Mitte(l)feld
Drei Spiele an einem Tag und Bier und Wurst und wie man das eben so macht. Der Sommer ist angekommen, hat Halt gemacht und sich hingesetzt. Ihm gefällt die Stadt und mir mit ihren leeren Straßen, mit ihren hin und wieder melodiös hupenden Autos, mit ihrer BVG, die so unvorbereitet ist, dass man lachen muss, und mit all den bunt bemalten Gesichtern. Ich dachte, es wird schlimmer.
Berlin hat sich seine Knoten gemacht und außen rum ist ganz viel Platz. Ich gehe eh selten dorthin, wo jetzt die großen Massen toben. Dafür hat man die anderen Straßen leer gefegt und frei geräumt. Die Fahnen überall irritieren mich noch ab und an und ich überlege, wie das wird, wenn diese vier Wochen vorbei sind.

Wo lassen die Deutschen dann ihre Fahnen? Bügeln Sie die und legen sie für die nächsten vier Jahre wieder in die Schublade? Lassen sie sie einfach noch ein paar Wochen hängen, bis es wieder kalt wird und die Fenster zugemacht werden? Was passiert mit all den Hüten, Schals, mit den Aufklebern und Panini-Heftchen, wo landen die Schminkstifte und T-Shirts? (Und in welcher Deutschland-Fahne sind die meisten Giftstoffe enthalten?) Werden die Fahnen, wenn die Deutschen ihr seltsames Nicht-Doch-Halb-National-Gefühl wieder einrollen, dann an Obdachlose verschenkt?
Liz hat es verfasst, und zwar am 12. Juni 2006 um genau 0:59 Uhr.
Kategorie : Berlin
3 Kommentare Kommentar hinzufügen
1. burnster | 14. Juni 2006 um 0:12
Tim und ich sagen: Player-approved WM Örtlichkeit.
2. Cut1977 | 14. Juni 2006 um 13:58
Es wird viele sehr inhaltsvolle und bedeutungsschwangere Fotos auf Weblogs geben, auf denen man deutsche Fahnen sieht, die auf dem Boden liegen und die ganz verdreckt sind und auf denen herumgetrampelt wurde.
3. Der Mann aus dem Plattenladen. | 15. Juni 2006 um 10:12
Hm, schauen sie doch mal hier:
http://monovinyl.twoday.net/stories/2175332/
Die Gedanken hatte ich gestern Abend auch schon…
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