Feierabend

Auf der Brücke stehen und durchatmen. Und leise Anlauf nehmen für die Sachen, die man schaffen will. Für das Geländer. Für die Stufen. Für die Berge. Für all die Dinge, von denen man immer geträumt hat (ein bisschen und mehr). Die man noch aussprach, als man klein war. Und an die man später die Ansprüche zurückgeschraubt und die Worte darüber leiser gesagt hat. Man darf´s ja auch nie aussprechen, wenn man eine Wimper wegpustet und sich etwas wünscht. Und vor ein paar Jahren schon hab ich gepustet und nichts mehr gesagt, die Faust geballt und gehofft. Und wenn du dann da stehst auf der Brücke und die Lichter in der Ferne blinken. Die Leute gehen von der Arbeit nach Hause, die Hände in den Taschen, alle ganz schnell an dir vorbei. Wenn es kalt ist und rauscht von Wasser und Verkehr und all dem eben Gesagten, dann hältst du still. Dann musst du auch erst einmal eine Weile dort stehen, um es zu begreifen. Dass es nicht mehr nur eine Glückssache ist. Dass es jetzt auf dich ankommt. Dass du fast da bist.

Nichts sagen, aber lächeln.

Liz hat es verfasst, und zwar am 20. November 2007 um genau 19:36 Uhr.
Kategorie : Moi

Kommentar hinterlassen

Bitte angeben!

Bitte angeben!

Trackback  |  RSS Feed  |  Abmelden


Kalendar

Oktober 2008
M D M D F S S
« Sep    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Ältere Einträge