Hidden Track.

Manchmal braucht es nicht viel. Es hört nicht auf. Das kann eine Nackenfalte sein oder wie ein T-Shirt liegt, wie jemand geht, wie jemand lacht, wie jemand riecht. Wie jemand. Du bist nicht mehr, aber manchmal wie jemand. Jemand wie du. Du hast keinen Schatten und stehst auch nicht hinter der Ecke, ich weiß das, ich habe es so oft aufgesagt, ich könnte es dir im Schlaf rückwärts buchstabieren, jede einzelne Faser meines Wäschekorbs ist vollgestopft mit echter, realer Rationalität und die da sitzt und mir zuschaut, wenn ich schlafen gehe, die nicht Gute Nacht sagt sondern: Es ist, wie es ist.
Ich weiß, wie es ist und niemand kann dich je wieder anrufen und das da vorne ist nicht dein Schatten. Und wir beide sind mittlerweile an dem Punkt, also ich und die Erinnerung an dich, wo es mich nicht mehr verrückt macht, wenn jemand aus Versehen seinen Löffel hält wie du, die gleichen Schuhe hat oder ein ähnliches Wort. Ich verschlucke mich nicht mehr, aber es kann passieren, dass ich stehen bleibe und schauen muss, auch wenn es nicht viel braucht, ich muss stehen bleiben mittlerweile, früher habe ich hingesehen und dann wieder weggesehen und hingesehen und dann nie wieder hin, jetzt bleibe ich stehen und schaue und warte, weil jetzt angekommen ist, dass das alles ist. Alles, was übrig ist neben mir und der Erinnerung an dich. Mehr gibt es nicht. Dass jemand ist wie du, das ist der letzte Moment, das ist nichts Schlimmes. Aber ich muss stehen bleiben und gucken und manchmal muss ich lächeln. Wie das alles war, das geht nicht weg.

Kommentare
uff.
das trifft.
sehr.
Das passt definitiv.
Nur: “Dass jemand ist wie du.” - Das gibt es nicht. Manchmal kommt der Moment, in dem man es denkt. Doch eine Sekunde später ist er wieder verflogen.
bin sehr berührt. was du schreibst, trifft mich.
ein lied, das ich für das empfinden oft im hinterkopf habe ist von george and ira gershwin:
There are many many crazy things
That will keep me loving you
And with your permission
May I list a few
The way you wear your hat
The way you sip your tea
The memory of all that
No they can’t take that away from me
The way your smile just beams
The way you sing off key
The way you haunt my dreams
No they can’t take that away from me
We may never never meet again, on that bumpy road to love
But I’ll always, always keep the memory of
The way you hold your knife
The way we danced till three
The way you changed my life
No they can’t take that away from me
————
no, they can’t take that away from me. auch wenn du nicht mehr da bist und nicht mehr zurückkehrst. es gibt diese momente, in denen jemand deine geste auf den fingerspitzen hat. dann gehört der moment und die erinnerung mir.
Ach Lisa, manchmal möchte man dich für sowas (also den Text da oben drüber) fast ein bisschen niederknutschen oder dir einen Baumkuchen überreichen, sein Leckermäulchen mit dir teilen, dich beim Tischtennis gewinnen lassen oder wenn man das nicht schafft, dir seine gute Gewinnerkelle borgen für zwei Elfer oder eine Runde Chinesisch.
heute das erste Mal auf deinen Blog gestoßen.
WOW!
toll alles.
besonders dieser Text.
und die schönen Fotos.
und auch alles andere.
danke!!
—
ach ja, tschüsschen und bis bald. ich komme wieder vorbei. :)
Schön. =3
[...] “Dass jemand ist wie du, das ist der letzte Moment, das ist nichts Schlimmes. Aber ich muss stehen bleiben und gucken und manchmal muss ich lächeln. Wie das alles war, das geht nicht weg. ” (Elisabeth Rank) [...]
[...] Inspiriert durch den schönen Text von Elisabeth Rank. [...]
der unterschied, das was wird, ist, dass es jetzt eben der schatten ist, oder das wie der löffel gehalten wird oder der schuh. und das ist das was es jetzt schön und lachen macht.
ach wie schön :) dank dir für deinen text.