Lieblingsalles.

Wenn ich mich mal an den ganzen Schwitzekram gewöhnt habe, kann mir gar nichts Schöneres mehr passieren als so ein Sommer mit all seinem Drum und Dran. Die Sache mit dem Fahrtwind auf dem Fahrrad, mit den kurzen Röcken, mit dem nachts aufwachen und nicht schlafen können und deswegen am Fenster sitzen und lesen, die Sache mit den Seen und den Kaltgetränken, dem Eis und wenn man sich nach vielen Sonnentagen entschließt, trotz guten Wetters einfach drinnen zu bleiben und kein schlechtes Gewissen hat, weil man weiß, morgen wird die Sonne trotzdem wieder scheinen. Die Sache mit den Melonen und Kirschen und Erdbeeren und Schlagsahne und den Küssen und staubigen Schienbeinen. Wenn Sommer gut riecht und nicht wie stinkiger Stadtsommer und dass man es noch bemerkt, wenn es so ist. Wie man den Sonnenaufgang mitbekommt und das Licht so flutet, dass es einem hin und wieder zu den Ohren rauskommt als Glück in Schmetterlingsform. Wie sich die Klischees erfüllen und damit noch schöner und breiter werden und man einen Bauchklatscher direkt hinein macht, weil es egal ist, weil einen sowieso jeder einmal kann, der in diesen Zeiten nur die Stirn runzelt und sich beschwert, weil man das eben immer macht. Das Beschweren aufgeben. Die Sache mit den kalten Waschlappen und der Erlösung. Wie sowieso alles weicher wird und geschmeidiger, wenn auch manchmal zu geschmeidig, einem kann doch eigentlich nichts besseres passieren, wenn man sich erst einmal dran gewöhnt hat.

Es ist jetzt soweit. Ich habe mich gewöhnt. Ich möchte, dass es nicht mehr aufhört. Dance dance dance.