Wer aus mir trinkt, wird ein Reh.

Reh

Das ist das gute Leben, das mit dem Wissen von denen, die als personifizierte, vollautomatisierte Heizung wissen, wann der richtige Moment ist, wann die richtige Temperatur, wann man zu klappern hat, damit es nicht zu still ist und wann man sich besser ruhig verhält. Das ist das gute Leben, das mit den rauschenden Ästen, die einem etwas von der eigenen Biegsamkeit erzählen, den eigenen Neigungsgraden und dass sich das manchmal auch scheiße anfühlt, aber nichts im Verhältnis zu dem ist, was danach alles gut wird. Das ist das gute Leben, das mit den Liedern, die nicht an Personen sondern Temperaturen hängen, das wirklich gute Leben, das sich aus sich selbst heraus rechtfertigt wie ein Wendepullover, in alle Richtungen nutzbar und offen und immer ein bisschen zu groß, so wie man es gerne hat, weil es einem Platz lässt, sich unbemerkt zu bewegen, sich merklich zu verändern und auch, weil man das muss, alles mal falsch herum anzuziehen, das macht gesund. Das ist das gute Leben, das mit dem Schneekugelmoment, nicht das wilde Treiben kurz nach dem Schütteln, sondern wenn das Weiß sich setzt, auf die Nasen und Schuhspitzen, Dächer und Hügel, und nichts übrig lässt außer dem großen Geradeaus. Du kannst immer. Alles. Überallhin. Jederzeit. Das ist es.