Under the stars, me!

Oben kann der Blick aufhören zu suchen, der läuft einfach von ganz allein. Und dies ist eines der wenigen Dächer, die man noch betreten kann, in der Stadt. Sich auf den Bauch legen und nur die Fenster sehen. Hin und wieder einen, der nackt auf seinem Bett liegt, die anderen mit Freunden auf dem Balkon oder abwaschend. Und man selbst ist weit entfernt von all dem. Weil Kommunikation in diesen Tagen nicht zu meinen Stärken gehört, halte ich am liebsten den Mund und da oben ist das einfach. Eine Matratze liegt schon da, unter dir wirbelt die Stadt und über dir ist noch viel Platz.
Ich freue mich auf Göteborg und dass man nicht jedes Wort versteht, das die Menschen auf der Straße aus sich heraus lassen. Dass man sich nicht um mehr kümmern muss die paar Tage, als darum, wo man mal eben Hunger stillt und sich dann wieder niederlegt. Oder weiter läuft. Oder Frisbee spielt. Und die Gedanken in andere Sprachen umformulieren zu müssen, macht aufmerksam dafür, was man eigentlich sagt und sagen will. Beschränkt die sonst oft so dahingesagten Sachen auf das, was verstanden werden soll. Vielleicht treffen wir ein paar Bands dort, vielleicht schreibe ich drüber. Einen Monat noch. Aber Monate gehen schnell vorüber, das wissen wir ja jetzt.

Liz hat es verfasst, und zwar am 24. Juni 2006 um genau 1:49 Uhr.
Kategorie : Moi
1 Kommentar Kommentar hinzufügen
1. Markus Quint | 28. Juni 2006 um 21:47
(…) und dass man nicht jedes Wort versteht, das die Menschen auf der Straße aus sich heraus lassen. … ein guter Grund, sich auf Städte in fremdsprachlichen Ländern zu freuen.
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