Nur leichte Irritationen.

Hold ourselves together with our arms around the stereo for hours. While it sings to itself or whatever it does when it sings to itself of its long lost loves. I’m getting tied, I’m forgetting why. Tired and wired we ruin too easy, we sleep in our clothes and wait for winter to leave. But I’ll be with you behind the couch when they come on a different day just like this one. (…) So worry not. All things are well. We’ll be alright. We have our looks and perfume.

(The National - Apartment Story)

Und während draußen Schnee liegt und gestern abend schon die ersten Väter ihren Kindern gezeigt haben, wie bunt Schneegestöber sein kann, verkrieche ich mich bis zum letzten Moment in einem grauen Kapuzenpullover. Dann geht es raus, viele werden wie ich einen kurzen Rock tragen, viele werden frieren und lachen und wir alle werden ein bisschen seltsam aussehen, staksend im Schnee, den Pony verwirbelt und die Erinnerungen des alten Jahres immer noch wie einen viel zu schweren Mantel auf den Schultern. Vielleicht werden wir uns zwischendurch in der Straßenbahn heimlich an der Hand nehmen, also in Gedanken - so wie manche vor dem Essen immer sagen “Jeder esse, was er kann, nur nicht seinen Nebenmann” - vielleicht sollte man sich ein bisschen essen manchmal, zumindest in die Augen schauen nachher, weil wenn der andere im richtigen Winkel zum Fenster steht, dann wird man das Feuerwerk trotzdem sehen können. Vielleicht wird sich morgens jemand am anderen anlehnen in der Straßenbahn oder beim Warten darauf, sich anlehnen, obwohl er ihn nicht kennt, und etwas träumen, das er sich nicht merken wird. Und vielleicht schneit es die Nacht über so sehr, dass man morgen die Spuren nicht mehr richtig sehen kann, nur noch leichte Irritationen auf einem großen, weißen Teppich. Vielleicht wird das dann auch ein bisschen so mit dem neuen Jahr.

Habt es schön.