Die Sache ist ja die, dass es so viele Sachen sind.

Thema: Kultur

Guck mir in den Kühlschrank, Baby.

Heimatheft

Es verfolgt mich. Das Zuhausethema sitzt mir in den letzten Wochen so sehr im Nacken wie kein anderes, man könnte meinen, es habe sich festgebissen, -gekettet und -geklebt. Doch ich tue alles andere als es abzuschütteln, sondern lasse mich niederwalzen, trage es mit mir herum und wickle noch einen Schal drum, weil es zwischendurch, wenn es nicht irgendetwas von mir möchte und mir am Ohrläppchen zieht, eigentlich ganz gut ist gegen Verkühlungen aller Art.

Kühlrank

Nun hat es wieder einen Auswuchs in Heftform. Das neue stijroyal Magazin ist erschienen. Dieses Mal hat es (wie soeben beschrieben) etwas mit Zuhause und Heimat und Puscheligkeit zu tun, deswegen haben ganz viele Menschen ihre Kühlschränke aufgemacht und hinein photographiert. So auch ich. Und manche haben noch eine Geschichte dazu geschrieben. So auch ich. Erwerben kann man das Heftchen, das schon fast ein Büchlein ist, im Netz. Die echte Party dazu folgt in Kürze.

Finding home.

Eigentlich wollte ich schreiben, was ich vermissen werde, einige Photos hinzufügen, eine Art Roundup machen. Aber das geht nicht, das geht selten, vielleicht geht es in einiger Zeit, wenn man wieder angekommen ist. In so einem Zwischenraum flirrt es ja immer, als hätte man einen Ameisentermitenhummelkäfig im Kopf. Deswegen lasse ich William Fitzsimmons sagen, was ich nicht sagen kann. Weil ich ihn viel gehört habe, als ich das Buch schrieb, als ich umgezogen bin, auf dessen Konzert ich kurz vor meinem Umzug nach Hamburg war und dann in Hamburg gleich noch einmal. Ich lasse ihn erzählen, wie wichtig es ist, auf seinen Bauch zu hören und unterwegs zu sein, wiederzukommen, das Zuhause zu finden. This is it.

I need to find my breath.

I need to find my breath because she took it away and i don’t know where she took it but it’s gone. And when i find it, i might give it back to her cause she deserves every breath she can take, i think. Wow.

Little Faith. Big Love.

Aus Aktualitäts- und Aufregungsgründen muss ich hier noch einmal auf die wohl mit großartigste Band auf diesem Planeten hinweisen, die ich am kommenden Sonntag endlich einmal wieder live sehen werde. Bin sehr gespannt, ob das Berliner Astra mit dem Dachauer Abendhimmel wird mithalten können. Stellen Sie sich mich derweil und bis dahin als wandelnden, euphorisierten Countdown vor. Bedanken Sie sich also nun bei Pitchfork.tv für diese schönen Aufnahmen.

(Auf meiner Bucket List steht übrigens immer noch ein Duett mit Herrn Berninger. Und das geht da auch nicht weg.)

Kongress für anders.

Am Freitag beginnt hier in Hamburg eine schöne Geschichte, der “Kongress für anders”. Sarah stellt dort aus und ich lese am Mittwoch, den 28.04., um 19 Uhr aus dem Buch vor.

Die Sache mit dem Gegengewicht.

Die Sache ist ja die, dass ich oft hin und her gerissen bin. Das Schöne an der re:publica dieses Jahr war, dass es sich gelegt hat. Also mein Schwanken und das Kopfschütteln über manche Gepflogenheiten in diesen Internetkreisen. Das liegt zum Einen, glaube ich, daran, dass sich mein beruflicher Kontext verändert hat. Ich wohne nicht mehr in Berlin, ich habe plötzlich den ganzen Tag mit Menschen zu tun, denen das Internet noch nicht so sehr in Fleisch und Blut übergegangen ist wie meinem sonstigen Umfeld. In all diesen Veränderungen von Wohnort und Beruflichem in der letzten Zeit hab ich dann konzentriert in den letzten Tagen gemerkt, wie froh ich bin, dass es all diese Menschen gibt, die sich da treffen und rumspinnen und über Sachen reden, die man manchmal nur versteht, wenn man sich anstrengt, die sich auch manchmal verheddern in ihrem technischen Anspruch, in ihrem angestrengten Blick über die Schulter, der fragt, ob da nicht noch jemand steht, den man irgendwie kennt, von dem man weiß, wie er auf Twitter heißt oder sowas. Ich bin froh, dass es euch alle gibt, und dass ich mich manchmal wundern darf über euch und eure Macken, wichtiger ist, dass ich jetzt weiß, wofür. Wofür das gut ist, gut sein kann, gut sein muss. Das ist die Sache mit dem Gegengewicht. Und ich brauche das mehr denn je für meinen persönlichen Input, meine Inspiration und weil es immer wieder antreibt, wenn man sieht, was andere so hinkriegen, was andere machen ohne etwas dafür zu bekommen, einfach nur, weil sie es gut finden und verteidigen und können und wollen.

Ich bin immer noch dafür, dass man jemanden fragen sollte, bevor man ihm direkt ins Gesicht photographiert, und ich bin auch für Hallo und echte Namen. Aber ganz entschieden bin ich einverstanden, mit dem Ansatz dieser Veranstaltung und dass dort Elan und Motivation geballt durch die Gegend läuft, das sieht mitunter auch mal sehr lustig aus, aber das ist ja eigentlich umso besser. Ich möchte mich bedanken für das Klackergeräusch in meinem Kopf, das immer einsetzt, wenn sich innen drin etwas bewegt, und das hat diese Tage auch lauter und anstrengender gemacht, aber Geräusch zeugt ja grundsätzlich auch von Bewegung und Reibung und diese Dinge wiederum unterstütze ich entschieden.

Ich glaube, dass einer der wesentlichen Vorträge in diesem Jahr der Vortrag von Tessa war, und über den musste ich auch noch einmal im Umfeld meines Arbeitgebers schreiben, nicht weil ich den Auftrag hatte sondern weil es mir ein Anliegen war, in diesen Kreisen, in denen ich arbeite, diese Dinge zu sagen, das ist heutzutage und in dieser Branche nicht selbstverständlich, da wird man mitunter komisch angeschaut. Ich kann nicht jeden einzelnen Vortrag, den ich gesehen habe, auseinander pflücken, das haben andere schon viel besser gemacht als ich, und ich brauche auch noch Zeit, damit sich all das setzen und verteilen und umsortieren kann. Aber die Veranstaltung ist eine gute, wenn sie Peter Glaser an den Anfang setzt und Peter Glaser dann sagt: “Menschen interessieren sich nicht für Maschinen, Menschen interessieren sich für Menschen.

Das ist gut zu wissen, das wird mitunter vergessen. Und ja, ich weiß, das ist alles total pathetisch, aber mich überkommt das immer ein wenig später, dass ich mich bedanken will dafür, dass ihr mich so vollquatscht mit euren Projekten. Ich bin ganz hin und nicht mehr her gerissen.

Internetgemüse.

Es ist wieder Erntezeit! Und ich freu mich auf die folgenden drei Tage.

(Aber Ich frage mich, wann die ersten wohl fragen, wieso das WLAN noch nicht funktioniert und wer beziehungsweise was in diesem Jahr die Rolle der Pokenstöpsel übernimmt. Ich bin dafür, dass jeder seine Nummer mit Marmelade auf Pfannkuchen und die Mailadresse via Sprühsahne schreibt.)

(Und ich bin auch dafür, sich weniger zu verpassen.)

I like those nerds.

Es ist der wärmste Tag der Woche.

Ich fahre morgen abend nach Bielefeld. Deswegen. Ich war noch nie in Bielefeld. Mir wurde gesagt, es gäbe dort einen Riesenpudding. Und einen Springbrunnen. Für weitere Sehenswürdigsüßigkeiten und Geheimtipps bin ich wieder einmal sehr dankbar.

Und LovelyBooks veranstaltet eine Testleserunde zum Buch. Anmelden bzw. bewerben könnt ihr euch noch bis Sonntag dort.

(Und die Postkarte hab ich mir von Herm ausgeliehen. Und und und ja, es ist komisch und ungewohnt, dass sich hier grad soviel ums Buch dreht, aber abends nach der Arbeit fall ich immer müde um und schaffe es immer gerade noch so einen Blick auf den Sonnenuntergang zu werfen und dann hat sich schon eine dicke Bettdecke über mich rübergelegt und gegen Bettdecken kann ich in den seltensten Fällen etwas tun. Gut, wenn es dann die Möglichkeit gibt, schon in der Mittagspause anzugrillen.)

It’s terrible love.

Damals in Dachau mit dem Kirchturm im Rücken und der untergehenden Sonne. Wie man da unten stand und wie er da oben stand und beinahe umfiel und wie man dann die Augen schloss und dachte: “Er darf nicht aufhören zu singen, er darf nie aufhören.