Wer ich bin

Lisa RankMein Name ist Lisa, eigentlich Elisabeth, und als die Krankenschwester mich im Krankenhaus kurz nach der Geburt beinahe fallen ließ, habe ich gelernt, mit sich rapide verändernden Geschwindigkeiten und Höhenmetern zu leben. Berlin ist mein Herz und Berlin-Mitte meine Heimat, völlig losgelöst von Galerien und Touristenschick, bei diesem Gefühl geht es eher um Rauputz und Kindheit.

Ich fühle mich nicht zu einer Generation zugehörig, ich habe mich allerdings daran gewöhnt, dass die Dinge sich manchmal schneller ändern, als man gucken kann. Ich weiß, dass es sich lohnt, auf seinen Bauch zu hören und glaube an den Zufall, das Glück und die Liebe.

Viele fragen mich, woher ich die Zeit für das Schreiben nehme, wie ich das so mache. Und jedes Mal überlege ich kurz und merke jedoch immer wieder, dass Schreiben in den meisten Fällen keine Arbeit ist für mich. Ich muss mir zwar manchmal die Zeit nehmen, aber auch dann hat es in meinem Fall selten etwas mit langer Überlegung und vielen Durchstreichungen zu tun sondern mit Gedanken und Geschichten. Aufzuschreiben räumt mich auf.

Und ich bin sehr glücklich darüber, in einer Umgebung und einem Leben zu leben, dass mir solche Menschen beschert, wie sie mich umgeben. Wie gut es wirklich ist, dass man nichts bezahlen muss, um an diesen Menschen teilzuhaben, ihre Geschichten lesen zu können, ihre Stimmen und Instrumente zu hören und die Möglichkeit zu haben, immer und immer wieder ihre Bilder zu sehen und ihre Gesichter, dass man nichts geben muss, um Teil ihres Lebens zu sein außer einer Ehrlichkeit und einer Aufrichtigkeit, außer da zu sein, wie man ist. Da kommt kein Job ran, mein Leben hat keinen anderen Rahmen als diese Menschen. (Und ich liebe das Internet für die Möglichkeiten, die es den Menschen gibt, all das Schöne und Tolle in die Welt hinaus zu posaunen. Für die Möglichkeit einer Geste.)