Die Sache ist ja die, dass es so viele Sachen sind.

Monat: Februar, 2010

Berlin rechnet nicht in Jahreszeiten.

(♥)

Are you the favorite person of anybody?

Everything’s made of jello!

Derzeit läuft ein Film im Kino, der mich nicht nur wegen des T-Shirts und des Haustieres des Protagonisten angezogen hat. Allein die Aussicht auf anderthalb Stunden, in denen Essen und Regenbogenfarben durch die Luft fliegen und sich Wolken einfach in Glitzerstaub auflösen, hat mich ganz kribbelig gemacht. An diesem Valentinstag bin ich nun inmitten von kleinen Menschen, die alle halb so groß waren wie ich, in den Genuss gekommen und als dann plötzlich dieser riesige Wackelpudding auf dem Feld stand und eine Arschbombe inmitten von gelbsüßem Glibberpamps endete, war’s vollends vorbei mit meiner Beherrschung. Ich präsentiere Ihnen den Inhalt meiner süßesten Träume, meine ganz persönliche Definition von Romantik:

Und baut euch mal selbst noch mehr Valentinstage in euer Restjahr ein. Lohnt sich.

(Bilder via 3dguy und joblo)

Where in the world am I now? #1

Jan Drees hat im Bücher Magazin über mich geschrieben. Ein Interview mit mir gibt’s zusätzlich online. Und Deutschlandradio Kultur hat auch was zum Buch zu sagen.

(Das fühlt sich alles noch ziemlich komisch an.)

But you are not alone in this.

Die Sache mit dem starken Herzen ist eine, für die man Daumen drücken muss. Die Sache mit dem Großvater ist eine, für die man Daumen drücken muss. Please, do.

Punktestand.

Ich glaube an den Zufall. Manchmal ist er ein ziemlicher Arsch, dann ist er wieder sehr gut drauf. Und man muss einen der richtigen Momente abpassen, um ihn zu fragen, ob er nicht etwas für einen tun könnte.

How to look like your shirt print. Today: Cookie Monster.

Tisch und Boden

Ich habe Gameboy gespielt bei dir auf dem Sofa und ich weiß nicht mehr genau, warum, aber du bist aus der Küche gekommen, hast gesagt, ich soll mal kurz Pause machen, ich hab aufgesehen, und du hattest diesen Ton drauf, hinter dem eine Stille stand, die ich nicht einordnen konnte. Und dann hab ich mit den nackten Beinen auf dem Sofa gesessen und gemerkt, wie kalt meine Füße eigentlich sind und du hast dich auf den Tisch vor mir gesetzt und gesagt, ich brauche keine Angst haben. Da ging das Licht im Hof an und jemadn schloss sein Fahrrad an der Regenrinne ab. Du hast gesagt, ich solle mir keine Gedanken machen und ich war verwirrt, weil ich bis dato nicht auf den Gedanken gekommen war, mir Gedanken zu machen, für mich waren die Dinge ganz klar. Du und ich und das Sofa und der Gameboy und die Pizza und das Wochenende und dann wieder nach Hause, Mitte der Woche anrufen, nach Kino fragen oder einem neuen Rekord, eine Zeit festlegen, auf die Flikflak schauen, Datum im Kopf einstellen und dann wieder du und ich und das Sofa und der Gameboy und der Park um die Ecke. Manchmal war eine Frau dabei, aber das hat nichts geändert und jetzt plötzlich musstest du dich auf den Tisch setzen und mir sowas sagen, sonst war der Boden genug. Du hast dann weiter gespielt und ich hab ferngesehen und später wurde ich abgeholt und alles war vergessen, beiseite. Vielleicht hätte ein bisschen Angst gar nicht geschadet, ein kleines Unbehagen, vielleicht hätten wir uns dann noch öfter gesehen. Ein zwei Mal.

Mir ist es wieder eingefallen letzten Sommer am See, wo deine Eltern gewohnt haben. Ich war dort um zu lesen und zu schwimmen, auf dem Nachhauseweg hab ich gemerkt, dass ich da war, um mich zu erinnern.

Und auf dem Rücken…

…trägt das Buch den großartigen Herrn Bokelberg Huckepack.

Es ist da.

Ich hatte den Vertrag unterschrieben und bin mit dem Papier in der Tasche auf dem Fahrrad nach Hause gefahren. Da war es wärmer und ich kam mir so bescheuer vor, mit Tränen in den Augen auf der Brücke zu stehen, aber manchmal ist es so schwer, sich bei Heulen und Lachen für das Richtige zu entscheiden und beides zusammen sieht dann zwar dämlich aus, fühlt sich aber am okayesten an. Und dann finde ich mich heute viele Monate später in dem Gebäude wieder, das früher mein Finanzamt war, und zwei Hände legen mir was auf den Schoß, wo mein Name draufsteht, es ist noch nicht komplett zusammengeklebt, aber man gibt mir einen Schnipsgummi mit. Und als ich das Haus verlasse, muss ich zwar aufpassen, nicht alle drei Meter hinzufliegen, um dann wie ein zappelnder Käfer auf dem Rücken liegend mit den Ärmchen und Beinchen zu strampeln. Aber irgendwie tänzele ich dann doch wagemutig und beinahe leichtsinnig zwischen Eis und Pfützen umher, denn es ist egal. Ich habe diesen kleinen Haufen Papier in der Tasche und ich wäre vielleicht ein hilfloser Käfer, wenn ich flöge, aber immerhin ein breit grinsender. Das ist definitiv auszuhalten.

(Und abends im Bett dann, wenn einen Moment Ruhe ist, und das Dings immer noch neben einem liegt als Beweis, dass man das nicht geträumt hat, dann weiß man, dass so Sachen wie Träume wahr werden können und das macht vieles und damit auch eigentlich alles sehr sehr gut. Ich hab niemals gedacht, dass das wirklich passiert, als ich’s mir mit fünf Jahren gewünscht hab. Ja, es riecht komisch, aber wie bei Babies ist auch das irgendwie nebensächlich.)