Und auf einmal ist später.

Und dann lag da das Blatt Papier vor einem, von dem man geredet hat, seit man schreiben kann. Und just in diesem Moment zucken all die kleinen Vergangenheiten auf einmal im Kopf, die Momente, in denen man so lapidar und dennoch euphorisch vor sich hin geträumt hat, alles weit weg, alles irgendwann. Und dann ist das Irgendwann plötzlich da, die Hand lässt sich verunsichern und man fragt sich ja doch, ob man sich pathetische Mühe geben sollte, wenn man dieses Mal seinen Namen schreibt. Die Coolness aber hat Ferien und am Ende wird doch nur unsouverän der Name gekrakelt. Auf der Sparkassenkarte sieht das schöner aus. Und anders als erwartet ist die Lautstärke der Euphorie, sie brüllt nicht und tanzt nicht auf der Kreuzung, aber sie ist da, hat sich festgekrallt in der Schulter, flüstert ganz deutlich und man kann sie hören, wenn man am Abend auf dem Balkon steht und die Sonne untergehen sieht, den Himmel in Aquarell und es nicht fassen kann. Das ist alles echt und passiert.
Liz hat es verfasst, und zwar am 18. Juni 2008 um genau 9:24
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