
“[…] This person suddenly feels the need to check her post office box. It is an old habit, and even if everything is going to be terrific from now on, this person still wants mail. This person says she´ll be right back and everyone this person has ever known says, Fine, take your time. This person gets in her car and drives to the post office and opens the box and there is nothing. Even though it is a Tuesday, which is famously a good day for mail. This person is so disappointed, this person gets back in the car and, having forgotten about the picnic, drives home and checks the voice mail and there are no messages, just the old one about “passing the test” and “life being better”. There are no e-mails, either, probably because everyone is at the picnic. This person realizes that staying home means blowing off everyone this person has ever known. But the desire to stay in is very strong. This person wants to run a bath and then read in bed. […]”
(Aus “No one belongs here more than you” von Miranda July, Scribener 2007)
Liz hat es verfasst, und zwar am 30. Juni 2008 um genau 22:53
Kategorie : Lektüre | 3 Kommentare

Damals war ich angekommen, als ich mich zurücklehnen konnte in dem Gefühl, nichts zu verstehen. Die Dinge beobachten, nicht mehr versuchen zu folgen, es einfach aufgeben und manchmal aufschauen, wenn ein paar Laute hinüberwehen, die gut klingen, die man vielleicht im Stillen ohne Ton im Mund versucht nachzuformen und die dem Original nicht ansatzweise Konkurrenz machen, wenn man sie doch mal laut ausspricht. Ich saß in Taipeh in diesem Café und war dort, weil ich nur zuhörte um des Zuhörens willen. Zwei Dinge sind dann immer sehr einfach. Sich in den eigenen Bauch zurückzuziehen, die Geschichte mit dem Treibholz wörtlich zu nehmen, jeden Gedanken auszureizen, an die Wand zu fahren, bis zu Ende zu gehen. Oder sich komplett abzuschalten. Funktionieren, ohne zu denken. Die Füße hochzulegen. Die Reize auf Augen und Ohren zu konzentrieren, während die Verarbeitung erst später beginnt, erst wenn auch die äußere Sprache wieder der inneren folgt. Und bis das passiert, saugst du nur auf, niemand drückt auf den Öffnen-Button, niemand zieht den Stöpsel und wenn man sich aus der Vogelperspektive betrachtet und ein bisschen Transparenz einschaltet, kann man sehen, wie man sich füllt, wie der Wasserstand steigt und alles in die Ecken fließt, die in letzter Zeit staubig geworden sind. Wie man sich ausräumt und umbaut, ohne etwas davon zu bemerken.
Können heut draußen bitte alle mal nur Chinesisch sprechen?
Liz hat es verfasst, und zwar am 30. Juni 2008 um genau 9:22
Kategorie : Blicke | 1 Kommentare