Weil ich davon erfahre.
Ich liebe das Internet, weil ich sagen kann, was ich toll finde - und Menschen das manchmal zu noch schöneren Dingen inspiriert. Aber ich liebe das Internet auch, weil ich sagen kann, was ich scheiße finde - und mir Menschen zuhören. Weil ich keinen Chefredakteur fragen muss, ob wir mal was drüber machen. Ich muss keine Versammlung einberufen oder meine Liste abtelefonieren. Ich muss es nur publizieren. Und ich bekomme publiziert.
So wie…
Anke zum sexistischen Autospot.
Die Mädchenmannschaft zu der “One step too far”-Kampagne.
Nadine zu Sarrazin.
Und Denise zu der Sache mit dem Prater-Türsteher.
Dafür liebe ich das Internet. Weil es einfacher geworden ist, aufmerksam zu machen. Natürlich macht es Arbeit aufmerksam zu sein, zu filtern, die Augen aufzusperren, um die wichtigen Dinge zwischen dem ganzen (oft auch für die Stimmung sehr wichtigen) Quatsch zu finden, aber ich mach das so gern, wenn der Preis ist, dass solche Dinge wie da oben öffentlicher und besprochen werden. Das Rauschen zulassen, den Kieselsteinstrand für den Bernstein, so ist das, die ständige Auseinandersetzung, der Abgleich, das Vor und Zurück und immer wieder Überprüfen des eigenen Anstands, der Toleranzgrenzen, ein Abwägen, weil der Rest ja auch nicht einfach stehenbleibt, deswegen muss das so sein.
Weil ich froh bin, dass Menschen aufpassen und aufschreiben und rausrotzen und nicht denken, es interessiert eh niemanden.

Kommentare
Stimmt. Den Spot hab ich aber nicht gefunden.
…und ich bin froh, dass menschen wie du bloggen, trotz des “Chefredakteur”s und “Versammlung”spipapo
ehrlich ;)
sonnige grüße
a.c.