Veranstalten Sie Ihr inneres Baumblütenfest.

Der aktuellen Bevölkerung kommt die wahrhaftige Albernheit beizeiten abhanden. Über Albernheit kann man sich nicht beschweren, meist läuft sie einem aber in grausamen, ja gar böswillig dummer Art und Weise über den Weg. Steht man dann aber einmal mitten in weißem und nicht gelbem Schnee zwischen sich biegenden und einen mit mildem Rascheln begleitenden Bäumen an einem Wegrand, dem man folgen kann, bis man wirklich auf der Spitze angekommen ist - ja, dann sollte man mitunter üben und mit dem gesamtem Körper ausführen, was einem im harten Alltag unten im Tal ab und an den Arsch und die Seele retten könnte. Das passende Lied dazu ist im Übrigen “El Captain” von Idlewild. Es funktionieren aber auch andere, weniger pompöse Musikstücke, in denen Gitarren und Rocknroller vorkommen. Und nun machen Sie mit und sich locker, entfalten Sie die Stirne und spüren Sie den Staub in Ihren Gelenken, lassen Sie das Fett schlackern und spannen Sie an, was noch geht. Sie werden sich besser fühlen danach. Sind Sie in Ihren Grundfesten ein ernsthafter Mensch, sollten Sie nicht weiterlesen und schon gar nicht mitmachen.
Wir beginnen mit der Grundaufstellung. Zwei Füße auf dem Boden, das ist ganz einfach. Der Rest ist eine intuitive Geschichte von Rock and Roll. Sie wissen schon, die Sache mit den Beats von früher. Hüfte locker und so weiter und sofort.





(Sie sollten vor Beginn des fulminanten Finales des Ausdrucks Ihrer inneren Ausgelassenheit noch einmal alle Kräfte zusammen nehmen, Anlauf oder wie auch immer Sie das nennen mögen, und wirklich alles geben. In der letzten Bewegung dann lassen Sie den Stress und die Anspannung hinter sich und schütteln alles ab. Danach werden Sie den Berg des Lebens quasi hinauf fliegen, vorbei an den lahmärschig im Lift sitzenden Skifahrern werden Sie auf dem Pfad des Lebens zwar keuchend, aber mit gesunder Gesichtsfarbe und durchaus gut gemütet das Gipfelkreuz erreichen. Sie müssen es nur zulassen.)


Um eines bitte ich Sie dennoch: Morgen haben Sie das alles vergessen und nehmen mich wieder für voll. Besten Dank und gute Heimreise. Bis zum nächsten Mal.

Kommentare
Wenn hier mehr Schnee wäre, würd ich sogar nochmal im Pyjama raus und nachtanzen.
Aber Sue. Du darfst dein Glück doch nicht von Schnee abhängig machen.
yeahhhhh…. rock’n'roll! ein wunderschöner beitrag unserer ministerin für seele, luft und flausen in der hosentasche.
Sehr schöner Eintrag..
Werde ich gleich auf Arbeit beherzigen.
Ich emfpinde puren Neid für die massen an schnee die bei euch liegen, ich hatte noch keine schneeballschlacht dieses jahr :(
Des Skifahrens unfähig?
@b51. Besten Dank für diesen wunderschönen Titel.
@CK. Nun ja, Italien ist nicht wirklich “bei mir”. Eher weit weg. Aber das muss auch mal sein.
@Annegretchen. Yes, Madame. Les Knie.