Zeitverfluggeschwindigkeit

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(Foto: Sebastian Sooth)

Da brennen die Lichter, bis es draußen wieder hell wird. Und im Bauch ist so´n bisschen Brausealarm. Das ganze letzte halbe Jahr haben wir gemeetet, geordnet, angefragt und telefoniert, geplant, organisiert und uns einen steifen Nacken geglotzt. Und jetzt ist es morgen so weit und es wird komisch sein, wenn alles vorbei ist, weil die Zeit jetzt zuvor fast nur davon bestimmt wurde. Auf der Festplatte ist kaum noch Platz vor lauter Plänen und Fotos, vor lauter Mails und Zeug. Und jetzt geht wieder alles so schnell vorbei, dass man es kaum bemerkt. Das ist, als würde man bei sich zuhause eine Party veranstalten. Man muss die Tür aufmachen, Getränke nachordern, nur einen Zahn schärfer, eine Nummer größer.

Eben das obligatorische Teamfoto vor der Spree gemacht. Alle mit roten Wangen und aufgeregt. Es stapeln sich Kartons im ganzen Büro, überall Dinge, überall Sachen. Der Kopf ist tausend kleine Teile. Man kann uns dabei zusehen durch die Scheiben im Radialsystem, das Banner hängt dort, wo es hin soll. Und ab morgen ist das Haus offen. Empfehlen kann ich den Sonnenaufgang am Morgen vom Deck aus. Der Rest ist jedem das seine, eine, andere, Geschmack und so. Ich bin da, ich arbeite, ich atme, ich freu mich. Auch irre auf den Moment am Sonntagmorgen, wenn alles abfällt, Björn von Sometree legt auf, hoffentlich auch ein paar der Lieder, die uns das letzte Jahr waren. Und wie jemand aus dem Team neulich so schön sagte, als wir vom See kamen: “Man sollte sich dann nicht scheuen, einfach auf die Knie zu fallen oder loszuheulen. Solche Momente muss es geben.

Und woran wird man denken danach? Woran sich erinnern?