Die Sache ist ja die, dass es so viele Sachen sind.

Monat: Mai, 2016

Die einundzwanzigste Woche Jahr

Brandenburg

Der Zug aus Berlin hinaus ist voll. Das Paar neben uns diskutiert den Umbau ihrer Küche, er weiß, wie sie das machen soll, er teilt ihr die Planung mit, sie ist sich nicht sicher, aber nickt. Beide sitzen barfuß auf ihren Plätzen, bis andere Leute kommen und sich dazusetzen. Die obligatorische Gruppe Betrunkener ist auch anwesend, manchmal meldet sich einer von ihnen zu Wort, immer derselbe. Es scheint, als würden alle Gedanken einfach direkt nach Produktion aus ihm herausfallen. Wo das Bundesland Brandenburg beginnt, sieht man Deutschlandfahnen in den Vorgärten, nicht einmal nur auf den Schreberflächen, sondern auch dort, wo Menschen dauerhaft wohnen. Sie hängen aus dem Fenster, bekommen einen eigenen Mast, sind Accessoire und Aushängeschild zugleich. Erkennungszeichen einer Zone. Brandenburgs Bahnhofsvorplatz wurde ordentlich renoviert, es gibt einen Laden für Hauschka-Kosmetik, einen Biomarkt, einen Bäcker, einen Imbiss mit Metallstühlen und Sonnenschirmen. Aber kaum Menschen. Die, die es gibt, sind alle auf dem Weg irgendwohin. Brötchenholen, Hund ausführen, wegfahren. Niemand verweilt auf den eigens dafür angelegten Sitzflächen. Hier war ein Sitzflächenprofi am Werk. Mit und ohne Lehne, aus Stein, aus Holz, ergonomisch geformt oder einfach nur viereckig, für angelehnten Stand oder die eindeutige Sitzposition. Niemand sitzt. Außer uns uns den beiden, die Pommes essen und Bier trinken. Hier ihnen stehen zwei Mülltonnen. Eine für Pappe, eine für Plaste. Wir laufen zum Kanal, dort liegen die Boote. Auf dem Weg begegnen wir einem Paar, sie lächeln schüchtern, sprechen nicht. Sonst treffen wir lange niemanden. Die meisten Gardinen sind zugezogen, Rollläden gibt es, als habe man sich verbarrikadiert vor etwas, das nicht kommt. An einer Hauseinfahrt steht „Hey, na“. Will man sagen, aber wem? Grundstücke und Häuser kann man kaufen, alles günstig. Wir sehen das alte Rathaus, eine Familie stolpert aus einer Gaststätte, wir fragen jemandem nach einem Geldautomaten, es dauert. Der Zahnarzt heißt Deichsel. Wir lachen beide über den Witz, den niemand aussprechen muss. Die Häuser am Bahnhof haben moderne Fassaden, das Gesundheitshaus sogar einen Dachgarten. Architektur gegen Fremdenfeindlichkeit? Uns kommt ein Motorradfahrer mit Totenkopfhelm entgegen. Auf dem Rückweg stehen die Menschen Schlange am Fahrkartenautomaten und regen sich auf, der Himmel färbt sich rosa.

Opa erzählt von der Reha. Er schaut sich die Leute meistens nur an, redet weniger mit ihnen, aber über sie. Aber das Paar, das mit ihm isst manchmal, das sei nett, sagt er, sie seien beide über achtzig, er begleite sie auf Reha. „Er ist so lieb zu seiner Frau“, erzählt er am Telefon. Dass ihm das auffällt.

Die Blitze kommen beim Einschlafen. Ich stehe noch einmal auf und öffne beide Fenster. Draußen schreit jemand „Juchhu“.

Right now, Katherine is still looking down. “See this girl,“ she says, “she gets so many likes on her pictures because she’s posted over nine pictures saying, “Like all my pictures for a tbh, comment when done.“ So everyone will like her pictures, and she’ll just give them a simple tbh.“ A tbh is a compliment. It stands for “to be heard“ or “to be honest.“ Katherine tosses her long brown hair behind her shoulder and ignores her black lab, Lucy, who is barking to be let out. “It kind of, almost, promotes you as a good person. If someone says, “tbh you’re nice and pretty,“ that kind of like, validates you in the comments. Then people can look at it and say “Oh, she’s nice and pretty.“ – Jessica Contrera für die Washington Post über ein Mädchen namens Katherine und darüber, wie es ist, 13 Jahre alt und online zu sein.

Die zwanzigste Woche Jahr

Neukölln

Ich vergesse es wieder und wieder. Aber plötzlich versucht ein Mechaniker direkt um die Ecke, die Schwenkbraterei in Gang zu bringen, während sich zwei andere Monteure über einem Generator in die nicht vorhandenen Haare kriegen. Die Autofahrer, die aus irgendwelchen Gründen, durch genau diese Gegend fahren müssen, hupen sich in regenbogenfarbene Rage, den Stau interessiert das allerdings herzlich wenig. Es scheint eher, als gefiele er sich in der Rolle des aufgebrachten Orchesters, und verweilt noch etwas. Das Karussell heißt „Kindertaumler“, ich wünsche mir leise, dass der Mechaniker nicht nur bei der Schwenkbraterei, sondern auch hier mal einen Gang hochschaltet. Vor der Bibliothek stehen bunte Zelte, dazwischen sitzt ein sehr traurig aussehender Mann, und es besteht eine reelle Chance, dass wir uns beide gerade dasselbe fragen. Zwei Tage später hüpft die frierende, aber tanzende Meute mit roten Sparkassen-Ballons über die Gneisenaustraße. „Gut“ steht in weißer Schrift darauf. Das genügt den meisten schon. Sie trinken gegen die Kälte und die seltsame Stimmung, manchmal drängelt sich ein Krankenwagen mit Sirene hindurch. „Willst du was?“ grinst uns ein junges Mädchen an und quietscht ein bisschen zu laut. „Was denn?“, fragen wir. „Kein MDMA. Nur Aphrodisiakum!“ Wir lehnen dankend ab, aber fragen, ob’s schon wirkt. „Ich bin ein rolliger Rollmops“, brüllt sie und hüpft dem Metal-Karaoke-Wagen hinterher. Aus der Wohnung über der Apotheke wummert der Beat, die Tanzenden werfen Konfetti nach unten, die, die nicht mehr hinein passen, warten unten und frieren und gucken oder knutschen oder müssen irgendwohin oder rufen Standorte in Mobiltelefone. Im Späti tragen die Verkäufer Headsets, um sich über die Bassbox hinweg verständigen zu können, die Becher mit den Redbull-Dosen sind schon vorbereitet, die Preise wurden mit Edding draufgeschrieben. Man will nicht zuviel reden müssen. Im Bulli schläft ein Polizist. Am nächsten Morgen sehen die Bürgersteige aus, als wäre dreimal Silvester gewesen. Der junge Mann im Bananenoutfit schafft es nicht, von der einen Seite des Klettergerüsts auf die andere zu springen, aber das macht nichts.

Ich kannte das kleine Stück Wiese nicht im hinteren Neukölln. Und auch den Hof mit der alten Zapfsäule nicht. Steht man drin, ist die Stadt ganz weit weg. Die Wege sind ein bisschen zu gerade und zu sauber, um den guten Willen zu vergessen, aber vielleicht muss man das gar nicht, hier wächst ganz schön viel Zeug auf ziemlich wenig Platz. Und die, deren Balkon hier rüber zeigt, benutzen ihn auch. Nur über den Zaun klettern ist verboten, das dürfen nur Kinder, die bekommen auch eine Trittleiter, wir sind jetzt erwachsen, wir müssen außen herumgehen, das ist schon in Ordnung. Man putzt hier ja schließlich noch eigenhändig das Graffiti von den Wänden.

In a strange turn of events, texting has evolved to become almost as awkward as the phone calls it made obsolete“, schreibtJenna Wortham darüber, wie Text das Telefonat ablöste und nun durch Apps wie Snapchat wieder nicht-schriftlicher Ausdruck von Emotion in digitale Konversation Einzug hält. Dieser Text ist auch so schön, weil er einordnet, anstatt sich augenrollend abzuwenden. Ich muss immer lachen, wenn Erwachsene ihre Überheblichkeit gegenüber jugendlichen Lebensstils an Apps wie Snapchat abarbeiten. Als müsse irgendetwas in dieser Lebensphase Sinn machen. Als hätten sie damals nicht von Albernheit, Momentum und zu süßen Limonaden gelebt. Als würde man in diesen Jahren irgendetwas anderes atmen als die Luft zwischen „Alles ist möglich“ und „Ich bin nur ein Atom“. Als hätte niemand früher die eigene Wirkung in Mikrozirkeln ausprobiert, Selbstdarstellung geübt, Lautstärken moduliert. Schön auch auf der Schiene daneben der Text von Nils Markwardt: „Bisweilen wirkt es so, als ob die Kulturkritik sich derart in Reflexen eingerichtet hat, dass sie sich für jene gesellschaftlichen Mikrokosmen, die sie zu beschreiben versucht, eigentlich nicht mehr wirklich interessiert. Würde sie das tun, müsste sie nämlich eine Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen anerkennen, also akzeptieren, dass ihre Gegenstände ambivalent sein können, dass nicht hinter jeder Abseitigkeit gleich ein „falsches Bewusstsein“ lauert“.

Wir sitzen in Neukölln auf einer dieser selbstgebauten Baumbeetumrandungen aus Holz, wir lachen laut und drücken uns die Nase an Peppis Schaufenster platt. Mäuse in einem Käsegeschäft ist auch beinahe zu comic-esk, um wahr zu sein. Aber wir sehen sie flitzen und sitzen gerade wieder, als es neben uns knallt. Erst vermuten wir, jemand habe die kleine Cointreau-Flasche geworfen, die neben uns im Rinnstein liegt, doch die hätte den Sturz nicht überlebt. Als wir aufstehen, um zu gehen, sehen wir das zerklatschte Ei auf dem Autodach.

Geoff Farina spielt in dem Zimmer in einem Haus irgendwo im Wedding. Die blaue Stunde zieht vorbei und während Mock als Vorband spielen, betrachte ich noch das Publikum. Jeden zweiten davon könnte man vor zehn Jahren schon einmal gesehen haben, wir sind alle mitgewachsen. Die T-Shirts leicht verblichen, wir tragen auch alle immer noch dieselben Schuhe. Als würden wir in den Sommern immer noch in Scheunen fahren auf dem Land, um in Ruhe im Feld zu sitzen oder Musik zu machen, als könnte das jederzeit wieder passieren, dass wir uns Hals über Kopf in das Wasser werfen, von dem uns die Temperatur egal ist, einfach um nachher zittern zu können, weil wir doch in dem Alter waren, in dem wir alles zumindest einmal gefühlt haben wollten. Geoff singt jetzt Melodien, die nicht mehr zögern, sondern sich eingerichtet haben, unter uns gibt es Fans. Manch andere sind nur da, weil sie ihn noch mal sehen wollten, der alten Zeiten wegen.

Die neunzehnte Woche Jahr

Sommer vorm Balkon

Was mit Berlin passiert, wenn das Licht herauskommt. Die Menschen am Kanal wie eine Demonstration der halb angezogenen Lebensfreude, darüber die Fledermäuse. Wir spielen endlich wieder draußen Backgammon, essen Melone am Ufer. Und alle müssen sich erst noch an die neue Beleuchtung gewöhnen, man meint, die Menschen ständig gegen ihren inneren Winter anblinzeln zu sehen, keiner will den mehr, aber überall klebt er noch. So holt man sich Schnupfen, während die Dampfer leer in die eine Richtung fahren. Der Kellner im Bauch mit den getönten Scheiben räumt die letzten Teller ab. „Wir haben noch das ganze Leben“ von Eshkol Nevo ist ein gutes Buch für diese Zeit.

Der kleine Junge läuft da, wo er nicht laufen soll. Er hat etwas ins Wasser geworfen. Was genau, kann ich nicht sehen. Aber er läuft seitwärts, die Hände am Geländer hinter sich, er davor am Wasser, wo niemand hin soll, dafür gibt es ja das Geländer, der Streifen davor ist schmal, aber er genügt ihm. Die Mutter guckt, der Junge ruft ihr zu, während er ins Wasser starrt: „Ich verfolge nur, was passiert! …Und es geht immer weiter! …Ich schaue! …Da sind Wellen!“ Am Ende des Geländers klettert er hindurch und läuft zurück, das Etwas treibt währenddessen in Richtung Schöneberg.


Me & My Drummer in der Kirche gesehen, irgendwie wussten viele nicht so richtig, wohin mit sich. Aber ich mochte den zuckenden Schatten an der Wand, und dass manche Menschen doch auch im Sitzen tanzen. You’re a runner. Danach fielen alle auf den Rasen und die Stufen davor, ein bisschen verwirrt, dass auch dann die Temperatur immer noch hielt, was sie letzten Sommer schon versprach, man erkennt auch den Geruch jedes Jahr wieder. Als bliebe immer ein bisschen vom Vorjahr zurück, kleine Partikel aus allen Jahrzehnten. Auf der Bank vor dem Späti sitzen und den Leuten zusehen, wie sie sich permanent wundern, aber versuchen, das zu verbergen.


Durch Straßen laufen, in denen man früher gewohnt hat. Kaum tritt man aus der Straßenbahn flimmert die Zeit wieder auf, das hängt ja bis ewig in so einem Pflaster. Über das hier liefen wir vor und nach Konzerten, an den sehr frühen Morgen, manchmal singend, manchmal ganz still, wir trugen einander über die Schienen und nach Hause und manchmal an Orte, von denen wir wollten, dass sie Zuhause werden. Wir kannten damals jeden Hauseingang, die Öffnungszeiten der Bäcker auf dem Weg, die Besitzer der Fahrräder an den Laternen und dass uns niemand was konnte, also so richtig.


Erlebt, wie wichtig es ist, einzuschreiten, wenn jemand dem anderen Gewalt antut. Wenn eine Frau sich gegen die Gewalt eines Mannes, den sie anscheinend persönlich und gut kennt, nicht wehren kann. Über die Straße brüllen und hingehen, weil sie das nicht kann in der Situation, in der sie gerade steckt. Für sie stellvertretend den Mann zur Rede stellen, ihr eine Möglichkeit geben zu fliehen, ihm keine, sich herauszureden, solange warten, bis er ins Haus geht und sie nicht die Straße hinunter verfolgt. Warten und das pochende Herz ignorieren und spüren, dass es gut tut, laut zu sein, wenn Scheiße passiert, zu zeigen, dass er mit seiner Gewalt nicht durchkommt, zumindest nicht jetzt und nicht hier. Wie wichtig es ist, dass man hinsieht und sich nicht wegdreht. Inständig hoffen, dass sie nicht zu ihm zurückgeht.

Die achtzehnte Woche Jahr

Warnemünde

Wir fahren ans Meer. Wir spielen das Spiel: Wer einen Hochsitz sieht, muss trinken. Die Biere kommen schneller zu einem Ende als die Hochsitze, mir ist das vorher noch nie aufgefallen. Aber das Wetter macht mit und die Kinder daneben schlafen schnell ein und am Ende hatten viele, also wirklich sehr viele die Idee am Samstag nach Warnemünde zu fahren. Auf dem Pier ist es voll, viele Menschen in beiger Kleidung, die Akzente vermischen sich, das Beige ist bei allen gleich. Oder hellblau. Am Strand findet irgendein Fest statt, die Eisschwimmer beenden ihre Saison und gehen ins Meer, das uns noch beinahe unter den Nägeln gefriert. Sie haben einen schwimmenden Grill mitgenommen, es gibt einen älteren, leicht eingeschrumpelten Neptun mit langen grauen Haaren und einem Dreizack, seiner Frau ist das Wasser zu kalt, sie wartet an Land und reicht ihm später ein Handtuch. Von unserem Fenster aus können wir den orangenen aufgepusteten Papagei beobachten, der für Stunden in der Luft schwebt. Von der Sauna mit den großen Fenstern aus kann man den Sonnenuntergang sehen, der eigentlich nur ein blutroter Streifen zwischen zwei dunkelblauen Streifen ist. Es regnet erst, als wir schon drinnen sitzen und Negroni trinken. Ich träume von dem Bild, das im Zimmer hängt, zwei Mädchen fliegen in flatterigen Kleidern über einen Strand. Am nächsten Tag laufen wir den Waldweg einmal hin und einmal zurück. Im Zug höre ich eine Stimme berlinern: „Also son Profiler könnte dir aus dem Müll, den die dahin schmeißen, ’ne Charakteranalyse machen. Kann ick och: Dit sind Idioten.“ Mit dem Auto in Berlin einfahren, ist immer schöner, ich weiß gar nicht, warum, man hat Zeit und eine Knautschzone bis vor die Haustür, der Zug spuckt einen meistens schon viel zu früh raus und der Rest wird dann anstrengend. Ich öffne alle Fenster und höre den Mai. Wie die Haare quietschen, wenn man den ganzen Tag durch Seewind gelaufen ist.


„Um nicht weiter aufzufallen, machen wir ab jetzt die ernsten Augen, so wie wir es geübt haben.“ – „Ernste Augen und dazu einen heiteren, aber nicht zu heiteren Mund.“ (Saša Staniši?, Fallensteller, S.40)

Saša liest. Und diejenigen, die gekommen sind und nicht Fußball schauen, lachen auch. Saša liest immer so, als wäre da noch etwas anderes, nicht nur das Buch und das, was er vor einer Weile schrieb, sondern jedes Mal etwas Neues, von dem Tag, der gerade war, davon, wie er sich fühlt, von den Leuten, die da sind. Und Saša schreibt so, dass ich mich auf die Sätze legen will wie der Hund in der Bahn, der noch etwas jünger nicht genau weiß, wie er sich auf dem Rucksack positionieren soll, der neben der Bank steht, jede Haltung scheint unangemessen, aber loslassen will er den Rucksack nicht, eine Pfote oder die Schnauze oder gar der halbe Hund berühren den Rucksack die ganze Zeit von Station zu Station, und am Ende, weil junge Hunde mit einem Auge ja immer schauen müssen, was gerade passiert, und der junge Hund weiß das, am Ende legt er sich mit dem Gesicht zur Wand unter der Bank auf den Rucksack drauf, alle Viere von sich gestreckt, damit er nicht mehr abgelenkt wird und endlich nur noch bei dem Rucksack sein kann.

Manchmal fühlt es sich in diesem Zimmer an morgens, als sei die Welt stehengeblieben, weil sich erst etwas bewegt, wenn ich in die Küche gehe und der Spatz im Blumentopf sitzt, manchmal ist es auch die Amsel. Mittlerweile springen sie nicht mehr bei der kleinsten Regung ins Nichts, sondern bleiben manchmal zumindest regungslos sitzen. Und gucken. Und fliegen dann erst. Wieder gesehen, wie das ist mit einem Baum vor dem Fenster, dessen Schatten an den Vorhängen zuppelt. Als klopfe jemand, um zu sagen, dass er da ist, aber kein „Herein“ hören will. Als lautloses „Ich bin hier drüben, du kannst weiterschlafen, danach bin ich immer noch da“.