Den Gang runter

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In Italien sind Lebensmittel im Supermarkt teurer als hier. Aber einkaufen ist sowieso kollossal anstrengend, wenn man nicht mit einer Tasche voll Geld über einen Markt schlendert, auf dem es nur so von bunten Ständen wimmelt, oder sich durch ein Geschäft mit hübsch beschrifteten Gläschen voller Leckereien stöbert. Einkaufen in Supermärkten ist unangenehm, meistens hat man kein Kleingeld für einen Wagen, meist liegt irgendwelcher Mist auf dem dreckigen Boden rum, dem man ausweichen muss. Oft sehen die Sachen einfach blöd aus, die vielleicht gut schmecken, aber sowieso finde ich, sollte es definitiv eine Verpackungsrevolution geben. Die KassiererInnen müssen hässliche T-Shirts und manchmal sogar Mützen tragen und sind schlecht gelaunt, was ich oft unheimlich gut nachvollziehen, aber trotzdem nicht gutheißen kann. Es wird rumgebrüllt, alle schieben ihre Wägelchen in die Beine des Vordermanns, grabschen in die Tiefkühltruhen und Gemüsekisten, räumen um, lassen fallen und bekommen die Lautsprecherdurchsagen auch irgendwann nicht mehr mit. Es sucht und stapelt, schiebt und seufzt, ich habe selten Menschen gesehen, die aussahen, als hätten sie Spaß daran. Manchmal huschen ein paar Kinder durch die Gänge, die lachen, weil sie Mama zu Schokolade oder Eis überreden konnten, hin und wieder liegen sich zwei in den Armen und können sich nicht für Wein entscheiden. Und meistens kann man an den Zutaten auf dem Fließband erkennen, was es heute zum Abendessen gibt. Selten regt sich dabei etwas im Gesicht der dazugehörigen Konsumenten. Ich bin froh, dass wenigstens alle den Mund halten.

Liz hat es verfasst, und zwar am 1. Oktober 2007 um genau 14:18 Uhr.
Kategorie : Blicke

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