“Frühling haut sein blaues Band wieder locker aus der Hüfte.”

…schrieb G. neulich. Und schon haben wir den Salat und die Sonne knallt einem ordentlich auf die Mütze. Aber gebt acht, Ihr städtischen Weidenkätzchen und Kroküsschen (ja, heute ist Gaga-Tag, entschuldigen Sie dies oder lesen Sie nicht weiter), denn morgen oder übermorgen schon geht’s wieder ab, das wissen wir alle, das ist jedes Jahr so, dass die Mädchen sich nämlich gleich alle Hosen und Jacken vom Körper reißen und nur noch in Strümpfen durch die Stadt spazieren, das ist ja jetzt nichts neues, sobald die 10°-Marke überschritten wurde. Man könnte also zur Abwechslung auch mal erwachsen und reifer sein und nicht den ganzen Tag in der Sonne rumhängen, sobald sie mal ein bisschen nett lächelt, sondern weiter seiner Lohnarbeit nachgehen und die Haare kämmern und seufzen über die Spinner, die da am Landwehrkanal Mittagspause machen, über Zäune klettern, um näher am Wasser zu sitzen und aus ihren Pizzakartons dann Schiffchen falten, um danach mit dem ersten Eis samt Sahne und Schokoladensoße eine Gesichtsparty zu feiern. Könnte man, wenn man wollte.

Kommentare
Sollte man aber nicht, selbst wenn man könnte. Ich geh jetzt auch mal runter an die Elbe, an diesem ersten Sonnenbrillentag des Jahres, und gebe mich übermäßig wetterbeschwingt.
Dann wird mir kalt vom Wind und ich flüchte wieder ins Büro :D
der schönste einstand. wirklich.
Ich muss sie schelten: mir scheint, Ihnen setzt die Lohnarbeit allzu sehr zu. Die eigene Gram so einfach nach außen zu projizieren und sich zu solch Lust- und Lebensfeindlichen Äußerungen hinreißen zu lassen - also, nein.
nur noch in Strümpfen, das ist rich!
Wenn da nur das blaue Hüftband so überflüssig baumeln würde! Haarekämmen wär tatsächlich mal wieder was.