Zwival

Sich an den letzten Sommer erinnern und wieder abgleichen. Immer das kleine, dumme, an den Rändern verhärtete, in den Gelenken knackende Spielchen. Das laute Lachen, die weichen Knie, der zu früh abgewandte Blick, das Zögern. Und es richtet sich ein, das schablonenartige Gefühl, in dem wir immer darauf warten, zurück zu kommen zu dieser einen Euphorie. Und wenn wir auf der Spitze der nächsten stehen, beginnen wir schon damit, sie zu vermissen. Es ist ein einfaches. Auf der Holzbank schüttelt es sich das Kissen auf, streckt die Füße weit von sich und schaut auf die über dem Wasser zitternden Mücken und Fliegen, starrt auf das weiße Lichtmuster auf den Bäumen am anderen Ufer, schiebt die Wolken mit seiner Sturheit schnell immer und immer wieder am Mond vorbei. Es rückt nicht ab, da kannst du warten, bis du schwarz wirst. Da kannst du immer und immer wieder die Kopie gegen´s Licht halten, mit der einen Hand das Auge bedeckend, die andere hält das Abbild, das wird nie mehr so aussehen.

Die Zeit frisst uns nicht mehr aus der Hand, nur die Haare vom Kopf.

Liz hat es verfasst, und zwar am 18. Mai 2008 um genau 23:07
Kategorie : Blicke | 0 Kommentare


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