Es ist da.

Ich hatte den Vertrag unterschrieben und bin mit dem Papier in der Tasche auf dem Fahrrad nach Hause gefahren. Da war es wärmer und ich kam mir so bescheuer vor, mit Tränen in den Augen auf der Brücke zu stehen, aber manchmal ist es so schwer, sich bei Heulen und Lachen für das Richtige zu entscheiden und beides zusammen sieht dann zwar dämlich aus, fühlt sich aber am okayesten an. Und dann finde ich mich heute viele Monate später in dem Gebäude wieder, das früher mein Finanzamt war, und zwei Hände legen mir was auf den Schoß, wo mein Name draufsteht, es ist noch nicht komplett zusammengeklebt, aber man gibt mir einen Schnipsgummi mit. Und als ich das Haus verlasse, muss ich zwar aufpassen, nicht alle drei Meter hinzufliegen, um dann wie ein zappelnder Käfer auf dem Rücken liegend mit den Ärmchen und Beinchen zu strampeln. Aber irgendwie tänzele ich dann doch wagemutig und beinahe leichtsinnig zwischen Eis und Pfützen umher, denn es ist egal. Ich habe diesen kleinen Haufen Papier in der Tasche und ich wäre vielleicht ein hilfloser Käfer, wenn ich flöge, aber immerhin ein breit grinsender. Das ist definitiv auszuhalten.
(Und abends im Bett dann, wenn einen Moment Ruhe ist, und das Dings immer noch neben einem liegt als Beweis, dass man das nicht geträumt hat, dann weiß man, dass so Sachen wie Träume wahr werden können und das macht vieles und damit auch eigentlich alles sehr sehr gut. Ich hab niemals gedacht, dass das wirklich passiert, als ich’s mir mit fünf Jahren gewünscht hab. Ja, es riecht komisch, aber wie bei Babies ist auch das irgendwie nebensächlich.)
