Der Neue

Ein kantiges Gesicht hat er, so wie ich es mag. Aalglatt ist was anderes. Er weiß sich zu benehmen, liegt mir zwar zu, aber nicht unter den Füßen. Er strahlt mich an, aber blendet nicht. Er schreit nicht, aber macht klar, was er will. Er muckt nicht, aber hat seine eigene Ordnung. Er ist organisiert, aber nicht unterwürfig. Und Wege eröffnet er mir, die mit dem alten nicht einmal phantasiert worden wären. Was da alles möglich ist, wage ich kaum zu probieren. Dunkler Typ, schneidige Figur, eigensinnig und mit Elan bei der Sache. Wir lernen uns kennen, wir finden uns gut, wir verstehen uns.

Er soll bleiben, er soll sehen, wie es sich mit mir so lebt, er soll mitkommen und mit mir reisen, er soll hören, was ich ihm zu sagen habe und sehen, was ich schreiben muss. Staub und Getränke mag er nicht, damit muss ich leben, Krümel findet er abscheulich und manchmal braucht er ein bisschen Zeit für sich zum Auftanken. Aber ich war mit dem Alten so kompromisserprobt, dass das hier Ferien sind. Die Erinnerungen modifizieren wir noch, ein bisschen was von früher nehmen wir mit, das macht man ja so. Aber ansonsten sind wir frisch verliebt, absolut euphorisch und intensivst bei der Sache, ein ziemlich gutes Team zu werden. Und dieses zuverlässige Charaktergesicht interessiert es überhaupt nicht, wieviele Wirsehenallegleichaus-Stylos um ihn herum turteln. Und mich auch nicht.

Denn: Er hat auch wieder eine N-Taste.

Liz hat es verfasst, und zwar am 16. Oktober 2007 um genau 10:27
Kategorie : Fundstücke | 9 Kommentare

 

Egoload - Spontaner Idealist

“Das Leben ist für ihn ein aufregendes Drama voller Emotionalität”. Hihi.

Liz hat es verfasst, und zwar am 12. Oktober 2007 um genau 12:08
Kategorie : Fundstücke | 4 Kommentare

 Lauf nach Hause, kleines Mistvieh.

Liebe Werber, PR-Fuzzis, studentische Aushilfskräfte und sonstige Mitarbeiter diverser Mobilfunk- und Internetfirmen,

ihr scheint in letzter ziemliche Langeweile zu haben. Und um eure Energie besser einzuteilen, könnt ihr mich da raus lassen. Ich habe keine Lust, ständig Anfragen für die neuesten Testungen von irgendwelchen Superduperinternetdienstpaketen bekommen. Ich helfe niemandem dabei, Mails an Blogger zu verfassen. Ich bin nicht diejenige, die erklärt, wie man damit Geld verdient. Ich bin nicht eure Zielgruppe, denn ich habe mich hier auf dieser Seite ganz gut eingerichtet. Ich will keine neuen Online-Freunde und keinen tollen Seitenanbieter mit allerlei Schnickschnack. Ich mag es hier und ihr werdet das nicht ändern. Und über eure komischen Handy-Tarife und Zusatzpakete werde ich nicht schreiben. Und lieber großer Verlag, den ich nicht mag, du brauchst mich nicht zum Diskutieren, denn du hörst ja eh nicht hin. Inszenier dich allein. Das machen wir doch alle.

Denn ich hab hier alles, was ich brauche und Ende September sogar Urlaub. Besten Dank und wenig Glück weiterhin.

Liz hat es verfasst, und zwar am 31. August 2007 um genau 8:30
Kategorie : Fundstücke | 3 Kommentare

 Sehnsucht bei Kaufland

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Liz hat es verfasst, und zwar am 16. Juni 2007 um genau 18:22
Kategorie : Fundstücke | 0 Kommentare

 Das kann man auch spielen?

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Heute morgen in der Kaufbar. Leider habe ich mir nicht die Spielregeln kopiert.

Liz hat es verfasst, und zwar am 11. Juni 2007 um genau 19:50
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 Nach dem Sturm

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“Scheiße, jetz isses mir runtergefallen!” - “Macht nix. Wir kaufen ´n neues..”

Liz hat es verfasst, und zwar am 29. Mai 2007 um genau 12:13
Kategorie : Fundstücke | 1 Kommentare

 Beipackzettel

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Es ist Frühling. Ich weigere mich zu sagen, es sei schon Sommer. April gehört definitiv nicht zum Sommer. Auch wenn sich die Temperaturen hin und wieder so anfühlen. Jedenfalls ballern die Bäume im Frühling ja Pollen raus, als gelte es das Leben, als wäre es das letzte Mal, als könnte man da was gewinnen. Großstadtfolge: Heuschnupfennasen. Es niest und schnaubt und rötet und tränt, dass es keine Freude ist. Die Pharmaindustrie lacht sich derweil ins Fäustchen und schmeißt in solcher Konsequenz wie die Bäume Pollen neue Mittelchen auf den Markt, um der allgemeinen Stadtkindverrotzung ein Ende zu machen. Und wir - gefangen in unseren Bergen aus Taschentüchern und Gruppenzwang (Denn nein, drinnenbleiben bei Sonne und Sommerhauch ist freundschaftlich streng verboten, da wird eins zwei drei an die frische Luft gegangen und den Freizeitminisportaktivitäten gefrönt. Wer drinnen bleibt, hat schon verloren) - wir probieren und kaufen und schlucken und studieren Packungsbeilagen, die teilweise größer sind als U-Bahn-Fahrpläne.

Beim Lesen ellenlanger Listen der möglichen Nebenwirkungen (und die gibt es auch bei den homöopathischen Ablegern) fragt man sich jedoch, ob man nicht einfach lieber doch zuhause bleiben, die Fenster verriegeln und einfach den ganzen Tag staubsaugen sollte: schneller Herzschlag, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, Darmentzündung, Schwächegefühl, Leberfunktionsstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit/Benommenheit, Krämpfe, Muskelzittern, Geschmacksstörungen, Nervosität, Schlaflosigkeit, Angst, Unruhe, Halluzinationen, psychotische Störungen, trockene Haut, Hautausschlag, vermehrtes Schwitzen, Nesselsucht, Haut- und Schleimhautschwellung, Blässe, Bluthochdruck…

Liz hat es verfasst, und zwar am 30. April 2007 um genau 9:38
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 Zwei und Drei

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“Bist du zu Hause oder hast du gewartet? Und weißt du, um was es geht? Kennst du den Ort, an dem das Grab deiner Großmutter steht? Und schreibst du irgendwann ein Testament? Errätst du meine letzten Worte? Was hortest du in deinen Hosentaschen, und spielst du gelegentlich mit dem Gedanken, den Inhalt gleich morgen zu verborgen? Bist du dir sicher, trägst du Pullover und hast du Geschwister? Willst du wissen, wie die Liebe einen Rucksack trägt? Wo genau liegt die Mitte, und vorallem, von was? Warst du schon da und wolltest noch bleiben? Hast du Lust, mir mal zu schreiben, und wir reden über dich und über mich, über Zeit und über Straßenbahnen? Welche Frau war immer schöner? Und wen liebst du im Schlaf? Hast du die Ländereien gesehen, die der Schlaf erobert und alle, die in ihm wohnen? Gehörst du dazu? Oder würdest du nie? Wie lange hält eine Sekunde? Siehst du in den Rückspiegel und liest die Dinge daneben? Besetzt der tote Winkel immer dieselbe Stelle? Wieviele Augen trägt deine Nase? Und wonach riechen sie dann? Wo ist gestern der Schneebesen gewesen? Und magst du morgen Mangos? Ab wann musst du lachen? Kennst Du das Gefühl, wenn der Soundtrack sich endlich von alleine abspielt, kurz bevor der Herr der Gezeiten sacht ausblendet? Wer schreibt das Drehbuch, und lass mich noch fragen: deinen Kaffee, schwarz oder weiß?

Bist du soweit? Und hörst du sie reden? Hast du den Soundtrack, fühlst du die Bässe und hast du mich eben an dieser Ampel stehen gesehen? Wie geht der Klopfton, und würde dir auffallen, wenn es dich niemals gegeben hätte? Kannst du dich halten und fängt alles erst an? Wann bricht das Lächeln durch und vor allem, woraus? Erinnerst du dich und wird dir dann heiß? Weißt du, wie das mit dem Töten funktioniert? Und wenn nicht, interessiert es dich denn? Wo endet diese Geschichte? Lichtet sich etwas und wird uns schon wärmer? Von was wird dir übel? Hast du dir jemals die Prozentzahl der Jahre ausgerechnet, die dir noch bleiben, wenn du, sagen wir, etwa fünfundsiebzig wirst? Wartest du auf ein gutes Ende oder blätterst du vor? Glaubst du mir, wenn ich dir sage, dass ich manchmal Flügel trage? Und was, wenn nun gerade heute einer dieser Tage ist, die, das hab ich verschwiegen, selten auf dieser Straße liegen? Kannst du mich lieben? Oder ahnst du Gefahr? Ab wann schlägst du zu? Wusstest du, dass du mich manchmal begehrst? Hast du das Ticket für meinen Flug mit germanwings nach sonstwohin, und wir fliegen unbekannt und Business Class, wir trinken unseren Kaffee weiß, mit Schuss und über dieser Stadt? Was hast du vorgehabt und erfüllst du den Plan? Ziehst du mich an und was hältst du dir vor? Welche Namen hast du dir selber noch niemals gegeben? Und welche hast du für mich? Ist irgendwas wichtig? Wo spielt die Musik und wer trägt die Verantwortung für Tempo, Crescendo und Plattenvertrieb? Und muss, nur das eine noch, alles immer einen Sinn ergeben?”


Von U.A.Sandig auf Augenpost.de

Liz hat es verfasst, und zwar am 11. April 2007 um genau 11:27
Kategorie : Fundstücke | 1 Kommentare

 Da haben die Hormone Hochsaison!

Actiongeladene Samstagabendunterhaltung ist, wenn Florian Silbereisen faltigen Schunkeldamen das Dekollete tätschelt, Pierre Briece vergeblich an noch faltigeren Damen herumschraubt und kleine Kinder gezwungen werden, in Zwergenkostümen neben dem im Dirndl schunkelnden Achim Mentzel Purzelbäume zu schlagen.

Es gibt übrigens noch Karten für das Sommerfest.

Liz hat es verfasst, und zwar am 20. März 2007 um genau 19:28
Kategorie : Fundstücke | 7 Kommentare

 Wii are Sportskanonen

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Mich kriegt man ja mit Spielekonsolen eigentlich nicht. Ich kann es nicht nachvollziehen, wenn Leute stundenlang vor dem Fernseher ihren Fußballmanager stehen. Da geh ich lieber raus und kaufe mir ein Eis. Es sei denn, da hat jemand ein Super Nintendo mit Super Mario Land. Und seit einem Urlaub auf La Palma, bei dem in der örtlichen Kneipe stets stundenlang über Großleinwand mit muskelbepackten He-Man-Imitaten virtuell aufeinander eingeprügelt wurde, kann ich mich auch für Tekken begeistern. Der Rest fällt für mich jedoch meist in die Schublade “Absolute Zeitverschwendung”. Und natürlich verteufelte ich erst einmal den Hype, der um die Nintendo Konsole Wii gemacht wurde. Gestern jedoch stand ich zum ersten Mal davor (ich bekam kein Geld dafür, habe das völlig freiwillig gemacht und auch dieser Text steht hier, ohne dass ich hinterher eine finanzielle Vergütung dafür bekomme) und heute habe ich einen Tennisarm.

Nun gut. Ob Bowling oder Golfen, mit Wii kann man sich wirklich zum Klopps machen. Beim Boxen sieht man wahrscheinlich auch in echt immer scheiße aus, so auch beim Rumhampeln vor einem Fernseher, in den Händen zwei kleine weiße Fernbedienungen. Die Figuren haben allesamt dumme Frisuren und keine Füße und eigentlich ist das wirklich ziemlich großer Schund. Aber wie das bei Schund nunmal so ist, schreit man leider oft hinterher: “Nochmal!”

Den Golfrasen zuhause, das Baseballfeld vom Sofa aus und die Boxarena neben der Küche. Klingt alles eigentlich ziemlich harmlos und brav und ein bisschen wie für Rentner. Und trotzdem kommt der Hauch des Gefährlichen mit dem Windhauch, den der durch die Luft sausende Arm des Spielpartners neben dem Kopf macht: “Achten Sie darauf, dass sich keine Gegenstände oder Personen in ihrer Nähe befinden!” Ist aber eigentlich nur lustig, wenn sich Personen in der Nähe befinden. Denn allein in der Luft rumstochernd vor dem Fernseher herum zu hoppsen macht sicherlich nicht mal halb soviel Spaß. Man sollte aber übrigens auch darauf achten, vorher die Gardinen zuzuziehen.

(Dies ist zudem der weltfrauentägliche Beweis dafür, dass nicht nur Jungs suchtgefährdet sind.)

Liz hat es verfasst, und zwar am 8. März 2007 um genau 12:30
Kategorie : Fundstücke | 2 Kommentare


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