In diesen Zeiten

Es sind diese Zeiten, in denen es nicht leicht ist, ein neues Print-Magazin zu machen. Es sind aber auch die Zeiten, in denen man vielleicht genau so etwas braucht. Eine neue Perspektive, einen neuen Blick, eine Aufgabe fernab der Alltagsgeldverdienberufsgeschichten. Ein anderes Gegenüber, wenn man in der U-Bahn sitzt und gelangweilt in der Gegend herumschaut. Es sind diese Zeiten, die nur diese Zeiten sind, weil alle sie mit ihrem Gerede über diese Zeiten zu diesen Zeiten machen. Es wären ganz normale Zeiten des Weltuntergangs und der Unsicherheit, wenn sie keinen Namen hätten, aber man braucht ja immer Namen, um sich an irgendetwas festhalten zu können. Und um darüber zu reden.

Unser Name ist OPAK. Und auch wir haben unsere Zeiten. Zeiten, in denen nicht alles so läuft, wie es geplant war, weil jeder auch seine eigene Suppe kochen muss, weil wir keinen Geldspeicher im Rücken haben, weil das Gerede von Idealismus diesen rosa Schimmer hat, der aber nicht mehr zu sehen ist, wenn Kaffee drüber läuft. Eigentlich hätten wir gestern erscheinen sollen, aber es sind diese Zeiten, ihr habt davon gehört, diese Zeiten, in denen man nicht mehr erschrickt, wenn etwas passiert, sondern eher, wenn etwas nicht passiert. Und es passieren Dinge am laufenden Band, immer wieder fliegt irgendwo etwas in die Luft, auch im Kleinen, und so müssen auch wir uns anpassen und verschieben und erscheinen demnach am Freitag, den 27.03.. Dann aber mal sowas von.

Im OPAK-Blog könnt ihr derweil Geschichten vom Redaktionsalltag lesen, der mal so gar kein Redaktionsalltag ist, weil es kein Redaktionsbüro und keinen Alltag gibt, denn das hier ist der erste Streich. Ihr könnt lesen, was man so denkt manchmal, wenn wieder irgendetwas nicht hingehauen oder geklappt hat. Und wie man sich so erklärt, wenn die Leute fragen: “Was machst’n du da eigentlich die ganze Zeit? Und wieso überhaupt?

Wir sehen uns Ende März.