Dim lights on the dash

Mein Leben macht sich gerade einen Spaß draus, mit allem auf einmal und unheimlich laut daherzukommen. Ich halte dazu nur die Füße still und höre zu, bin einfach da, mache mit, wenn es glücklich macht, wenn es hilft, natürlich hab ich Angst, natürlich drückt der Schuh, aber das ist doch immer so. Und wenn man hier aus dem Fenster guckt und dem Regen zuhört, der in unglaublichen Wellen die Runde macht, von einem Ende der Stadt zum anderen und wieder zurück, der dabei einen Atem hinterlässt, der sich dir schwer auf die Schultern und Lungenflügel legt, wenn im Hintergrund Geoff Farina von den kleinen Feuern singt, dann weiß man, dass das alles schon ganz richtig ist. Und wenn man hin und wieder die Arme heben muss, weil der Oberkörper schwer wiegt auf dem Marmor und den Ellenbogen, wenn wieder das brüllende Müllauto kommt und der Moment in den Gulli rutscht, dann behält man dennoch den Geruch in den Kleidern. Das kleine Aufflackern der Lichter, wenn man morgen abend schon wieder Zuhause ist und vom Balkon schaut. Man hat sich ja selbst doch ganz gut beisammen, auch wenn man sich nicht immer sofort finden kann.
