Kurze Pause zum Stimmen.

Sich von einem Konzert ins nächste treiben lassen. Dazwischen ein paar Irre, ein bisschen Berlin, ein bisschen kalte Luft und ein paar finstere Ecken. Und vorher zwischen all den älteren Herrschaften auf den etwas unbequemen Stühlen in der Philharmonie und den alten Mann von hinten sehen, wie er auch in der Körperhaltung schon ein wankt. Und das Licht sich auf seinem Kopf bricht. Aber wenn man die Augen zumacht, verschwimmt das Bild. Und wenn man die Augen wieder aufmacht, aber nicht ganz, wandern die Lampen an der Ecke zu einem guten Bild zusammen. Wir haben gelacht, wir haben uns erinnert. Und ich muss immer daran denken, wie wir Tischtennisbälle ins Schwarzlicht des Kammermusiksaals geworfen haben und es war, als würden Sterne vom Himmel fallen. Und er sang: “Zum Träumen nicht bereit, das muss immer alles schnell weitergehen.

Und die zweite Hälfte als Kontrast zu dem großen hellen Raum, das kleine, dunkle Rosi´s. Nicht so viele Leute, die Konkurrenz und Berlin, die mögen sich ja auch immer. Aber Stimmungen machen sich von sowas ja nicht abhängig und Lars hat eine gute Suppe gekocht und sich beim Singen manchmal auf die Zehenspitzen gestellt. Sie machen das gut, sie spielen sich so ein jetzt, ich war ganz gerührt. Sie passen an ihren Handgelenken zusammen. Ich brauche da keine lauten Schreie, ich brauche nur diese Dynamiken und ein Stadion eigentlich. Da müssen ja nicht viele Leute drin sein, aber ich will mich umdrehen dabei und ganz viele Lichter sehen und ich bin der Meinung, sie brauchen Platz, die haben viel zu geben.

Und wenn bei Leander jemand kommt, um dich in den Arm zu nehmen, dann lässt du ihn einfach. So war das schon immer.

Liz hat es verfasst, und zwar am 18. Januar 2008 um genau 10:46 Uhr.
Kategorie : Ton

7 Kommentare Kommentar hinzufügen

  • 1. brittbee  |  18. Januar 2008 um 13:05

    du warst da.?. das. hätt.ich.wissen.müssen.

  • 2. ruhepuls  |  18. Januar 2008 um 15:22

    Ich wär so gerne gekommen, aber egal, wen ich gefragt habe, niemand wollte/konnte mich begleiten. Und alleine auf den Beginn eines Konzerts zu warten gehört nicht zu den gefälligsten Dingen. Vor allem nicht, wenn es so spät erst losgeht.
    Nächsten Monat gehe ich aber hin..

  • 3. Liz  |  18. Januar 2008 um 16:35

    @bb: Hab ich doch geschrieben, hab ich doch.

    @ruhepuls. Nächstes Mal fragste mich. Punkt.

  • 4. ruhepuls  |  18. Januar 2008 um 17:08

    Jawohl.

  • 5. Ani*ka  |  20. Januar 2008 um 0:34

    ui…Tischtennisbälle ins Schwarzlicht werfen klingt toll…da bedauere ich doch fast, dass ich meine Scharzlichtlampe auf dem Dachboden meiner Eltern zur Ruhe gebettet habe…wunderschön geschrieben übrigens!:-)

  • 6. alex  |  20. Januar 2008 um 0:57

    sich von einem Workshop zum nächsten treiben lassen, dazwischen ein paar Irre, ein bisschen Wannse-Forum bei Nacht und Blog-Bett-Lektüre per Mini-Computer. :) schön isses hier.

  • 7. Liz  |  20. Januar 2008 um 1:07

    @Anika. Sänk juh. Das mit dem Schwarzlicht war so ne Performance mit Sir Simon Rattle. Haha. Zuhause hab ich kein Schwarzlicht. Wo komm wa denn da hin?

    @Alex. Der Hallenmann. Ich brauch ein Büro, macht schneller ;) Gute Nacht und bis morgen.

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