A small part in your passion play.

Und wenn dann der Gegenüber seine Tolle aus der Stirn streicht, in das riesige Sandwich beißt und danach, noch kauend, aus dem Fenster schaut, grinst und mit den letzten Resten zwischen den Zähnen sagt: “Ich bin so glücklich, weil ich all diese Menschen kennen darf. Weil sie alle so talentiert sind und ich dabei sein kann.” Dann kriecht einem eine imaginäre Träne in den Augenwinkel, weil die echten ja dafür dann doch zu unberechenbar und zu eigen und verborgen sind. Und man schaut dann vor Verlegenheit in das Kaffeeglas vor sich, an dessen Boden noch brauner Schaum klebt, und auf die Maserung des Tisches, zieht mit dem Finger die einzelnen Fasern und Brüche nach und denkt sich, wie gut es ist. Wie gut es wirklich ist, dass man nichts bezahlen muss, um an diesen Menschen teilzuhaben, ihre Geschichten lesen zu können, ihre Stimmen und Instrumente zu hören und die Möglichkeit zu haben, immer und immer wieder ihre Bilder zu sehen und ihre Gesichter, dass man nichts geben muss, um Teil ihres Lebens zu sein außer einer Ehrlichkeit und einer Aufrichtigkeit, außer da zu sein, wie man ist. Und dann schauen wir auf die Blumen im Schaufenster, die großen Lilien, während draußen das graue Wetter bei Rot über die Straße geht. Wir bezahlen und einer legt dem anderen eine Hand auf die Schulter. Manchmal gibt es keine größere Geste als das.

Wie dankbar wir einander sind uns zu kennen. Und das Unverständnis der Welt gegenüber, die das nicht interessiert, die an all diesen guten Menschen nicht interessiert ist, wird klein und beinahe unsichtbar, weil was anderes zählt.