Cutting Ice To Snow

Manchmal gibt es so kleine sakrale Momente. Wenn es vor dir leuchtet und innen drin alles aufgeht. Wenn die Trommel dein Herz ist und dein Herz die Trommel. Mit jedem Beat rückt sich ein Stück Welt zurecht, mit jedem Ton eine Luftblase weniger in der Blutbahn, das Rauschen im Kopf als positives Gewitter und weniger als Sendestörung. Programmpause als Einatmen und nicht als nervöses Zittern.

Efterklang gestern im Hamburger Knust völlig anders als damals im Lido. Aber dennoch großartig. Die Berliner brachten sie damals zum Stampfen, die Hamburger wenigstens zum leichten Wippen. (Man kommt sich ja doch teilweise etwas komisch vor, wenn man bewegt wird von Musik, also auf physische Art und Weise, während der Rest da einfach nur so steht und guckt und horcht und steht halt, wie man eben so steht. Ganz still.) Und dazu noch das ungewohnt entspannte Gefühl nicht jedes Gesicht im Club schon tausendmal gesehen zu haben, dieses weiße Blatt Papier an Erfahrungsschatz mit dieser bestimmten Location. Wunderbar neu und völlig knitterfrei. (You don’t know me. I don’t know you. Nice. Let’s dance.)