{"id":5475,"date":"2016-01-25T19:45:34","date_gmt":"2016-01-25T18:45:34","guid":{"rendered":"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/?p=5475"},"modified":"2016-01-25T19:47:39","modified_gmt":"2016-01-25T18:47:39","slug":"die-dritte-woche-jahr","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/die-dritte-woche-jahr\/","title":{"rendered":"Die dritte Woche Jahr"},"content":{"rendered":"<p><img src=\"http:\/\/foto.arcor-online.net\/palb\/alben\/73\/763473\/3963306361373037.jpg\" alt=\"Hasenheide\" \/><\/p>\n<p>\u201eEs ist niemandem zu trauen, der sein Brot komisch schmiert&#8220;, sagt D.<br \/>\n&#8211;<\/p>\n<p>Am richtigen Tag \u00fcber das Zitat aus Naiv-Super gestolpert: \u201eLise beruhigt mich. Sie hat eine New-York-Theorie. Sie sagt, zweierlei kann dort passieren, und es liegt an mir, welche von beiden M\u00f6glichkeiten eintritt. Einmal kann ich alle Vorbehalte ablegen und einfach alles auf mich wirken lassen. Wie ein Kind. Oder aber ich halte einen gewissen Abstand und beobachte Kleinigkeiten, versuche, Bekanntes zu erkennen. Sortieren und vergleichen. Das Erste kann dazu f\u00fchren, dass man \u00fcberfordert wird oder auch einfach \u00fcberw\u00e4ltigt. Das Zweite m\u00f6glicherweise zu sch\u00f6nen Beobachtungen, Eindr\u00fccken und Spa\u00df. Meint Lise. Au\u00dferdem meint sie, \u00fcberw\u00e4ltigt sein kann auch sein Gutes haben.\u201c\u009d (S.131)<br \/>\n&#8211;<\/p>\n<p>Dann das Fieber. Als h\u00e4tte jemand einem eine VR-Brille aufgesetzt, und im Kino l\u00e4uft das Innere eines Eimers. Ganz ohne Glitzer, sondern einfach schwarz und mit Echo und vor allen Dingen so, dass man die Orientierung verliert. Wie sich kurz vor 40\u00c2\u00b0 die Gedanken nicht mehr aneinander h\u00e4ngen, eigentlich ein ganz guter Zustand, in dem man dem Hirn beim Versuch des Denkens zusehen kann, alle Bilder kriechen heran, stellen sich vor und kriechen dann weiter. V\u00f6llig zusammenhangslos. T\u00e4te der Rest nicht so weh, es w\u00e4re v\u00f6llig genie\u00dfbar, wie einfach alles nur anwesend ist und dann wieder fortgeht, nur Farben und br\u00f6ckeliger, gesprochener Unsinn, ich wei\u00df noch von Bowie und dem B\u00fccherregal, das ich auf einem Berg aufbaute, von zwei kleinen Dackeln und alten riesigen Teppichen, darunter verborgener Eiscreme und einem Tipi aus riesigen Mikadost\u00e4bchen, in dessen Inneren eine Treppe in den pl\u00f6tzlich goldenen Keller der alten Lieblingsbar f\u00fchrte. Auf einem Thron dort sitzend: ein lila Pl\u00fcschb\u00e4r. Keine weiteren Fragen.<br \/>\n&#8211;<\/p>\n<p>\u201eWie alles nur beliebig sein kann, wenn man aus Angst vor Misserfolgen nicht unterscheiden will.\u201c (Peter Breuer)<br \/>\n&#8211;<\/p>\n<p>Gegen halb vier sieht man das gute Licht und wie es Punkte auf der Fassade hinterl\u00e4sst. Der Nachbar hustet durch die Wand mit, wir werden nicht dazu kommen, uns als Ensemble eintragen zu lassen, not in it for the money, just in it for the thrill.<br \/>\n&#8211;<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfvater kommt vorbei, ich habe nichts zu erz\u00e4hlen, also halten wir einen Mittagsschlaf, er am Ende des Sofas aufrecht und blinzelnd, ich liegend am anderen Ende unter der Decke, er sagt, schlafen konnte er noch nie gut.<br \/>\n&#8211;<\/p>\n<p>Irgendwo dazwischen verabschiede ich mich von anderthalb Jahren, das ist ja nichts, das man tut und dann ist es vorbei, das tr\u00e4gt man mit sich herum wie eine kleine Melancholie oder Kastanie und irgendwann f\u00e4llt es einem aus der Tasche, das merkt man aber in den seltensten F\u00e4llen direkt, weil es nicht fest genug ist f\u00fcr ein lautes Ger\u00e4usch beim Aufprall.<br \/>\n&#8211;<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe zum Arzt sieht immer noch aus, als w\u00e4re gestern erst Silvester gewesen, die gro\u00dfen Batterien, das viele Streu, all die Scherben. Dabei ist das Jahr schon drei Wochen alt, die Nabelwunden sind verheilt, wenn wir Gl\u00fcck haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEs ist niemandem zu trauen, der sein Brot komisch schmiert&#8220;, sagt D. &#8211; Am richtigen Tag \u00fcber das Zitat aus Naiv-Super gestolpert: \u201eLise beruhigt mich. Sie hat eine New-York-Theorie. Sie sagt, zweierlei kann dort passieren, und es liegt an mir, welche von beiden M\u00f6glichkeiten eintritt. Einmal kann ich alle Vorbehalte ablegen und einfach alles auf [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[26],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5475"}],"collection":[{"href":"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5475"}],"version-history":[{"count":9,"href":"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5475\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5490,"href":"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5475\/revisions\/5490"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5475"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5475"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/mevme.com\/lizblog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5475"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}