Go - have a look.

Es gibt Phasen, da fällt man abends ins Bett, macht das Licht aus, schaut noch einmal kurz an den Gardinen vorbei und sieht die freie Zeit in kleinen hellen Punkten auf einen herab gucken und am nächsten Morgen ist sie wieder verschwunden und nach dem Piep läuft man los, zieht sich an, redet und schreibt und schiebt lustige Formen auf Bildschirmen herum und telefoniert und trinkt viel zu viel Kaffee und dann ist das Wochenende da und auch gleich wieder vorbei und der Hamster im Laufrad hat schon Krämpfe. Diese Phasen verändern viel, loten die eigenen Grenzen aus, machen Dinge fassbar und poltern mit Ideen, glucksen vor Adrenalin. Auch wenn man am Ende manchmal nur wie ein kleiner müder Klecks irgendwo im Zimmer herumliegt, am Ende ist wichtig, was dabei herauskommt und dass man sich selbst auf dem Weg nicht vergisst, dass man grinst dabei. Ich grinse, aber ich habe kaum Zeit.

Deswegen lege ich euch die Blicke von Caro ans Herz, ich habe sie damals während des Studiums kennengelernt und nun reist sie herum und knipst und sieht dabei sehr glücklich aus. Ihre Bilder aus Mazedonien und New York haben kleine Blitze auf meiner Netzhaut hinterlassen - und weil hier gerade so wenig passiert, schaut euch dort um und kauft euch Reiseführer oder Photoapparate. Ich bedanke mich recht herzlich.

Photo (c) Carolin Weinkopf