Pepergas

Sich eine Mütze kaufen, denn der Wind am Rhein weht scharf und unerbittlich am Anfang des Jahres. Die kleinen Cafés mit den Baststühlen davor erinnern an Frankreich, die Wohnhäuser an Spanien und das Wetter an Großbritannien. Wir lassen uns die Haare aus dem Gesicht und die Tropfen gegen die Wangen wehen, manchmal braucht man nicht mehr. Nur danach ein bisschen Ruhe und irgendwas warmes. Und sobald man nicht mehr automatisch versteht, was die Buchstaben bedeuten und die Worte und man zwar liest und sich einen Sinn denkt und eine Bedeutung, kehrt man sich automatisch ein bisschen nach innen. Es rauscht an einem vorbei und neulich hab ich gemerkt, vielleicht bräuchte ich das öfter. Den Verlust der Bedeutungen, das Runterschrauben der Eindrücke auf Farben und Formen, die Grundlagen der Töne ohne Wortgeschwurbel drumherum. Und dass man die Dinge erkennen muss, ohne ihre Slogans, Namen und Codes in den Mund gelegt zu bekommen. Es tut gut, wenn es mal ruhig ist. Man kann sich sortieren und Memory spielen.

Liz hat es verfasst, und zwar am 4. Januar 2008 um genau 23:57 Uhr.
Kategorie : Blicke
Kommentar hinterlassen
Trackback | RSS Feed | Abmelden