“The drinks in our hands keep us alive”

Sie sahen aus, als hätten sie keinen Spaß. Sie sahen aus, als sei das Einzige, was sie hier zu tun hätten, auszusehen und den Kopf immer so zu wenden, dass sie niemand verpasst und sie niemanden verpassen. Und die Gesichter glänzten, man stand so herum aneinander, schwitzte sich an, der Beat war gut und im hinteren Teil, da musste man nicht eh nicht gucken, deswegen auch kaum Licht, da musste man nur tanzen, alles verflüssigen. The Presets haben wir verpasst, der kalte Raum aber, der gehört wohl zum Etablissement, welches sich mir in seiner Logik nicht erschloss und G. sagte auch, man hätte das Geld, das die Bänke aus Eis gekostet haben mögen, auch in eine Belüftungsanlage stecken können. Und sie in dem weißen Nylon-Overall, sie tat mir so leid in diesem hautengen Ding, während uns in den kurzen Kleidern das Wasser schon die Schläfen herunterlief. Wie sie so durchhielt mit ihrer Hochsteckfrisur und der Typ vor ihr schon ganz gierig schaute, immer wieder mit dem Finge rüber ihren Nylon-Unterarm strich, als hoffte er, dass sie das Ding nicht ausziehen würde, wenn er sie mit nach Hause nimmt. Wir fanden den richtigen Moment zum Gehen, man weiß das ja immer nicht so genau, aber die Gestalten auf unseren Passfotos waren die einzigen im Laden, die von ganzem Herzen lachten. Die anderen sahen nur aus.
Liz hat es verfasst, und zwar am 16. August 2008 um genau 13:51
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