Die Welt in Atem

Im Stillen schieße ich Giftpfeile und haue schon mal hier und da jemandem eine runter. In Gedanken wünsche ich dem einen oder anderen hin und wieder 24h Pech und schmiere ihm Kleber in die Haare. Die Fähigkeit den Mund halten zu können, wenn jemand eine wahrhaftig bescheuerte Bemerkung macht, fühlt sich prächtig an. Während der Blick nach außen hin die Ruhe wahrt und über die Situation schweift, hat das Innere seine fünfzehn Sekunden und stößt stampfend wüste Beschimpfungen aus. Nach den fünfzehn Sekunden wird alles wieder ruhig wie ein Lämmchen und ich bin froh, dass die Mundwinkel auch manchmal halten, was sie mir immer wieder versprechen.

Lizblog

Dafür bekomme ich die Tage sogar mal Post. Die Familie schreibt. Und aus England kam Musik und Anziehware. So wie ich auch jetzt wieder über ein paar businessfähige Oberteile und eine wahrhaft schnuckelige YoYoYo-weite Hose verfüge, die bei diesem ganzen Blüschen- und Jacket-Tamtam, das mich bald erwartet, einfach auch mal sein muss. Ausgleich und Stilfindung, die im Mix liegt (Neuerdings fällt mir ständig auf, wie langweilig die Mädchen zur Zeit aussehen. Jeans plus Schühchen plus irgendein Glitzerschal von H&M plus Jacketjäckchen. Das Ganze am liebsten in Pasteltönen). Ähem. Ich lehne mich grad weit, zu weit aus dem Fenster. Freue mich aber, dass ich ab morgen an der Entwicklung neuer Sendeformate beteiligt bin (muahaha, war nicht grad am Wochenende diese riesige Praktikantendemo, von der man noch jahrelang sprechen wird?). Den großen Wumms erwarte man bitte nicht, aber die Revolution fängt ja auch immer unten an.