# Man nimmt sich vor sich selbst und alle anderen beim Abschied ein bisschen zusammen zu reißen, aber wenn sie dann da versammelt in dem leeren Zimmer stehen, und Nachbar Horst beinahe im selben Moment noch mal auf den Balkon kommt ohne eine Ahnung, dann rutscht die Fassung in die Rillen zwischen den Dielen und man kann das alles gar nicht begreifen. Woran man sich erinnert, ist der Moment auf dem Bürgersteig, Arm in Arm alle und hüpfend. Lachend und heulend zugleich.
# Und wenn man an der roten Ampel steht, legt man leise die Finger an den Mund oder an die Scheibe, um Auf Wiedersehen zu sagen. Nicht Tschüß.
# Wenn man mit dem Umzugsauto aus der Heimatstadt wegfährt, einschläft vor Erschöpfung und dann beim Aufwachen gerade Chris Martin „Nobody said it was easy“ singt, also wirklich direkt in diesem Moment, dann möchte man die Realität doch schon mal ohrfeigen.
# Dann in der neuen Stadt stehen Menschen im Nachthemd auf dem Flur. Im Fahrstuhl welche, die das Haus als Gummizelle bezeichnen. Welche mit Hunden und mit Kindern, mit vollgestellten Rollwägelchen und Wäschekörben, mit gesenkten Blicken und seltsamen Gerüchen, mit Gesprächsdrang und Zweifeln.
# Der Himmel hätte sich keine bessere Begrüßung ausdenken können.
# Ich denke immer, es ist ein Vogel oder ein überdimensionierter Schmetterling, aber es ist nur die Tüte, in der ein riesiger Blumentopf steht. Auf dem Balkon.
# Wenn man aufwacht und der ganze Blick ist blau, könnte das hinter der Brüstung auch ein Meer sein, eine Wüste, ein Alpenvorland.
# In der Bahn erzählt eine Frau davon, wie sie ihre Papiere in Polen gelassen hat, dann neulich bei diesem Mann im Hotel schlief, der dann am Morgen gestorben sei, und dass sie nicht wusste, was sie der Polizei daraufhin erzählen sollte.
# Der Penny auf der Reeperbahn ist gar kein Penny sondern ein Filmset.
# Doppelseitiges Klebeband ist nicht Gott. Aber Skype ist Gott.
# Von Mecklenburger Apfelsaft und Brausebonbons wird man gesund.
# Meine Haustiere sind ein Elefant und eine Wolke.