Die Sache ist ja die, dass es so viele Sachen sind.

Monat: März, 2010

Whaw, it’s a wowow!

Es gibt sehr viele Springbrunnen in Bielefeld. Und die Menschen schauen oft sehr grimmig, was am Regen liegen kann. Dazwischen findet man aber immer wieder lächelnde Parkuhren. Man spielt Ligretto in Bielefeld. Und geht man aus, dann ist das so unglaublich sympathisch unaufgeregt, aus Berlin kennt man das ja kaum noch, also wie entspannt das sein kann, wenn sich nicht jeder die ganze Zeit am Gesicht und der Frisur zuppelt. Ich möchte gerne wiederkommen, wenn es ein bisschen wärmer ist. Und die Springbrunnen testen. Und auf die Burg. Und und und.

EinsLiveKlubbingLesung.

Hach. Erst bekommt man von Sabine Heinrich Guavensaft gereicht und dann ist alles schon wieder schwupps vorbei. Noch einmal vielen Dank ür den gemütlichen Abend und die lieben Mails, die mich danach erreicht haben. Ich bin wirklich ganz hin und weg und sowieso. Im Ernst.

Wer nicht dabei oder vor dem Radio war, kann noch nachhören, wie das alles so war.

Applaus für das Photo bekommt Herm.

Es ist der wärmste Tag der Woche.

Ich fahre morgen abend nach Bielefeld. Deswegen. Ich war noch nie in Bielefeld. Mir wurde gesagt, es gäbe dort einen Riesenpudding. Und einen Springbrunnen. Für weitere Sehenswürdigsüßigkeiten und Geheimtipps bin ich wieder einmal sehr dankbar.

Und LovelyBooks veranstaltet eine Testleserunde zum Buch. Anmelden bzw. bewerben könnt ihr euch noch bis Sonntag dort.

(Und die Postkarte hab ich mir von Herm ausgeliehen. Und und und ja, es ist komisch und ungewohnt, dass sich hier grad soviel ums Buch dreht, aber abends nach der Arbeit fall ich immer müde um und schaffe es immer gerade noch so einen Blick auf den Sonnenuntergang zu werfen und dann hat sich schon eine dicke Bettdecke über mich rübergelegt und gegen Bettdecken kann ich in den seltensten Fällen etwas tun. Gut, wenn es dann die Möglichkeit gibt, schon in der Mittagspause anzugrillen.)

Die Vögel kommen zurück.

Das Herz nicht auf der Zunge, aber die Sonne im Nacken.

Die letzten Tage.


Und dann sitzt man da neben Menschen, deren Bücher man gelesen hat, und liest selbst und könnte die Menschen anfassen und ihre Bücher, in die sie mit Bleistift Sachen an den Rand und im Text unterstrichen haben, macht’s aber nicht, weil das komisch wäre, aber mit manchen schiebt man sich Grimassen hin und her, wenn man warten muss. Denn warten müssen alle, es gibt eigentlich niemanden, der nie warten muss. Da werden alle gleich, deswegen sollte man es manchmal ein bisschen lieber mögen, als man es mag, das Warten.


Und dann wird man hier und da vorgestellt und wird rot und einem fallen die Worte nicht ein, die man sich irgendwann einmal überlegt hatte, so ist es ja oft, also dass sie dann runterfallen und unter das Sofa rutschen oder in den Gulli oder einen Schuh, dass genau dann auch jemand drauf tritt, und man da steht und sieht, da ist nix mehr rauszuholen, die sind platt jetzt.


Und einmal steht man auch neben dem Stand vom Verlag und weil man gerade erst gekommen ist, steht man noch etwas neben sich und bemerkt die Komik dieses Ausdrucks erst, als man sich gegen die Wand lehnt und weil die etwas nachgibt, sich dann umdreht und sich selbst in vergrößerte, schwarzweiße Augen guckt. Da steht man einmal wirklich und in echt neben sich und muss erst einmal einen Schritt zurück machen, ertappt sich noch dabei, wie man den Kopf senkt und hofft, dass das jetzt niemand gesehen hat.


Und erst in der Nacht ordnet sich der ganze Kram ein bisschen, das Kranksein vorher, das Hin und Her, die Aufregung, das Grinsen. Und man träumt von einer Schubkarre und wieder einmal, dass man Autofahren kann, aber dieses Mal klemmt der Kofferraum. Immer ist etwas an den von mir erträumten Autos kaputt, oft sind es die Bremsen, manchmal das Licht. Als ich in den Kofferraum kroch, ging die Sonne auf und nur mein Kopf schaute noch aus der weichsten Matratze der Welt.


Und die Schritte durch die Stadt sind noch ein wenig vertraut, soviel Zeit hat man da schon verbracht, die Puzzleteilfarben kehren in Pastelltönen zurück und wir stellen fest, dass auch Leipzig seinen Geruch hat. Einen, der manchmal an Spanien erinnert.


Und in Berlin dann muss man sich zusammenreißen, bei den Dankesworten nicht zu weinen, obwohl man die ganze Zeit eigentlich grinsen muss, und irgendjemand schluchzt so herzzerreißend zwischendurch (ich glaube, ich weiß, wer das war, und wenn das stimmt, war es nicht irgendjemand) und es ist so warm, dass wir draußen stehen danach, wir stehen zum ersten Mal draußen in diesem Jahr ohne zu frieren und beinahe alle Wichtigen sind da. Wenn man sich Menschen ins Leben tätowieren lassen könnte, ich nähme diese Handvoll dort. Ihre Fingerabdrücke auf die Stelle am Fuß, die Innenseite, wo es so kitzelt, wenn man drüberfährt, dort wo noch keine Hornhaut ist. Dort, wo sie sind, wird nie Hornhaut sein.

This mess is awesome.

Ich lade Sie recht herzlich dazu ein, mit uns heute einen netten Abend zu verbringen. Der Lars spielt schöne Lieder und dazwischen lese ich immer wieder vor, danach tanzen wir auf den Tischen oder sowas, hab ich mir gedacht. Ich freue mich.

Huch, Buchmesse.

Diese Woche findet die Leipziger Buchmesse statt und ich werde zum ersten Mal in meinem Leben auch dort sein. Irre. Jedenfalls gibt es Donnerstagabend eine Lesung von Suhrkamp in der Universitätsbibliothek Albertina, wo ich gemeinsam mit Dietmar Dath, Otto de Kat, Marion Poschmann, Lutz Seiler und Josef Winkler vorlesen werde. Vorher noch die Frage: Ist das gut da? Also auf der Messe? Gibt’s Spirenzchen, die jedes Jahr stattfinden und die man in keinem Fall verpassen darf? Ich denke hier vor allem in Richtung Tortenbuffet, Bällebad oder Engtanzdisko… Für Empfehlungen bin ich sehr und absolut zu haben.

(Für das Photo bedanken wir uns alle bei Herrn Müller.)

Die Sache mit dem Einparken hätten wir dann wohl geklärt.

Bei Sue noch ein kurzer Blick auf den Samstag in Hamburg.

Made my day: Post von Slayer.