La Tazza

Der Herbst hatte sich schön gemacht, die Mädchen aber nur die Pullover angezogen, die immer so herumliegen. Einer über dem Stuhl, einer im Bad. Ein paar dicke Socken, die Haare ein Knäuel lümmelten sie sich auf ein paar Gartenstühle und guckten den Blättern zu, wie sie hüpften und tanzten, als gelte es das Leben. Sie wärmen sich die Tassen an den Händen, die Hände an den Tassen, die Eine redete immer laut, die Andere lachte nur so und die Dritte legte die Füße hoch und horchte. Gemeinsam hatten sie aufgegeben so zu rauchen, wie es die Frauen mit den schlanken Händen und den schönen Mündern in den Filmen immer tun. Zwischen Milchbart und Krümellippe blieb kein Platz mehr für meterbreite Unnahbarkeit. Der Mann zwei Tische hinter ihnen raschelte immer mit der Zeitung, wenn sie nicht mehr weiter wussten. Nach ein paar Stunden Handauflegen, Kleingeld suchen und Kopf in den Nacken werfen, standen auf dem Tisch lauter Kaffeetassen zwischen Muffinkrümeln und die orangefarbene Markise flatterte aufgeregter als noch am Mittag. Die Großeltern trugen ihre Einkäufe aus dem kleinen Sonntagsladen nach Hause, die Eltern ihre Kinder, die Kinder ihr Spielzeug. Und die Verkäuferin zupfte unaufhörlich den Hemdkragen des Herbstes zurecht, damit man die Flecken nicht sah.
Sie redeten über die Dinge, die so in ihren Schränken liegen, in all den Fächern und Kisten. Das war wie im Hutladen, wenn man sich die schönste Schachtel aussuchen darf und dann vor lauter Entscheidungsunfähigkeit ohne Hut das Geschäft verlässt. Da bemerkte die Eine: “Es passiert einem viel zu selten, dass die Artikulation von Gefühlen richtig und plangemäß funktioniert…” Im selben Moment liefen im Rücken der Anderen zwei Männer vorbei, gestikulierend, redend. Und der Linke sagte: “Das ist eigentlich eine ziemliche Scheiße!”
Die Markise jubelte.






