Buckets

„Vielleicht sollte man daraus einen Film machen“, hatte sie gesagt noch mit kleisterverschmierten Händen und den Blick auf die Linien zwischen den Gehwegplatten geheftet. „Vielleicht hätten wir das alles filmen und als Geschichte verkaufen sollen“, lachte sie an der nächsten Ecke und strich sich die Haarsträhne mit dem Unterarm aus dem Gesicht, den großen Pinsel fest in der Hand. „Und vielleicht sollte man nur noch so kommunizieren“, flüsterte sie hinter der Laterne, als das große Auto vorbeirollte und sie kurz ins Rampenlicht stellte. „Ich wünschte, das wäre nicht mein Gesicht“, hatte sie gerufen, als sie mit dem Fahrrad um die Ecke bog. Der Eimer knallte hin und wieder an Knie und Vorderrad. Es klackte ein paar Mal, die Leute in den Straßencafés stocherten plappernd mit den Strohhalmen in ihren Mojitos.

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„Das würde nicht funktionieren“, bedauerte sie, als sie die Hände abwusch. Die Füße in die Badewanne gestellt kratzte sie an den Resten des Vortages und kleine Fetzen zogen in die Abflussrohre ein. „Wir haben nicht genug Zeit zum Warten“, dachte sie und legte neues Papier in den Einzug. Das Geräusch der Schere erinnerte sie an früher, während der erste Regen kam. „Die Ränder sind wichtig“, biss sie sich auf die Lippen und strich bedächtig die Ecken glatt. Die jungen Männer vor dem seltsamen Etablissement sahen sie nun schon zum dritten Mal vorbeistapfen. Mit dem Eimer. Mit den verschmierten Händen. Mit dem Grinsen. Wenn du weg bist, ist das nur noch irgendein Gesicht, das aus irgendeiner Mauer irgendwelchen Menschen auffällt. Der Eimer knallt hin und wieder an das Knie und das Vorderrad. Die Barkeeper kaufen montags neue Strohhalme, geschminkte Lippen legt man nicht an Glas. Manche Gesichter aber halten dem Regen stand, andere nicht. Wir werden sehen. Vielleicht sollte man daraus einen Film machen.