Make yourself at home in a matchbox

Manche fahren in diesen Tagen an einen Ort, aus dem sie herausgewachsen sind. Der zu klein geworden ist für sie oder einfach verrutscht, vielleicht hat man mit den Jahren ein Loch hineingelaufen, durch das es nun bei Regen rinnt. Manche fahren nach den Feiertagen zurück in eine Stadt, in die alle zurückkommen, die langsam aber sicher wieder an Bevölkerung, an Puls und Herzblut. Und manche schließen dann ihre Wohnung auf und wundern sich über den eigenartigen Geruch, der nach ein paar Tagen Stille und Staub einkehrt, der eine Weile braucht, um sich breit zu machen, aber so schnell wieder fort ist, dass man kaum zwei Schritte gemacht hat. Manche stehen dann am Fenster und sehen auf eine Straße und sehen jemanden vorbeikommen, den sie nicht kennen. Manch einer bemerkt in einem solchen Moment, dass die Schwierigkeit darin besteht, das mitzunehmen, was man genießt, wenn es einem gut geht, das warme Gefühl, mit dem die Füße nicht und die Hände nicht und die Nase nicht kalt werden und auch nicht die Haarspitzen und die Umarmungen nicht. Dass es darum geht, den Moment, in dem man dazu ansetzt, es zu bemerken, das gute Gefühl, den Moment zu konservieren, zusammenzufalten und einzupacken, vielleicht neben dem Backenzahn mit sich herumzutragen für schlechte Zeiten, klamme Abende, unwirtschaftliches Tiefkühlfachgefühl oder Abhandengekommensein.

Manch einer macht sich dann selbst ein Geschenk, vom Grundriss her so groß wie eine Streichholzschachtel, aber doppelt so hoch. Bunt getupft und schwarz bestrichelt. Etwas, das erst einen Ton macht, wenn man nicht sofort nach einer Drehung aufgibt sondern durchhält. Etwas, das man überall aufstellen, überall hin mitnehmen kann, wenn man ein wenig aufpasst, es nicht zu zerdrücken. Eine kleine Box, auf der ein Gefühl steht, das ein Lied ist, welches aber das Gefühl des Musiktitels vertreibt, sobald man es anspielt. Bobby & Blumm. “Not at home”. Portable. I love. I´m on the safe side.