällt. Ehrlich sein. Wir sollten alle wirklich viel öfter aufstampfen. Die Zunge rausstrecken und küssen. Die Handgrößen abgleichen. Die Rinde vom frischen Brot zuerst essen und danach Schnittlauch auf das Mittelstück mit Butter streuen. Wir sollten alle viel öfter bei unseren Nachbarn Fußball gucken. Auf uns aufpassen. Bis an den Rand der Erschöpfung laufen. Wir sollten alle viel mehr da sein.
Liz hat es verfasst, und zwar am 17. Juni 2008 um genau 13:25
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“Take all your reasons and take them away to the middle of nowhere. And on your way home throw from your window your record collection. They all run together and never make sense. But that’s how we like it and that’s all we want, something to cry for, and something to hunt” (The National - Looking For Astronauts)
Liz hat es verfasst, und zwar am 12. Juni 2008 um genau 21:40
Kategorie : Ton | 0 Kommentare
Ein paar Fotos von den großartigen Bodi Bill über den Dächern der Stadt gibt es hier. Und Maike weiß es auch in Worte zu fassen.
Liz hat es verfasst, und zwar am 3. Juni 2008 um genau 17:11
Kategorie : Ton | 1 Kommentare
Also gucken wir auf die letzten vier Jahre zurück, hoffen, dass das Anbaden auf dem Immergut dieses Jahr wieder funktioniert und freuen uns kollektiv heuschnupfend auf The Notwist, Peter Licht, Ter Haar, die Weakerthans und Get Well Soon.
Liz hat es verfasst, und zwar am 29. Mai 2008 um genau 22:50
Kategorie : Ton | 2 Kommentare

Die Stimmung auf der PopUp 08 teilweise verhalten, teilweise müde, zwischendurch kleine Euphorien. Und auch die Panels blieben wie der Rest mit offenen Augen stehen und ohne Lösung zurück. Durfte man mehr erwarten? Die PopUp hat weiterhin einen Platz in den Herzen der meisten, dennoch regte sich dieses Jahr Unmut an den Tisch draußen, zwischen den Zigaretten im Hof. Zweifel dazwischen gestreut. Der Umgang mit manchen Anwärtern im Vorfeld sei ein seltsamer gewesen, man habe teilweise nicht einmal eine Antwort auf eine Anfrage hin bekommen, vorher als Instanzen gesehene Labels oder Magazine erschienen gar nicht.
Der eine und die anderen sagten, das Gespräch sei nur schwer in Gang gekommen zwischen den einzelnen Ständen. Ja, man kenne sich. Ja, man habe das gleiche Problem. Ja, man habe keine Lösung dafür. Also Augen zu und durch? Oder Augen auf und einen anderen Weg suchen? Wie kann dieser aussehen? Ich glaube, noch sind alle damit beschäftigt, die notwendige Kosten-Nutzen-Analyse fertigzustellen, die Grenzen auszuloten, Vakanzen auszumachen, sich umzuschauen, zu retten, was zu retten ist. Denn wer kämpft, hat oft nicht Zeit und Muße, kreative Lösungen auszuprobieren, ein bisschen herum zu experimentieren, es geht ja doch immer um Leben und Existenzen, um Herzblut und Pulsschlag.
Aber in den Foren versuchte man ein bisschen zu skizzieren, wie der Ist-Stand ist und was sich daraus entwickeln kann. Niemand traut sich wirklich an Prognosen, alle reden von Wünschen, aber ein paar vage Schritte werden unternommen. Die Filterfunktion dürfe nicht verloren gehen, in einem Wust aus Musik und Angebot steht der zwischenmenschliche Kontakt, das Vertrauen, das Gespräch (egal, auf welcher Ebene) noch im Vordergrund, die Relevanzfrage von Neuem wird über das persönliche Verhältnis geklärt. Die Kontextualisierung spielt immer eine Rolle. Dazu kommt die Frage der Rechte und Lizenzen, Musik in Deutschland legal hörbar zu machen, ist teuer. Der Streit und das Unbehagen regt sich bei der Frage der Nischen im Internet, an dem kein Weg mehr vorbei führt, bei der Frage nach der Verästelung und wie man die Strecke bewältigt, ob man die großen Portale bedient, weil sie alle bedienen und alle dort sind oder ob man sich woanders das Nischenpublikum sucht, der mittlerweile kommerzialisierte Nerd macht ja doch alles mit.

Wir reden über Konvergenzen und Qualität, über Vertrauen und Geld, über Ent- und Aufwertung von Musik und MusikerInnen. Wo beginnt der Kontakt zum Publikum? Wer ist Konsument, Forscher oder Trüffelschwein - und wie erreicht man den Rest? Wie wiegt man die Kontinuität auf, die sich Majors zum Beispiel in Bezug auf die Lieferung von Content und Profilpflege leisten können? Wie macht man es anders? Braucht die Indie-Musikszene einen Arschtritt, eine Wiedergeburt? Geht sie einmal durch die Zauberkugel oder putzt sie sich nur eben die Nase? Und wer hat keine Angst um seinen Arsch?
Bei der Kommunikation auf allen Kanälen, bei dem ganzen Rauschen und Flirren glaube ich, dass es wichtig ist, wenigstens auf solchen Messen miteinander zu reden. Aber auch hier standen viel zu oft die Leute einfach nur nebeneinander rum, fönten sich zurecht, sahen natürlich gut aus, konnten sich natürlich gut bewegen, lieferten großartige Musik und Bands - aber der Blick blieb derselbe, ein bisschen musternd, abschätzend, irgendwie festgefahren, mit einer hochgezogenen Braue.
Liz hat es verfasst, und zwar am 27. Mai 2008 um genau 20:43
Kategorie : Kultur | 2 Kommentare
Ich kenne niemanden, der lustige Geschichten lustiger vorlesen kann als Gotti. Der hat sich die alle außerdem auch noch selbst ausgedacht. Zudem trifft man ihn hin und wieder auch auf guten Konzerten und das will ja wohl was heißen. Er freut sich auch immer so hübsch. Wer nicht hingeht, wird traurig sein.
Liz hat es verfasst, und zwar am 15. Mai 2008 um genau 21:05
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Manchmal muss man sich den Kopf wegpusten lassen und die Augen zumachen, um sie zwischendurch kurz wieder aufzumachen, in flackerndes Stroboskoplicht zu schauen, während man den Boden unter den Füßen verliert, alles tanzt, alles wirft Hände und Füße in die Luft, und macht die Augen wieder zu, das breite Grinsen muss man nicht immer zwingend sehen. Wir sind nur da, um alles abzugeben, abzulegen irgendwohin und nichts mehr wiederzufinden. Um eine Ahnung für den Sommer zu bekommen, das wieder zu schmecken, denn wir wollen doch mehr davon, von laut und Beat und tanzen und Schweiß. Und Stromausfall ist auch egal, wir machen einfach weiter.
Wenn wir dann nachts auf den Brücken dieser Stadt stehen und nichts mehr erkennen, nicht einmal mehr die Umrisse, passt auch “Precipice” von Leander. Das halten wir fest, damit gehen wir ins Bett. So schnell schläft hier niemand ein, noch nicht. Wegen des Lichts am Morgen.
Liz hat es verfasst, und zwar am 8. Mai 2008 um genau 13:44
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