This mess is mine

Diese kleine nette Bookingagentur aus Berlin veranstaltet jetzt auch immer Abende. Under the stars und viel intimer, als Intro das kann. Gestern knubbelte sich durch die Beats, was so neues geht in Deutschlands Elektropopgebirgen: Leander und I might be wrong.

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Ersteren meint man auf den ersten Ton anzuhören, woher sie kommen, was sie wohl gehört haben in der letzten Zeit und dann wird man doch überrascht, weil die Stimme von Lars sich zurücknimmt und sich einpasst. Weil es doch ein paar Dinge gibt, die sie unterscheiden von den anderen Jungs in engen Hosen mit skandinavischen Einflüssen. Dass Leander sich Zeit lassen, kann man nicht behaupten. Sie kratzen immer dann die Kurve, wenn man grad weiß, worum es geht. Und das mag ich so. Dass man die Melodien und Knittereien nicht bis zum Ende ausschlachtet, sondern ihnen nur einen kurzen Moment gibt. Es bleibt ja trotzdem. Und die Lieder sind eben nicht vier fünf sechs sieben Minuten lang, was ich bei dieser Art von Musik anderswo oft anstrengend finde. Man bleibt hier bei der Sache. Obwohl Gert sagt, die Becken seien zu laut. Wobei Lars´ Stimme einfach unverkennbar ist und trotzdem nicht nach vorne drängt, sondern dort auffällt, wo sie hingehört. Mitten im Essemble. Und ich liebe einfach diesen Hit: “I never wanted to share a room with you. Our bodies did not fit. Like a prison for two.

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I might be wrong haben Zuwachs bekommen. Und ich hab sie lange nicht gesehen. Ein Blickfang sind sie alle, da guckt man schon, bevor man hört. Ann hat sich hinter dem Keyboard verschanzt und Simon grinst für zehn. Lisa hat einen Kaffee mit schlechter Milch getrunken, sagt sie. Man solle Verständnis haben, wenn sie mal kurz raus müsse. Muss sie aber nicht. Das Quintett spielt auch ein paar Lieder der neuen Platte, die sind dann nicht mehr so “eins zwei drei pling” sondern ein bisschen vertrackter und mit Melodien, die nicht sofort im Ohr sind. Man bleibt aber trotzdem dran, weil es das ist, was diese Band ausmacht. Dass sie auf Konzerten ganz anders klingen als auf dem Tonträger. Wohingegen sie auf Platte geradeaus und straight nach vorne gehen, wanken sie auf Konzerten doch ein wenig. Und es wird was anderes, was näheres. Mir kullert eine Gänsehaut über den Rücken bei “Do make say think”, wenn Andrés und Lisa zweistimmig auf Wanderschaft gehen. Ich warte auf das Album mit Gipfelkreuz und Fähnchen.

Liz hat es verfasst, und zwar am 23. Oktober 2006 um genau 10:39 Uhr.
Kategorie : Ton

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