{"id":5810,"date":"2017-02-22T21:25:59","date_gmt":"2017-02-22T20:25:59","guid":{"rendered":"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/?p=5810"},"modified":"2017-02-22T21:25:59","modified_gmt":"2017-02-22T20:25:59","slug":"untersicht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/untersicht\/","title":{"rendered":"Untersicht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Bildschirmfoto-2017-02-22-um-21.22.55.png\" alt=\"\" width=\"597\" height=\"450\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5814\" srcset=\"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Bildschirmfoto-2017-02-22-um-21.22.55.png 597w, http:\/\/mevme.com\/lizblog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Bildschirmfoto-2017-02-22-um-21.22.55-300x226.png 300w\" sizes=\"(max-width: 597px) 100vw, 597px\" \/><\/p>\n<p>In den Tagen zu Hause, in denen ich gehustet und gerotzt habe und das viel zu lange, kam ich irgendwann in diesen Status des sich Ergebens. H\u00e4tte ich mich besser bewegen k\u00f6nnen, h\u00e4tte ich mich wahrscheinlich auf den Wohnzimmerboden neben den Sofatisch gelegt und w\u00e4re einfach da liegen geblieben. Zum einen weil die Yoga-Adriene das immer sagt, dass man sich hinlegen und ergeben soll und dass es doch sch\u00f6n sei, wenn einen der Boden st\u00fctze, nicht nur an einer Stelle, sondern an der ganzen K\u00f6rperr\u00fcckseite. Bis zu ihren Worten damals hatte ich Liegen noch nie so gesehen. Jedenfalls w\u00e4re ich da liegen geblieben und h\u00e4tte von unten geguckt, weil ich glaube, dass das auch ganz heilsam sein kann, eigentlich f\u00fcr alle, sich einfach mal hinzulegen f\u00fcr eine Weile und aus einer anderen H\u00f6he zu schauen. Auch drau\u00dfen an der Bushaltestelle vielleicht, im Bus drinnen, wo immer alle n\u00f6len, oder beim Warten. Einfach im Liegen warten. Alle. Ich glaube, im Liegen w\u00fcrden alle weniger motzen und hupen. Vielleicht lernt man dabei wirklich was, wie im Schlaf, wo man es nur so schlecht sp\u00fcren kann, weil man all die anderen Dinge sp\u00fcren muss, die einem das Unterbewusstsein so hinwirft, weil es am Tag keine Zeit hat und sich um andere Dinge k\u00fcmmern muss. So ein Tag, an dem alle liegen und h\u00f6chstens mit Skateboards unter dem Bauch durch die Stadt rollen, w\u00e4re mir sehr recht. Man sieht den Himmel und man sieht den Staub und vielleicht vergisst man das nicht sofort wieder, wenn man sich aufrichtet, das ist ja alles immer irgendwann vorbei, deswegen brauchen Leute Erinnerungstage und Gedenktage und Besonderheitstage, weil man immer alles gleich wieder absch\u00fcttelt und einen jemand antippen muss, damit man es wieder sp\u00fcrt, wenn auch entfernt, aber wenigstens kurz. Jedenfalls gibt es ein paar Menschen, die geh\u00f6ren zu der Sorte, die den Staub immer im umgekrempelten Hosenbeinende mit sich herumtragen, die schleppen das den ganzen Tag mit sich, was sie gesehen haben, und das muss nicht immer nur schlimm sein, das kann auch ganz gut sein f\u00fcr die eigene Geschwindigkeit, die Gangart und wie man so spricht mit anderen, wie man sich so gibt mit anderen und was man so will von anderen. Und von sich selbst. Die leeren die Taschen nicht sofort aus, sondern behalten noch ein paar Wochen und Monate l\u00e4nger unsichtbar am K\u00f6rper, was ihnen begegnet ist. Den Himmel halt auch.<\/p>\n<p>&#8222;<em>It&#8217;s gonna feel like shit for a while and one day it&#8217;s gonna feel less shit.&#8220;<\/em> (Claire in &#8222;Please Like Me&#8220;, was ich nur angeschaut habe, weil <a href=\"http:\/\/dasnuf.de\/\" target=\"_blank\">Patricia<\/a> es so empfohlen hat, und dann war es pl\u00f6tzlich das Bezauberndste auf dem Bildschirm seit langem)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Tagen zu Hause, in denen ich gehustet und gerotzt habe und das viel zu lange, kam ich irgendwann in diesen Status des sich Ergebens. H\u00e4tte ich mich besser bewegen k\u00f6nnen, h\u00e4tte ich mich wahrscheinlich auf den Wohnzimmerboden neben den Sofatisch gelegt und w\u00e4re einfach da liegen geblieben. 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