Variablen

Und wenn M. mir beim Abendbrot von den Projekten erzählt, von den großen und kleinen, und davon, wie sich die Dinge gerade verselbständigen, lernen, alleine zu laufen, und dass das alles hier nicht mehr dieser studentische Mist ist sondern Wirklichkeit, die man anfassen kann, wenn M. da ein bisschen in Fahrt gekommen ist, die Hälfte des Tellers schon leer gegessen hat und seine Hände wieder benutzen kann, weil der Hunger nicht mehr so drückt, dann bekommt er diese großen Augen, mit denen er dich anguckt, wenn er erzählt, als wolle er, dass du etwas sagst, dabei willst du gar nichts sagen, sondern einfach nur zuhören, weil man bei ihm immer das Gefühl bekommt, die Dinge erledigten sich schon allein dadurch, dass man über sie redet.

Liz hat es verfasst, und zwar am 11. August 2008 um genau 20:07 Uhr.
Kategorie : Blicke

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