Einen Haps Haptik
Bei der ganzen Diskussion um Bücher und e-books macht sich mein 2008 bisher ganz gut, was Bücherpapier in meinen Händen so angeht. Meiner Erinnerung nach waren es…

Miranda July: No one belongs here more than you. // Wundervoll.
Klaus Neumann-Braun: Popvisionen // Och.
Lars Weisbrod: Oh wie schön ist Parkhaus 4 // Kollegiös.
Sybille Berg: Habe ich dir eigentlich schon erzählt… // Ratzfatz weg.
Alexander Osang: Lunkebergs Fest // Weiterempfohlen.
Marjane Satrapi: Persepolis. Jugendjahre // Fragmentös.
Dave Eggers: A heartbreaking work of staggering genius // Long lasting.
Nagel: Wo die wilden Maden graben // “Du bist der Chef.”
Tom Holert, Mark Terkessidis: Fliehkraft // Ich fahr nie wieder weg.
Ann & Paul Rand: Sparkle & Spin // Lovely.
Markus Werner: Zündels Abgang // Ähm.
Marlen Haushofer: Himmel, der nirgendwo endet // Nee.
Roger Willemsen: Kleine Lichter // Toller Schwulst.
Detlef Kuhlbrodt: Morgens leicht, später laut // Zu kurz.
Jörg Thadeusz: Alles schön // In der S-Bahn grinsen.
Bill Watterson: Calvin & Hobbes, Feine Freunde // All time heroes.
Ralf Rothmann: Rehe am Meer // Ok.
Christoph Hein: Frau Paula Trousseau // Großartig.
Kathrin Passig, Sascha Lobo: Dinge geregelt kriegen // Och.
Sebastian Glubrecht: Na servus // Tihi.
Markus Werner: Am Hang // Strange.
Peter Handke: Kali // Hm.
Miriam Yun Min Stein: Berlin Seoul Berlin // Teils teils.
Heinz Strunk: Die Zunge Europas // In der S-Bahn laut lachen.
Weitere Empfehlungen anyone?
Dazu kommt noch Uni-Lektüre. Und ein Taiwanreiseführer in Auszügen. Plus Zeitungen. Ich finde Papier ja wirklich ganz gut. Auch wenn die Bäume mich dafür hassen. Aber neuerdings gibt es auch Papier, das ohne jegliches Zutun an Häuserwänden klebt. Dieses Zeug hat es schon in sich. Aber bestimmt ist in dem Papier gar kein wirkliches Papier mehr drin sondern nur Zauberkunststoffextraktklebstoff oder sowas. Jedenfalls fetzt es, irgendwas an die Wand zu klatschen und das bleibt da einfach kleben. Keine Flecken, kein Kleber, just Wunder.

Kommentare
Juli Zeh: Spieltrieb (eins zu eins mit Gus Van Sants “Elephant” und “Paranoid Park” - ganz, ganz großes kopfkino). Die Stille ist ein Geräusch. (”Manchmal bilden Kopf und Augen zusammen eine Kamera und man kann sicher sein, die aufgenommenen Bilder nicht zu vergessen.”). Adler und Engel. Schilf.
Saša Stanišić: Wie der Soldat das Grammofon repariert. (so traurig, so lustig, so wunderbar.)
Thomas Pletzinger: Bestattung eines Hundes. (wollen wir nicht alle ein wenig Tuuli sein? Aber verdammt (!), warum wollen wir alle wie Tuuli sein? ein buch, das lange nicht vom platz neben meinem bett ins bücherregal finden wird.)
Andreas Münzner: Stehle. (diese spannung bei derart oberflächlich betrachtet geringem geschehen. unheimlich.)
Yiftach Ashkenazy: Mein erster Krieg. (Israel der gegenwart. schroff und treffender als jeder reiseführer.)
Peter Handke: Die linkshändige Frau. (das ende passt mir nicht. doch bis dahin: oh ja.)
das traubenzuckerarmband, das habe ich auch. nämlich so eins, das vorgibt, man könnte es essen. verklebt aber nicht am pullover.
Lies mal noch Markus Werners »Am Hang«, das noch irgendwo bei Dir rumliegen müsste — lohnt sich. Mit Miranda July bin ich noch nicht durch, aber ich find’s nur teilweise so gut wie überall zu hören war — vielleicht ist aber auch nur mein Englisch noch immer zu unbeweglich …
@M. Ich hab´s gelesen! Ich hab´s gelesen! Ich hab´s nur vergessen, wird aber sofort hinzugefügt. Fand es allerdings etwas strange, aber gut dafür, dass ich keine Krimis mag eigentlich.
[...] das war 2008. Zumindest [...]