Zurück und Stop
Ich hab vergessen, wie es ging, das Lied der leisen Tage. Ich erinnere mich nicht ein Stück an Wort und Melodie. Ich kann mir nicht mehr glauben, was ich vor zweihundert Tagen noch geschworen habe. Ich hab vergessen, wie es war, als in kleinen Brocken der Tag vom Dach fiel. Als Linie für Linie auf dem Asphalt wieder und wieder in Richtung Gulli zeigte. Als alles überlief, hab ich gefehlt.
Ich hab vergessen, was war, als die Nummern wieder Zahlen wurden und wir uns die Kombinationen wieder auf Zetteln notieren und auswendig lernen mussten. Als der Name wieder Name war, hab ich vergessen, warum. Sie haben dann gefragt, ob alles ok sei. Es war alles ok, nichts war umgefallen. Der Regen tat weh, das war der Unterschied.

Gestern ist es mir wieder eingefallen. Was war. Wie das Lied ging. Und der Text. Von meinem Schwur und dieser kleinen Liebe. Ich fand in meinen Schuhen Sand, in meinen Taschen kleine Münzen. Und die Kurven fahr ich mittlerweile ohne Hand. Gestern ist mir wieder eingefallen, welche Tasten zu dir gehören. Und dass der Name nicht zu dir passt.
Denn gestern war Sturm und ich wusste, warum. Hast du mich noch gesehen? Das Hinterrad, die Kapuze, das flatternde Tuch? Wir haben gelernt, uns zu verpassen, jetzt können wir wirklich gehen.
Liz hat es verfasst, und zwar am 1. September 2006 um genau 0:10 Uhr.
Kategorie : Wir
1 Kommentar Kommentar hinzufügen
1. elin | 1. September 2006 um 17:53
tolle worte, ich mag auch Sand in meinem Schuh finden, Sand vom Meer…
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