Ein Fänger im Roggen

“Entwickeln sie eine Sensibilität für Nebensächlichkeiten”, wurde mir heute in der Uni gesagt. Dies sei elementar für unser Fach. Unvoreingenommenheit und Wertfreiheit gepaart mit der Neugier eines Kindes. Mit allen Sinnen, Leidenschaft und Teilgenauigkeit solle man bei der Sache sein und vor allem dabei bewusst die eigene Rolle in der Feldforschung thematisieren und analysieren.
Das ist so schön, dass ich jetzt Noten für Dinge bekomme, die ich eh den ganzen Tag mache. Lang hab ich mich nicht mehr so wohlplatziert gefühlt. Hallo, Elan.

Kommentare
Was studierst du denn?
“Entwickeln sie eine Sensibilität für Nebensächlichkeiten” erinnert mich so an Psychologie (bzw. mein rudimentäres Wissen darüber…).
Äh. Nee. Europäische Ethnologie. Klingt nach Standard-Ethnologie, is aber Volkskunde bzw. Kulturwissenschaft.
Okay, hm…
Klingt aber auch sehr interessant.
Isses wahrlich. Heute Seminar mit dem Titel: “Öffentlich aufgegessen”. HA! Esskultur in der Öffentlichkeit. Muahaha.
Esskultur? Sowas kann man studieren? Das wär auch ein Studiengang für mich ;-)
Aber was macht man am Ende mit dem abgeschlossenen Studium?
In dem Seminar bekommt man totalen Hunger.
Äh, ich sage jetzt lieber nicht, wann ich in meinem Studium immer Hunger bekomme…
Das ist nicht wahr, oder?
Es gibt wirklich Seminare über Esskultur in der Öffentlichkeit?