Zwei drei Schritte dahinter

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C. und ich standen neulich in der Küche, zu unseren Händen der Abwasch, wir sahen aus dem Fenster in den besonnten Hof mit den lauten Vögeln und wir sprachen davon, wie man uns im Laufe der Zeit die Kanten glatt geschliffen hat. Wir sprachen von den Widersprüchen und dem Misstrauen neuen Menschen gegenüber und den alten mittlerweile auch. Und dass sich die große Euphorie mit den Jahren und Menschen in den Hinterkopf geschoben hat. Dass wir uns ihrer erinnern, als sei sie noch da, wir aber nicht mehr ganz so gut befreundet. Als würden wir sie anschauen und darum beneiden, dass sie sich bei diesem guten Wetter in den Straßen herumtreibt und tanzt, während wir ihr leise hinterher schleichen. Wir wollen sie nicht aus den Augen verlieren, wir wollen sie nicht vergessen, aber wir trauen uns irgendwie nicht mehr, uns von ihr mitreißen zu lassen. Wir sind vorsichtiger geworden. Und haben wir sie doch einmal eingeholt, ihr von hinten die Augen zugehalten, weil wir nicht anders können, und ihre weißen, makellosen Zähne hervorblitzen sehen, weil sie so laut lacht, stolpern wir schnell, verlieren das Gleichgewicht und haben Angst davor, uns an sie zu gewöhnen, mit ihr an der Hand jemanden womöglich zu überrennen. Irgendwie trauen wir uns nicht mehr, unseren Kopf mit ihr unter eine Decke zu stecken und die Welt da draußen einfach so und komplett zu vergessen. Immer und immer wieder lassen wir Licht ins Dunkel, vergewissern uns der Außenwelt und unserer Füße auf dem Boden.

Das ist so seit dem Tag, als die Sonne schon untergegangen war bei dem Blick nach draußen. Wir hatten den Kopf herausgestreckt, um Atem zu holen. Mit der festen Überzeugung, es sei noch hell und alles beim Alten. Und dann fanden wir den Weg nicht mehr zurück, weil sich alles verändert und weitergedreht hatte. Weil die Straßen nicht mehr die waren, die wir kannten. Wir haben aufgehört damit, weil es so lange gedauert hat, zurück nach Hause zu finden.

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